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Pressemitteilungen der FH Westküste

Im Folgenden finden Sie unsere Pressemitteilungen. sollten Sie den gewünschten Beitrag nicht finden, so nutzen Sie bitte unser Archiv.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unseren Referenten für Presse- und Marketingmanagement Carsten Friede.

Azubis kochen in der Mensa Heide um die Welt

18. Juni 2019

Vom 1. bis zum 5. Juli 2019 übernehmen zwölf Auszubildende des Studentenwerks Schleswig-Holstein den Betrieb der Mensa auf dem Campus der FH Westküste.

Unter dem Motto „Cooking around the World“ schwingen in der ersten Juliwoche ausschließlich die Nachwuchskräfte den Kochlöffel in der Mensaküche. Doch nicht nur die Zubereitung der Speisen liegt in ihrer Verantwortung. Sämtliche Abläufe und Aufgaben werden von den jungen Leuten selbst organisiert und durchgeführt – sei es die Warenbestellung, die Essensausgabe, das Kassieren oder der Spüldienst.

„Die anderen Beschäftigten schicken wir in den Urlaub“, erklärt der 22-jährige Serif Uca, Auszubildender zur Fachkraft für Systemgastronomie in der Mensa Heide, mit einem Augenzwinkern. Er hatte die Idee zu dem Projekt. „Bei der Sparkasse oder bei Aldi übernehmen Azubis regelmäßig die Filialen. Da dachte ich mir: Das können wir auch!“ Sein Anspruch: „Unsere Gäste sollen gar nicht merken, dass wir Azubis sind.“

Der Mensaleiter Heiko Kolbe steht während des Zeitraums lediglich im Hintergrund als Ansprechpartner zur Verfügung. „Durch die Aktion möchten wir unserem Nachwuchs die Möglichkeit geben, Verantwortung unter echten Bedingungen zu übernehmen“, so Kolbe. „Wir sind sehr stolz darauf, dass sich die Azubis mit so viel Engagement dieser Herausforderung stellen.“

Im Vorfeld hat das Azubi-Team gemeinsam das Wochenmotto und den Speiseplan entwickelt. Wechselnde Länderschwerpunkte sorgen täglich für neue Geschmackserlebnisse, sowohl mit als auch ohne Fleisch. Der Montag lockt zum Beispiel mit einer Hähnchenpfanne mit spanischen Küstenkartoffeln. Am Mittwoch werden typisch amerikanische Burger mit Süßkartoffelpommes und Pancakes mit Blaubeersoße kredenzt.

Die zwölf Auszubildenden stammen nicht nur aus allen Standorten des Studentenwerks in Schleswig-Holstein, sondern auch aus unterschiedlichen Fachbereichen und Ausbildungsjahren, darunter angehende Köche/Köchinnen, Fachkräfte im Gastgewerbe, Fachkräfte für Systemgastronomie, Kaufleute für Büromanagement sowie duale Studierende der Betriebswirtschaftslehre.

Auf ihrem Instagram-Kanal „azubis.studentenwerksh“ geben die Auszubildenden täglich spannende Einblicke hinter die Kulissen der Azubi-Woche. Eine Betriebsübernahme der Mensa durch die Nachwuchskräfte soll zukünftig auch an anderen Standorten des Studentenwerks realisiert werden.

Speiseplan Azubi-Woche (1. bis 5. Juli 2019):

Montag: Spanien
Hähnchenpfanne mit spanischen Küstenkartoffeln
Paella mit Joghurt-Minz-Dip

Dienstag: Griechenland
Griechisches Gyros mit Djuvecreis und Tsatsiki dazu Krautsalat
Gefüllte Zucchini auf Griechische Art mit Bauernsalat

Mittwoch: USA
Amerikanische Burger mit Süßkartoffelpommes
Pancakes mit Blaubeersoße

Donnerstag: Italien
Hausgemachte Pizza
Spaghetti mit veganer Bolognese

Freitag: Deutschland
Holsteiner vegane Kartoffelsuppe
Seelachs in Dill-Eihülle mit Salzkartoffeln und Remouladensoße

Downloads:
https://www.studentenwerk.sh/presse/pressemitteilungen/2019/nr.-17-2019.html

Crazy Car Race 2019 an der Fachhochschule Westküste

11. Juni 2019

Am Donnerstag, den 6. Juni, ging es an der Fachhochschule Westküste wieder rund – zumindest für die Teams, die bei der Programmierung ihrer Crazy Cars alles richtig gemacht hatten. Insgesamt 18 Mannschaften der beiden Heider Gymnasien, des rbz Steinburg sowie der FH Westküste waren in diesem Jahr angetreten. Und auch, wenn die eine oder andere Bande geküsst oder gegnerische Wagen gestreift wurden, stand der Spaß für alle Teams im Vordergrund.

