Auslandssemester
BWL und TM (Bachelor)

Auslandserfahrung erweitert den Horizont, fördert die interkulturelle Kompetenz und die Sprachkenntnisse – und wird von immer mehr Arbeitgebern gefordert. Daher ermuntern wir unsere Studierenden dazu, ein Auslandssemester zu absolvieren und unterstützen sie bei der Organisation. Zu keinem Zeitpunkt ist es leichter eine längere Zeit im Ausland zu verbringen, als während des Studiums. Im Rahmen des Studiengangs Betriebswirtschaft sind ein Praktikum im Ausland (während des Praxissemesters) sowie ein Semester an einer ausländischen Hochschule möglich. Die Anerkennung der im Auslandsemester erbrachten Leistungen ist dabei unproblematisch, da im Vorhinein ein Learning Agreement mithilfe der Studiengangskoordinatorin erstellt wird. Für Studierende, die ihr Studium im WS 2017/18 oder danach begonnen haben, ist eine vereinfachte pauschale Anerkennung von im Ausland erbrachten betriebswirtschaftlichen Prüfungsleistungen im Rahmen des Schwerpunktes International Business möglich.
Bei der Bewerbung und Fragen zur Finanzierung hilft das Akademische Auslandsamt auf unserem Campus. Pro Semester findet zudem eine Infoveranstaltung zum Auslandsaufenthalt statt.

[+] Auslandssemester in Finnland im Wintersemester 2017/2018

Erfahrungsbericht: Auslandsemester in Finnland im Wintersemester 2017/2018

Studienfach und Studienschwerpunkte/Vorbereitung/Motivation

Mein fünftes Semester habe ich an der Partnerhochschule Seinäjoki University of Applied Sciences in Finnland absolviert. Für mich stand bereits seit Beginn des Studiums fest, dass ich ein Semester im Ausland verbringen möchte. Als es zu der Wahl der Schwerpunkte kam, habe ich mich unter anderem für den Schwerpunkt Nordic Management entschieden, mein zweiter Schwerpunkt ist Human Resources & Management. Durch meinen ersten Schwerpunkt Nordic Management stand für mich fest, dass ich gerne das Auslandssemester in Skandinavien absolvieren möchte. Aufgrund des Kursangebotes fiel meine Wahl dann auf Finnland. Mit Hilfe der Studiengangs-Koordinatoren habe ich mein Learning Agreement ausgefüllt. Bei der Wahl der Kurse ist es wichtig zu beachten, dass die Lerninhalte möglichst ähnlich sind, sowie die ECTS, die man für den jeweiligen Kurs erhält. In Finnland ist es üblich, dass viele Kurse nur 3 ECTS haben, daher belegt man vor Ort zwei Kurse, um sich einen an der FHW anrechnen lassen zu können. Man sollte außerdem die Bewerbungsfristen für die Plätze an den Partnerhochschulen im Auge behalten und sich rechtzeitig mit dem Auslandsamt in Verbindung setzen. Nachdem die Formalitäten erledigt waren, hieß es für mich Koffer packen, um diese in Finnland mit spannenden Erfahrungen zu füllen.

Angabe zur Partnerhochschule

Pauliina Mäntylä (pauliina.mantyla2(at)seamk.fi) ist die Organisatorin von „Gateway to International Business“. Pauliina nimmt nach einer erfolgreichen Bewerbung rechtzeitig Kontakt zu dir auf und übernimmt auch die Einführung an den ersten Tagen. In der ersten Woche wird ein Chip für die Uni ausgeteilt, somit hat man täglich bis 22:00 Uhr Zugang zu der Uni.

Jedem ERASMUS-Student wird ein Tutor zugeteilt, von dem man am Bahnhof o.Ä. abgeholt wird.
Dazu trägt man sich in ein Portal der Gruppe SeAMK International Students 20--/20-- auf facebook ein. Der Tutor kümmert sich auch um den Schlüssel zu der Wohnung und holt diesen von dem Sevas Office ab.

Allgemein ist die Uni sehr modern und farbenfroh eingerichtet, es gibt sogar ein Fitnessstudio, was kostenlos genutzt werden kann. Zudem kann in der Uni mit eigenem Papier kostenlos gedruckt werden. In der Mensa bekommt man für 1,90 Euro ein Essen mit Getränk, Beilagen Salat und so viel Brot mit Butter wie man möchte.

