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Presseartikel aus Dithmarscher Rundschau

Alfred Funk: "Es war eine unruhige Zeit"

Heide (ala) - "Ich gehe nicht weg, ich gehe woanders hin", umschreibt Alfred Funk seine berufliche Veränderung. Dreieinhalb Jahre war der 39-Jährige Kanzler der Fachhochschule Westküste (FHW) in Heide. Jetzt tritt er seine neue Stelle an der Universität Hohenheim in Baden-Württemberg an (wir berichteten) - am vergangenen Freitag ist er offiziell im Ministerium ernannt worden.

"Das Reizvolle an der neuen Aufgabe ist, in anderen Größenordnungen arbeiten zu können", sagt Funk. Und dies demonstriert er anhand einiger Zahlen: Während an der FHW rund 800 Studierende eingeschrieben sind, drängeln sich in Hohenheim 5000 in den Hörsälen. Auch das Budget habe mit einem Volumen von 80 Millionen Euro (4,5 Millionen Euro an der FHW) ganz andere Dimensionen. Das Problem an der FHW war für ihn zudem, dass der gelernte Jurist auch die Aufgaben eines Justiziars übernehmen musste. "Für Führungsaufgaben bleibt da wenig Zeit." Die reine Sachbearbeitung reichte ihm jedoch nicht.

Dennoch hat Funk einiges mit auf den Weg gebracht. Er wollte vor allem Mittler sein - zwischen Wissenschaft und Verwaltung. "Hier besteht eine Kluft, die es zu überwinden gilt." Zudem unterstützte er drei Ausgründungen aus der FHW, war Mitinitiator des Heider Forums und setzte bei der Landesregierung die Ausbildung von Azubis in der Verwaltung durch. Er kämpfte an der Seite von Professoren und dem Rektor für die Umsetzung der neuen Zielvereinbarungen. Funk: "Es war eine unruhige Zeit." Für ihn brachte dies aber auch positive Erfahrungen mit sich. Selbst bei härtesten Auseinandersetzungen sei der Umgang auf Landesebene immer sehr sachlich und professionell gewesen.

Für die Region ist die Fachhochschule aus Sicht von Funk von immenser Bedeutung. Aber: "Die FHW muss sich hier unentbehrlich machen." Das könne in der kleinteiligen Westküsten-Struktur nur durch Menschen transportiert werden. Er hofft, dass auch die Region die Kompetenzen der FHW künftig noch stärker nutzen wird. "Die Menschen müssen Mut fassen, auf die FHW zugehen und die Expertise nutzen", sagt Funk.

Für die Fachhochschule hat die Suche nach einem Nachfolger begonne. Die Stelle ist bundesweit ausgeschrieben, so Pressesprecher Michael Engelbrecht. Bewerbungsschluss sei der 3. April. Probleme, einen neuen Kanzler zu finden, wird es nach Ansicht von Engelbrecht nicht geben.

 

22. Mär 2004


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