Vorausgegangen war eine monatelange Vorbereitung, in der die autonom fahrenden Fahrzeuge, die sich mittels Lasersensoren, Infrarotsystemen oder Kameras orientieren, aufgebaut, programmiert und getestet wurden. Nun brannten die Teams darauf, dass es endlich auf die etwa 60m lange, anspruchsvolle Strecke im Foyer der Heider Hochschule ging. Nach dem Qualifying und den folgenden Ausscheidungsrennen stand das Ergebnis fest: Nachdem der Siegerpokal im letzten Jahr an das Gymnasium Heide Ost ging, holte die FH Westküste den Titel 2019 zurück „nach Hause“. Das Team „Catch us if you can“ stand am Ende ganz oben auf dem Siegertreppchen. Sieger des Style-Contests für das schönste Fahrzeug wurde in diesem Jahr das Team „CARsten“ vom Werner-Heisenberg-Gymnasium.
Die nächste Ausgabe des Rennens ist für das kommende Jahr bereits wieder fest eingeplant.


Eine Zukunft ohne Banken?
6. Banken- und Unternehmertag an der Fachhochschule Westküste

07. Juni 2019


Professor Dr. Dirk Braunhart (5.v.l.) mit seinen Studierenden

Durch die Digitalisierung ist die Finanzwelt im Umbruch. Neue Instrumente wie Fintechs, Bitcoin oder Robo-Advisor lassen die Erwartungshaltung der Kunden wie auch den Wettbewerbsdruck stetig wachsen. Banken stehen vor der Herausforderung, ihre klassischen Geschäftsmodelle zu optimieren und so nicht nur ihre Dienstleistungen, sondern auch sich selbst zukunfts- und überlebensfähig zu machen.

Der 6. Banken- und Unternehmertag Schleswig-Holstein findet am Mittwoch, den 19. Juni 2019 an der Fachhochschule Westküste in Heide statt. Das Vortragsprogramm beleuchtet die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen in der Finanzdienstleistungsbranche aus ganz verschiedenen Blickwinkeln.

Als Referenten begrüßen wir:

  • Dr. Jochen Heimann, Leiter Produkt- und Digitalisierungsmanagement Investitionsbank Schleswig-Holstein
    „Förderbanken und Digitalisierung - ein Konzept für die Zukunft?“
  • Professor Dr. Stefan Mittnik, Professor an der Ludwig-Maximilans-Universität München und Gründer von Scalable Capital
    „Fintech, quo vadis?“
  • Henryk Mioskowski, Autor, Coach und Experte für Innovationen
    „Blockchain - Innovationsturbo oder Ressourcenverschwendung?“
  • Chris Scheuermann, Head of Partnerships der figo GmbH
    „Banken, Fintechs und die Regulation - Verhältnisse im Umbruch“
  • Bernd Wittkamp, Vorsitzender der Geschäftsführung Star Finanz GmbH
    „Nutzer einbeziehen und gemeinsam innovative Lösungen entwickeln“

Alle Informationen sowie die Anmeldung unter: www.finanztag-fhw.de

Der Banken- und Unternehmertag ist ein Projekt von Studierenden der Betriebswirtschaft der Fachhochschule Westküste aus dem Schwerpunkt „Entrepreneurship and Finance“ unter Anleitung von Professor Dr. Dirk Braunhart.


Verbraucherzentrale zu Gast an der Fachhochschule Westküste

05. Juni 2019


Michael Herte, Referent bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein (VZSH) vor Studierenden der FH Westküste

In einem Vortrag vor Studierenden der Wirtschaftspsychologie berichtete Michael Herte, Referent der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein, über aktuelle Entwicklungen des Verbraucherschutzes. Für die angehenden Wirtschaftspsychologen ist das Thema spannend, da es im Marketing heute nicht mehr nur darum geht, Produkte zu verkaufen, sondern stets auch die Belange der Kunden und der Gesellschaft sowie verbraucherrechtliche Rahmenbedingungen im Blick zu behalten sind. Dabei sei es positiv, so Jurist Herte, dass die rechtlichen Einflussmöglichkeiten der Verbraucherzentrale zuletzt deutlich erweitert wurden: Durch die vom Bundestag geschaffene Möglichkeit zur sogenannten Musterfeststellungsklage können die Interessen von geschädigten Verbrauchern – wie jüngst im Fall des Dieselabgas-Betrugs -  nunmehr wirksam vor Gericht vertreten werden.