Unterkunft

Nach der Zusage vom Auslandsamt sollte man sich direkt für eine Wohnung im Studentenwohnheim bewerben (Link: http://www.sevas.fi/en/student-homes/applying-for-a-student-home/). Die Austauschstudenten werden in dem Wohnheim Marttilan Kortteeri untergebracht. Dieses Wohnheim befindet sich nur 5 Gehminuten von der Universität entfernt. Ein Waschsalon befindet sich ca. 200m von der Unterkunft entfernt. Dort gibt es 4 Waschmaschinen, 2 Trockner und einen Trockenraum. Diese können kostenfrei genutzt werden, man sollte sich jedoch rechtzeitig im Vorwege in eine Liste eintragen. Die Sauna im Haus kann einmal pro Woche ebenfalls kostenlos genutzt werden.

Interkulturelle Erfahrung

Ein Auslandssemester kann ich jedem empfehlen! Man lernt sehr viele neue Leute aus der ganzen Welt kennen, verbessert seine Sprachkenntnisse und kann obendrein noch eine Menge erleben. Im Wintersemester nach Finnland zu reisen ermöglichte mir sowohl ein paar schöne Sommertage, den Herbst, aber auch den kalten Winter mitzuerleben. Die Landschaft von Skandinavien ist einfach atemberaubend.

Tipps

Am besten kommt man vom Helsinki-Vantaa-Flughafen nach Seinäjoki mit dem Zug (Saver Ticket 19,90 Euro). Die Fahrt dauert circa 3h und man muss einmal in Tikkurila umsteigen. Es gibt immer nur eine begrenzte Anzahl an Saver Tickets pro Fahrt, weswegen man diese schon im Voraus buchen sollte. An der SeAMK gibt es einen Studentenverein namens SAMO. Die Mitgliedschaft kostet 24 Euro und ist durchaus empfehlenswert. Es wurde ein Lapplandtrip nach Rovaniemi ins Weihnachtsmanndorf organisiert und anschließend ging es nach Luosto, wo wir eine Husky Tour erleben durften.

Es ist sehr wichtig über eine Kreditkarte und Online-Banking zu verfügen. In Finnland wird fast alles mit Karte bezahlt.

[+] Praxissemester auf der anderen Seite des Globusses, Sommersemester 2016

Erfahrungsbericht Praxissemester Neuseeland, Sommersemester 2016

Im zweiten Semester stellte sich bei mir langsam die Frage, wo ich denn mein Praktikum absolvieren werde. Für mich war es von Anfang an klar, dass ich auf die andere Seite des Globusses nach Neuseeland gehen möchte. Also nahm ich Kontakt zu mehreren Organisationen auf, um mir die verschiedenen Möglichkeiten erklären zu lassen. Am Ende entschied ich mich für „Study Nelson“. Dort war man wirklich sehr daran interessiert, mir meinen Traum, für eine Weile im Ausland zu leben, zu erfüllen. Nachdem ich meine Bewerbungsunterlagen nach Neuseeland geschickt hatte und der Vertrag für die Organisation unterschrieben war, nahm die Planung ihren Lauf: Die Organisation vermittelte mir verschiedene Kontaktdaten für Gastfamilien und Praktika im ganzen Land. Im Endeffekt entschied ich mich für Auckland, Neuseelands größte Stadt mit ca. 3 Mio. Einwohnern.

Nachdem ich nun auch Kontakt zu meinem künftigen Arbeitgeber aufgenommen hatte, buchte ich meine Flüge mit Hilfe der Organisation, um den bestmöglichsten Preis zu erhalten. Bis zwei Wochen vor meinem Abflug nach Neuseeland hatte ich jedoch noch keinen unterschriebenen Vertrag vorliegen. Das ist in Neuseeland aber generell normal, wie ich gelernt habe - die Kiwis sehen alles etwas entspannter als die Deutschen.

So begann ich also meine Reise an das andere Ende der Welt Ende Februar: Nach circa 29 Stunden landete ich mit 12 Stunden Zeitunterschied in Auckland. Man sollte also definitiv darauf achten, dass man nicht direkt am nächsten Tag anfängt zu arbeiten, sondern sich erstmal ein wenig Eingewöhnungszeit gönnt.

Bereits am Anfang fiel mir auf, wie entspannt und freundlich die Menschen „down under“ sind. Alle sind zudem super hilfsbereit. Auch meine Arbeitskollegen waren toll. Alle versuchten, mich zu unterstützen und mir zu helfen. So konnte ich mir auch bereits zwei bis drei Jobangebote für meine Zeit nach meinem Studium sichern, mit dem Angebot, mir das notwendige Visum zu bezahlen.

