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Modul 9671

Governance und Recht des Tourism
Governance and Law for Tourism

Studiengang Bachelor International Tourism Management.
ModulbezeichnungGovernance und Recht des Tourism
Kürzel
Untertitel
LehrveranstaltungRecht / Governance
Semester 5    
ModulverantwortlicherProf. Dr. Wolfgang Arlt
DozentDr. Alexander Wehowski (Recht), Herr Werner Kiehn (Governance)
SpracheDeutsch
Zuordnung zum CCPflichtmodul; Wahlpflichtmodul
Lehrform / SWSGovernance: Vorlesung/ seminaristischer Unterricht 2 SWS
Recht: Vorlesung/ Übung, 2 SWS (davon ca. 50 % Vorlesung, 20% interaktives Lehrgespräch und 30 % Übung)
Arbeitsaufwand
   Präsenzstudium60 Std.
   Eigenstudium90 Std.
Kreditpunkte5
Voraussetzungen


Lernziele / Kompetenzen
Die Studierenden belegen 2 SWS „Recht für Touristiker“ und 2 SWS „Governance des Tourismus“
Recht: Die Studierenden erwerben Grund- und Strukturwissen des deutschen Rechtssystems, des Bürgerlichen Rechts, des Handelsrechts, des Internationalen Privatrechts sowie des Europäischen Wirtschaftsrechts und sind für die wichtigsten Fragestellungen, mit denen Touristiker im beruflichen Alltag in Berührung kommen können, sensibilisiert. Insbesondere kennen sie die Unterschiede zwischen dem Individual- und Pauschalreiserecht, wissen, welchen Regelungen der Anbieter im konkreten Fall unterliegt und können die Konsequenzen der Anwendung des jeweiligen Rechtsgebiets aufzeigen. Ferner sind sie befähigt, die eigenen Grenzen ihres Wissens bei der Lösung alltäglicher in der Tourismusbranche auftretender juristischer Probleme zu erkennen und präventiv Konflikte und Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden. In methodischer Hinsicht können die Studierenden grundlegende Fallgestaltungen aufbereiten und Lösungsansätze im Gutachtenstil entwickeln.
Governance: Die Studierenden sollen befähigt werden, die Genese, Funktionen und Effekte der beiden Governancefelder (regional und international) anhand theoretischer Konzepte und empirischer touristischer Fallbeispiele zu analysieren und aktuelle öffentliche Diskurse zur Steuerung des Tourismus mehrperspektivisch zu betrachten. Sie lernen die Aufgaben und Rollen von weltweit agierenden Organisationen mit Einfluss auf den Tourismus kritisch einzuschätzen und die Interessen und Einflussbereiche internationaler, nationaler und regionaler Akteure bei der Tourismusplanung zu berücksichtigen.
InhaltRecht:
A.   Funktion des Rechts
B.   Überblick über das deutsche Rechtssystem
C.   Entstehungsgeschichte des Privatrechts
D.   Einführung in das juristische Arbeiten und Denken
E.   Recht des Bürgerlichen Gesetzbuches
1.   Allgemeiner Teil des Bürgerlichen Gesetzbuches (insbesondere Zustandekommen von Reiseverträgen und deren Wirksamkeitshindernisse)
2.   Schuldrecht (insbesondere Reiserecht)
a.   Arten von Schuldverhältnissen
b.   Allgemeine Geschäftsbedingungen
c.    Vertragliche Schuldverhältnisse (Fallgruppen von Pflichtverletzungen, Rechte des Reisenden bei Pflichtverletzungen)
d.   Gesetzliche Schuldverhältnisse
1.   Grundzüge des Sachenrechts
F.   Handelsrecht
1.   Kaufmannseigenschaft
2.   Handelsregister (insbesondere handelsrechtliche Publizität und Rechtsscheintatbestände)
3.   Firma (insbesondere Firmenbildung, Firmenunterscheidbarkeit, Firmenbeständigkeit, Firmenöffentlichkeit, Haftung des Erwerbers bei Firmenfortführung und Firmenschutz)
4.   Hilfspersonen des Kaufmanns
5.   Handelsgeschäfte (insbesondere Arten und Zustandekommen)
G.   Einführung in das öffentliche Recht (insbesondere Gewerberecht)
H.   Überblick: Internationales Privatrecht
I.    Überblick: Europäisches Wirtschaftsrecht
 
WP Regional Governance: Diese Lehrveranstaltung behandelt neue Formen der Steuerung und Koordinierung auf der regionalen und internationalen Ebene. Vor allem in den Tourismusräumen findet man heute neben der traditionellen Regionalplanung auch neue Formen der Entwicklungsplanung, Wirtschaftsförderung und regionalen Fachpolitik, die meistens durch das Zusammenwirken öffentlicher und privater Akteure zustande kommen. Neben den institutionellen Rahmenbedingungen werden die Voraussetzungen, Ausprägungen sowie Möglichkeiten und Grenzen der regionalen Kooperation im Tourismus erörtert. Darüber hinaus werden der Einfluss der internationalen Organisationen auf die Tourismusentwicklung und die Bedeutung internationaler Abkommen für die Tourismusplanung behandelt. Die Rollen der UNO, WTO (World Trade Organisation), Weltbank, OECD, WTO (World Tourism Organisation), internationaler Branchenverbände und Consultants, sowie die Bedeutung der Abkommen, GATS, TRIPS, Global Code of Ethics for Tourism werden reflektiert.
Studienleistung
PrüfungsleistungKlausur
MedienformenInteraktives Lehrgespräch / Overhead / Tafelarbeit / Beamer
Literatur

Recht:

Brox / Walker: Allgemeiner Teil des BGB, 34. Auflage 2010, Carl Heymanns Verlag;

Brox / Walker: Allgemeines Schuldrecht, 34. Auflage 2010, Verlag C.H. Beck;

Brox / Walker: Besonderes Schuldrecht, 34. Auflage 2010, Verlag C.H. Beck;

Führich: Basiswissen Reiserecht, 2007, Vahlen Verlag;

Kaller: Reiserecht, 2. Auflage 2005, Verlag C.H. Beck;

Klunzinger: Einführung in das Bürgerliche Recht, 14. Auflage 2009, Vahlen Verlag;

Müssig: Wirtschaftsprivatrecht, 13. Auflage 2010, C.F. Müller Verlag;

Wörlen: BGB AT, 11. Auflage 2010, Carl Heymanns Verlag;

Zippelius: Einführung in das Recht, 5. Auflage 2008, UTB Verlag.

 

Governance:

Adamaschek, B./Pröhl, M. (Hg.) Regionen erfolgreich steuern: Regional Governance – von der kommunalen zur regionalen Strategie, Gütersloh  2003.

Benz, A. (Hg.), Governance – Regieren in komplexen Regelsystemen. Eine Einführung, Wiesbaden 2004.

Fuchs, O., Touristic Governance. Kooperation als strategisches Element regionaler Tourismusentwicklung, Dortmund 2006.

Willke, H., Global Governance, Bielefeld 2006.

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