Für die Studierenden war die Erkenntnis überraschend, dass es im Verbraucheralltag weit mehr Situationen gibt als gedacht, bei denen rechtliche Aspekte zum Tragen kommen. So werden bereits beim Tanken, beim Einkauf oder der Nutzung eines Parkplatzes Verträge abgeschlossen, derer man sich als Kunde oft nur bedingt bewusst ist. Mithin ergeben sich hieraus auch Unsicherheiten, die zu wiederkehrendem Beratungsbedarf führen. Typische Verbraucherfragen kreisen daher um nachteilige Regelungen in Verträgen oder auch um Werbeversprechungen, die nicht eingehalten werden.

Entsprechend machen Menschen im Konsumalltag auch heute noch negative und fragwürdige Erfahrungen. Daher versteht sich die Verbraucherzentrale, so Michael Herte, als Sprachrohr jener Konsumenten, die sich beispielsweise von falschen Werbeversprechungen oder psychologischen Tricks und Täuschungen  - Stichwort Mogelpackung - betroffen sehen.

Auch Professor Thomas Jendrosch, der den fachlichen Kontakt zur Verbrauchzentrale seit Jahren pflegt, betonte den Stellenwert eines neutralen "Marktwächters" und dankte Herrn Herte zum Abschluss  seines Vortrags für die interessanten und aktuellen Einblicke in die Praxis des Verbraucherschutzes.


Sektorenkopplung komplett: Grüner Wasserstoff und Dekarbonisierung im industriellen Maßstab
Neun starke Partner setzen sich ein

27. Mai 2019

Künftig nachhaltiger fliegen, bauen und heizen, das ist das Ziel des “Reallabors Westküste 100”. Dabei soll eine regionale Wasserstoffwirtschaft im industriellen Maßstab abgebildet und skaliert werden. Die Voraussetzungen dafür sind gerade an der Westküste Schleswig-Holsteins einzigartig: Hier treffen eine starke Windenergie-Region sowie ausgezeichnete geologische Speicherbedingungen auf innovative Unternehmen, die die Zukunft aktiv gestalten und einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele liefern wollen.

In Schleswig-Holstein hat sich die branchenübergreifende Partnerschaft “Westküste 100” aus EDF Deutschland, Holcim Deutschland, Open Grid Europe, Ørsted, Raffinerie Heide, Stadtwerke Heide und thyssenkrupp Industrial Solutions - gemeinsam mit der Entwicklungsagentur Region Heide und der Fachhochschule Westküste gebildet. Diese will aus Offshore-Windenergie grünen Wasserstoff produzieren und die dabei entstehende Abwärme nutzen. Im Anschluss soll der Wasserstoff sowohl für die Produktion klimafreundlicher Treibstoffe für Flugzeuge genutzt als auch in Gasnetze eingespeist werden. Bei der Treibstoffherstellung ohne fossile Brennstoffe wird unvermeidbares CO2 aus der regionalen Zementproduktion für den Herstellungsprozess eingesetzt. Das Besondere und Innovative an diesem Reallabor-Projekt ist diese Verzahnung unterschiedlicher Stoffkreisläufe innerhalb einer bereits bestehenden regionalen Infrastruktur.

Dieser Forschungs- und Entwicklungsansatz wurde als Projektskizze “Reallabor Westküste 100” im Rahmen des Ideenwettbewerbes „Reallabore der Energiewende“ des Bundeswirtschaftsministeriums Anfang April 2019 eingereicht. Reallabore bieten die Möglichkeit, den Technologie- und Innovationstransfer von der Forschung in die Praxis zu beschleunigen. So können technische und nicht-technische Ideen und Innovationen unter realen Bedingungen und im industriellen Maßstab entwickelt und erprobt werden.

Jürgen Wollschläger, Geschäftsführer der Raffinerie Heide und Projektkoordinator: “Wir haben im Projektteam Reallabor Westküste 100 eine klare Vision: Die Partner setzen auf langfristige Kooperationen, die von der Erzeugung von grünem Strom bis zur Produktion von synthetischen Kohlenwasserstoffen reichen und somit den Nukleus für nachhaltige Geschäftsmodelle im Bereich der Energiewende und Dekarbonisierung bilden”. 

