Wirtschaftspsychlogie (B.A.)
(WiPsy)

Die Wirtschaftspsychologie ist eine durchaus alte Disziplin, als Studiengang ist sie jedoch immer noch vergleichsweise jung. Allerdings wächst die Nachfrage nach verhaltenswissenschaftlicher Fundierung bei betriebswirtschaftlichen Studenten seit Jahren spürbar. Das Interesse an Psychologie ist deutlich gewachsen, ebenso wie der Anwendungsbedarf in der modernen Wirtschaftswelt. Insofern war die Einführung des Studiengangs Wirtschaftspsychologie (Wipsy) an der FHW im Jahr 2011 ein mutiger Schritt zur richtigen Zeit, der nicht nur den studentischen Bewerberinteressen, sondern auch den veränderten Gegebenheiten einer modernen Wirtschaftswelt Rechnung trägt.

Im Kern der Wirtschaftspsychologie geht es stets um den Menschen in wirtschaftlichen Bezügen, sei es in seiner Rolle als Konsument oder als Produzent – und neuerdings auch als "mitgestaltender" Prosument. Mit der Konsumentenrolle beschäftigt sich die wirtschaftspsychologische Medien-, Konsum-, Werbe- und Marketingforschung. Mit der Produzentenrolle beschäftigt sich demgegenüber die Arbeits-, Organisations- und Personalpsychologie.

Arbeitsmarktperspektiven für Absolventen

Wirtschaftspsychologen verfügen über ein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten, durch die sie für den Arbeitsmarkt attraktiv sind. Vor allem durch die zunehmende Bedeutung der Marktforschung sowie des Humankapitals eines Unternehmens besteht eine gute Nachfrage nach Absolventen mit der interdisziplinären Spezialisierung im Bereich Wirtschaftswissenschaften und Psychologie. Typische Einsatzgebiete von Wirtschaftspsychologen liegen unter anderem im Bereich Markt und Konsum (z. B. im Marketing, in der Marktforschung, dem Vertrieb oder der Werbung), im Personalbereich (z. B. in der Personalauswahl, der Personalentwicklung, der Organisationsentwicklung oder als Change Manager), in Beratungsunternehmen (z. B. als Berater, Trainer oder Coach) oder in Medienunternehmen (z. B. als PR-Referent).

Vorteile Wirtschaftspsychologie an der FHW in Heide

  • Intensive und persönliche Betreuung durch Professoren und Hochschulmitarbeiter in einem familiären Umfeld    
  • Praxisbezogenes Arbeiten im Rahmen von Fallstudienseminaren und Projektarbeiten    
  • Vielfältige Wahlmöglichkeiten in den Schwerpunkten Marketing & Vertrieb sowie Personal & Organisation       

Berufsfelder

Für Wirtschaftspsychologen gibt es vielfältige Einsatzfelder, sowohl in der Forschung als auch in der Praxis. Im Vordergrund der Arbeit von Wirtschaftspsychologen steht die Analyse und Untersuchung von konkreten Situationen und Verhaltensweisen, sowohl im Kontext des Schwerpunktes Marketing und Vertrieb als auch beim Schwerpunkt Personal und Organisation.

Typische Tätigkeitsfelder im Bereich Marketing und Vertrieb sind:      

  • Marketingberatung       
  • Markt- und Konsumentenforschung       
  • Unternehmenskommunikation und PR

Typische Tätigkeitsfelder im Bereich Personal und Organisation sind:       

  • Personalauswahl- und Personalentwicklung       
  • Organisationsentwicklung      
  • Unternehmensberatung  

Im Rahmen des Studiums an der FHW bekommen die Studierenden die Möglichkeit, in Praxisprojekten anwendungsorientiert zu lernen. Im Wintersemester 2013 entwickelten die Studierenden in Zusammenarbeit mit Unternehmen beispielsweise:        

  • Eine Kundenzufriedenheitsananalyse       
  • Ein Kompetenzmodell         
  • Ein Bewerbungstraining       
  • Ein Instruments zur Trainingsevaluation