Es gibt allerdings auch Dinge, die man bedenken sollte: In Neuseeland werden nur wenige Praktikumsstellen angeboten, die bezahlt werden. Der Lifestyle ist dort zudem insgesamt ziemlich teuer und man muss sich vorher im Klaren sein, ob man die Zeit finanzieren kann. Jedoch ist alles möglich, wenn man es nur wirklich möchte. Deshalb fing ich bereits mehr als ein Jahr im Voraus an, für diese Reise zu sparen.

Und definitiv – ich würde es genauso wieder machen! Meine Zeit in Neuseeland ist eindeutig zu schnell umgegangen und die Mentalität der Menschen dort fehlt mir jetzt schon - sie ist einfach großartig!

 

 

[+] Praxissemester in Schweden, Sommersemester 2016

Erfahrungsbericht Auslandssemester Schweden SS 2016

Für mich stand schon früh fest, dass ich mein Praxissemester in Nordeuropa verbringen wollte. Ich kannte Schweden durch vorherige Reisen und konnte auch schon etwas schwedisch sprechen, sodass ich mich entschieden habe, mein Praktikum in Schweden zu absolvieren.

Den Praktikumsplatz an einer schwedischen Schule habe ich über persönliche Kontakte erhalten. Meine Bewerbung dort verlief recht formlos. Ich brauchte keine Bewerbungsunterlagen, sondern habe mich per E-Mail direkt bei der Schulleiterin gemeldet, ein Führungszeugnis nach Schweden geschickt und schon war alles organisiert.

Um mich auf mein Auslandssemester vorzubereiten und die Sprache noch besser zu lernen, habe ich zusätzlich zum Sprachunterricht an der FHW einen Schwedischkurs in der Volkshochschule besucht und z.B. Filme in schwedischer Sprache geschaut.

Am 28. März ging es für mich mit der Fähre in die Kleinstadt Ekshärad in Värmland. Ekshärad hat knapp 2000 Einwohner, für schwedische Verhältnisse ist das gar nicht so klein. Man spricht dort einen schwedischen Dialekt, ähnlich wie das Plattdeutsch in Norddeutschland. Diesen zu lernen war aber zum Glück gar nicht so schwer wie gedacht. In Schweden spricht außerdem fast jeder Englisch. Probleme mit der Verständigung gab es daher sowieso nicht.

Am 30. März hatte ich mein erstes Gespräch mit der Schulleiterin und vier Tage später begann schon mein Praktikum. In der Schule habe ich meine Sprachkenntnisse noch verbessert und konnte außerdem viel über die schwedische Kultur lernen. Hier ist vieles anders als in Deutschland, zum Beispiel habe ich meine Chefin von Anfang an geduzt. Eine Höflichkeitsform gibt es auf Schwedisch nämlich nicht. Insgesamt sind die Mitarbeiter hier sehr aufgeschlossen. Langweilig wird es nie und darüber hinaus bekommt man viel zu sehen. 

Für mich selbst war das Praktikum eine außergewöhnliche Erfahrung und unvergesslich. Weil es mir in Schweden so gut gefallen hat, habe ich meine Zeit kurzerhand um weitere 4 Wochen verlängert.

Aber nicht nur man selbst erlebt etwas Neues, auch für die ausländischen Unternehmen ist es eine Bereicherung. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass sich die Unternehmen genauso freuen, wie man selbst, denn auch sie lernen eine „neue Welt“ kennen.

fremdsprachiges Modulangebot

Die Module Business English I und II sind Pflichtmodule des 2. und 3. Semesters. Mithilfe eines Einstufungstests werden mehrere Gruppen mit unterschiedlichen Sprachniveaus gebildet, sodass eine optimale Erweiterung der Sprachkenntnisse ermöglicht wird.
Zudem werden folgende Sprachmodule zur Wahl angeboten: Schwedisch I + II, Spanisch I + II, Advanced Business English I + II.

Seit dem Wintersemester 2016/17 können die Studierenden darüber hinaus „Chinesisch I + II“ als Zusatzfach außerhalb des Curriculums belegen.

Der Großteil aller Module im Studiengang Betriebswirtschaft ist deutschsprachig. Folgende Wahlmodule finden jedoch in englischer Sprache statt: Internationale Rechnungslegung, International Marketing Management, Intercultural Management.

Alle Beschreibungen der hier aufgeführten Module finden Sie in der Modulübersicht.