Details zur Projektskizze

Innerhalb des fünfjährigen Projektzeitraums soll zunächst eine Elektrolyseanlage mit einer Leistung von 30 Megawatt installiert werden. Sie liefert Erkenntnisse zu Betrieb, Wartung, Steuerung und Netzdienlichkeit der Anlagen, um diese in einen nächsten Skalierungs-Schritt zu überführen. Das könnte beispielsweise eine Elektrolyse-Anlage in der Größenordnung von 700 MW sein, für die der Strom durch einen Offshore-Windpark erzeugt wird.

Der Ansatz des Reallabors Westküste 100 ist ganzheitlich: Die mit Hilfe von Windkraft erzeugte, regenerative Energie wird genutzt, um an der Raffinerie Heide durch Elektrolyse grünen Wasserstoff zu erzeugen. Perspektivisch wird parallel zum Elektrolysebetrieb ein verzweigtes Wasserstoffnetz zwischen der Raffinerie, den Stadtwerken, einem Kavernensystem und dem bestehenden Erdgasnetz auf Basis einer erstmalig eingesetzten Pipelinetechnologie aufgebaut. Es ist angedacht, dass ein Kavernenspeichersystem für die Wasserstoffeinlagerung die zur Verfügung stehende Windenergie in einen kontinuierlichen Stoffstrom zur industriellen Nutzung überführt.

Des Weiteren wird geprüft, ob der bei der Elektrolyse ebenfalls produzierte Sauerstoff mit Hilfe eines sogenannten „Oxyfuel-Verfahrens“ in den Verbrennungsprozess eines lokalen Zementwerkes eingespeist werden kann, womit gleichzeitig die Stickoxid-Emissionen (NOx) des Werkes deutlich reduziert werden könnten. Das im Zementwerk entstandene Kohlendioxid (CO2) soll im Gegenzug als Rohstoff zusammen mit dem grünen Wasserstoff in der Raffinerie zur Herstellung von synthetischen Kohlenwasserstoffen (z.B. als Flugkraftstoff oder chemischer Grundstoff wie Methanol) eingesetzt werden. Dies wäre ein wichtiger Beitrag zur Dekarbonisierung der Zementindustrie. Im Flugsektor - dem am stärksten wachsende Verkehrssparte in Deutschland und der EU - würde ein synthetischer grüner Kraftstoff einen weiteren Durchbruch bei der Dekarbonisierung bedeuten. Ein zusätzlicher Pluspunkt: Die entstehende Prozesswärme wird in einem bestehenden und weiter ausgebauten Wärmenetz ausgekoppelt und z.B. in einem Gewerbepark genutzt.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter www.westkueste100.de.

Grüner Wasserstoff – das fehlende Puzzlestück für die Energiewende?

24. Mai 2019

9. Green Energy Workshop an der FH Westküste

Grüner Wasserstoff ist in aller Munde. Er kann die Stromerzeugung aus Windkraft- und Solaranlagen speicherbar machen und zudem insbesondere im Verkehr und der Industrie einen erheblichen Beitrag zur Senkung des Ausstoßes von Kohlenstoffdioxid leisten. Ziel des 9. Green Energy Workshops, der am Mittwoch, den 26. Juni, an der Fachhochschule Westküste in Heide stattfindet, ist es, einen Überblick über den aktuellen Diskussionsstand zu „grünem Wasserstoff“ zu geben:
Wann ist Wasserstoff eigentlich grün? Welche Verwertungspfade sind im Rahmen der Transformation des Energiesystems technisch, ökonomisch und ökologisch sinnvoll? Welche Bedeutung misst die Politik dem grünen Wasserstoff in den nächsten Jahren bei? Welche Potenziale bietet die Erzeugung und Vermarktung von grünem Wasserstoff ganz konkret für Norddeutschland?
Experten und Praktiker beleuchten die aktuellen Entwicklungen und ihre Bedeutung für Schleswig-Holstein und die Metropolregion Hamburg aus technischer, wirtschaftlicher und rechtlicher und Sicht.
Die Teilnahme am Green Energy Workshop ist kostenfrei, eine Anmeldung jedoch bis zum 20. Juni 2019 erforderlich. Aufgrund der begrenzten Plätze wird eine frühzeitige Anmeldung empfohlen. Alle Informationen und das Anmeldeformular unter: http://bit.ly/ge-workshop

Programm:

17:00 Uhr    
Begrüßung
Prof. Dr. Christian Buchmüller/ Prof. Dr.-Ing. Reiner Schütt, Fachhochschule Westküste