Studienziele

Der Studiengang Wirtschaftspsychologie hat das Ziel, den Studierenden die Kompetenz zu vermitteln, mit Hilfe fundierter psychologischer Methoden wissenschaftliche Erkenntnisse der Psychologie in den unternehmerischen Alltag zu übertragen. Dafür werden Kompetenzen auf verschiedenen Ebenen ausgebildet:

  • Fachkompetenzen:
    Die Studierenden erwerben ein solides Grund- und Strukturwissen in den relevanten Gebieten der Wirtschaftswissenschaften und Psychologie bzw. Wirtschaftspsychologie, welches durch die Wahl eines Studienschwerpunkts (Marketing & Vertrieb oder Personal & Organisation) erweitert und vertieft wird.
  • Methodenkompetenz:
    Die Studierenden lernen die in der Wirtschaftspsychologie und in der Betriebswirtschaft gängigen wissenschaftlichen Methoden kennen. Des Weiteren erlernen Studierenden die Fähigkeit, eigenständig Probleme zu erkennen und verantwortliche und ganzheitliche Lösungen auf diesen Gebieten zu erarbeiten. Diese Kompetenzen werden insbesondere im Rahmen von Hausarbeiten, Projektarbeiten und der Bachelor-Arbeit, aber auch in geeigneten Vorlesungsveranstaltungen und Übungen vermittelt und angewandt. Beispiele hierfür sind: Projektmanagement, Methoden der empirischen Sozialforschung und mathematische/statistische Verfahren zur Auswertung empirischer Untersuchungen sowie ein Interviewertraining und eine AC-Beobachterschulung.
  • Schlüsselqualifikationen und Sozialkompetenz:
    Individuelle Entwicklung des Persönlichkeitsprofils und Erwerb von Schlüsselqualifikationen durch gezielte Integration entsprechender Inhalte in das Lehrangebot. Beispiele: Im Rahmen des Moduls Wissenschaftliches Arbeiten im 2. Semester werden insbesondere die Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens sowie Präsentationstechniken und Kommunikationsfähigkeit vermittelt. Diese Kompetenzen werden in weiteren Wahlmodulen sowie den praxisbezogenen Fallstudienseminaren geübt und vertieft. Projektmanagement, Zeitmanagement, Moderationstechnik und Teamfähigkeit sowie wiederum Präsentationstechniken werden im Rahmen von Projektarbeiten vermittelt und angewendet. Zudem werden ein Führungskräftetraining sowie ein Seminar zum den Thema Trainingsgestaltung (Train-the-Trainer) angeboten  
  • Internationale Kompetenz:
    Der Studiengang behandelt in verschiedenen Lehrveranstaltungen Aspekte des internationalen Managements wie z.B. kulturelle Ansätze. Englischsprachige Literatur ist in vielen Veranstaltungen Standard. Außerdem finden ausgewählte Veranstaltungen komplett in englischer Sprache statt. Die Fachhochschule Westküste verfügt darüber hinaus über ein Netzwerk ausländischer Partneruniversitäten im Fachbereich Wirtschaft, welches auch im Studiengang WiPsy Anwendung findet.  
  • Praktische Kompetenz:
    Praxisorientierung ist fester Bestandteil des Studiums und wird durch praktische Fallbeispiele und Gastvorträge aus der Wirtschaft gelebt. Durch Fallstudienseminare zu realen Problemstellungen findet eine enge Verzahnung von Praxis und Lehre statt. Im Rahmen eines 20wöchigen Praxissemesters wenden die Studierenden ihre Methodenkompetenz und ihr Know-how in der Wirtschaft an. Zudem besteht die Möglichkeit, zum Ende des Studiums eine praxisnahe Bachelor-Arbeit in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen zu verfassen.

Kurzinfo/ Steckbrief

Abschluss: Bachelor of Arts (B.A.)
Regelstudienzeit: 6 Semester
ECTS: 180
Praxissemester: 4. Semester
Beginn: Wintersemester
Bewerbung bis: 15. Juli
Grundpraktikum: nein
Sprachenunterricht: Englisch
Semesterbeitrag: 65,00 €
Akkreditiert bis: 30.9.2017 (AQAS)
Weitere Infos: Flyer Download / Infos A-Z