Geschichte der FHW

Es war 1985, als die Wirtschaft in den Landkreisen Dithmarschen und Nordfriesland unter Federführung der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Flensburg das so genannte "Westküstenpapier" verfassten. Eine zentrale Forderung darin: an der strukturschwachen Westküste eine Außenstelle der FH Flensburg zu etablieren.

Der Kreis Dithmarschen erklärte daraufhin zwei Jahre später die FH-Gründung zum strategischen Entwicklungsziel; Landrat Hans-Jakob Tiessen nahm im folgenden Verhandlungen mit dem Rektorat der FH Flensburg über die Gründung einer Außenstelle auf. Am 4. Januar 1988 schließlich legte Prof. Dr. Hans Mueller von der Haegen (FH Flensburg) ein Konzept für einen Hochschulstandort Heide / Westküste vor. Der Senat seiner Hochschule beschloss fast genau ein Jahr später einen Hochschul-Entwicklungsplan, der tatsächlich die Errichtung einer Außenstelle der FH Fensburg in Heide vorsah. Auch die Stadt Heide stellte hierfür die Weichen und beschloss seitens des Magistrats, für die Ansiedlung der FH ein günstig gelegenes, ausreichend großes Grundstück im Osten Heides zur Verfügung zu stellen.

Der 11. September 1991 gilt in der Geschichte der FHW als Meilenstein, denn an diesem Tag beschloss die Landesregierung, im Landeshochschulplan eine Fachhochschule an der Westküste mit dem langfristigen Ziel von 1000 Studienplätzen zu gründen; im ersten Ausbauschritt sollten 500 Studienplätze errichtet werden. Zugleich sprach das Kabinett sich in der Standortfrage für Heide aus.

Staatssekretär Dr. Peter Kreyenberg eröffnete am 19. Mai 1992 in Heide die konstituierende Sitzung der Gründungskommission, die aus externen Sachverständigen und Mitgliedern der FH Flensburg bestand. Ein halbes Jahr später fand sich in der Wochenzeitung "DIE ZEIT" die Ausschreibung der ersten vier Professorenstellen.

Am 20. September 1993 war es dann soweit: Studienbeginn für den ersten Jahrgang mit 66 Anfängern in Betriebswirtschaftslehre, Elektrotechnik und Maschinenbau. Die FHW begann den Betrieb in angemieteten Räumlichkeiten in der Rungholtstraße, ehe sie im September 2000 das neue Gebäude im Fritz-Thiedemann-Ring 20 beziehen konnte.

Seitdem wächst die FHW beständig und weiß auch leichte Rückschläge in positive Impulse umzusetzen. 2002 musste nach einem Beschluss des Landes der Maschinenbau an die FH Flensburg ausgelagert werden, da Studiengänge zusammengelgt werden sollten. Dafür entstanden in Heide neue und zukunftsträchtige Studiengänge: Management und Technik, Internationales Tourismusmanagement sowie Wirtschaft und Recht.

Außerdem stellte die FHW als erste Hochschule des Landes auf die Abschlüsse Bachelor und Master um. 2011 kamen im Rahmen des Hochschulpaktes die Studiengänge Umweltgerechte Gebäudesystemtechnik und Wirtschaftspsychologie hinzu. Im Sommersemester 2016 startet der neue berufsbegleitende Online-Masterstudiengang Tourismusmanagement (OMT), der sich an Berufstätige richtet. Das weiterbildende Fernstudienangebot lässt sich ortsunabhängig und zeitlich flexibel in Voll- oder Teilzeit studieren. Darüber hinaus lassen sich - unabhängig von einem Studium - auch einzelne Module als Zertifikatskurse belegen.