17:10 – 17:50 Uhr    
Grüner Wasserstoff – Technische Grundlagen & Verwertungspfade
Joachim Jungsbluth, Abteilungsleiter Zentrum für BrennstoffzellenTechnik ZBT GmbH, Duisburg

17:50 - 18:30 Uhr    
Grüner Wasserstoff – Welche Weichen stellt die Politik?
Dr. Torsten Birkholz, Geschäftsführer, Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. – Landesgruppe Nord, Hamburg

18:30 - 19:00 Uhr   
Die Potenziale einer „Wasserstoffwirtschaft“ für die Westküste
Jürgen Wollschläger, Geschäftsführer, Raffinerie Heide GmbH

19:00 – 19:30 Uhr    
Abschlussdiskussion

19:30 Uhr    
Get together

Equal Pay Day für zukünftige Führungskräfte an der FH Westküste

23. Mai 2019


Organisatorinnen des EPD 2019

In Dithmarschen fand der Equal Pay Day 2019 später als bundesweit üblich statt. Nicht, weil die Dithmarscherinnen noch weniger verdienen als andere Frauen, sondern aufgrund des Veranstaltungsformats, welches die Organisatorinnen aus verschiedenen Einrichtungen und Institutionen des Kreises in diesem Jahr gewählt hatten. Mit einem Seminartag an der FH Westküste, der unter dem Motto „Equal Pay“ stand, war es das erklärte Ziel, insbesondere Studierende als zukünftige Führungskräfte für das Thema zu sensibilisieren und ihrer Verantwortung bewusst zu machen.

Der Tag startete mit einer Vorlesung von Professorin Dr. Daniela Aidley, welche die bekannten 21% Lohnungleichheit näher unter die Lupe nahm. Bereinigt man diese Zahl um Aspekte wie Beruf oder Position im Unternehmen, bleiben noch immer 6% weniger Lohn, welche am Ende des Monats auf dem Konto landen – „ungleiches Geld für gleiche Leistung“, so Aidley. Doch woran liegt es, dass Frauen trotz guter Bildung und Ehrgeiz immer noch finanziell benachteiligt werden? Aidley nennt hierfür eine Reihe von Ursachen, u.a. die genderstereotype Sozialisation von Jungen und Mädchen und die bestehende Furcht einer Gruppe, Privilegien zu verlieren denn, „wenn sie an Privilegien gewöhnt sind, fühlt sich Gleichheit wie Unterdrückung an“.

Nach einer Mittagspause ging es in verschiedene Workshops. Dabei standen beispielsweise Modelle zur Diskussion, die eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf möglich machen und dabei beide Elternteile einbeziehen. Ein zweites Thema war „Gerechtigkeit und Entlohnung aus psychologischer Sicht“ und die Erkenntnis, dass Arbeitgeber Chancengleichheit in ihre Unternehmenskultur einbeziehen sollten. Dies dient nicht nur der langfristigen Bindung von  Mitarbeitenden, sondern hilft auch wirksam, krankheitsbedingte Ausfälle zu vermeiden. In einem weiteren Workshop konnten die Studierenden von Karriereexpertin Ellen Johannsen lernen, sich ihrer Stärken bewusst werden, um selbstbewusst in Gehaltsverhandlungen zu gehen. Interessant war, dass diesen Workshop fast ausschließlich Frauen besuchten, obwohl das Publikum zuvor gut gemischt war. Scheinbar haben sich die männlichen Teilnehmer von dem neutral gehaltenen Titel „Gehaltsverhandlung: Was bin ich wert und wie bekomme ich das?“ nicht angesprochen gefühlt. Ein Indiz, dass Frauen bewusst oder auch unbewusst vom Thema Lohnungleichheit viel stärker betroffen sind als Männer. Hier schließt sich der Kreis und es wird deutlich, weshalb Equal Pay Day-Veranstaltungen unverzichtbar bleiben.

Aus Sicht der Organisatorinnen war der Tag ein voller Erfolg. Es besteht Einvernehmen, bei diesem Thema auch zukünftig gemeinsam aktiv zu bleiben.

Organisatorinnen des Equal Pay Day 2019:

  • Prof. Dr. Kristina Schädler, FH Westküste/ Soroptimist International Club Dithmarschen
  • Gabriela Petersen, Gleichstellungsbeauftragte Stadt Heide
  • Dr. Natalie Nobitz, Gleichstellungsbeauftragte Kreis Dithmarschen
  • Katja Hose, Referentin für Ev. Frauenarbeit, Kirchenkreis Dithmarschen
  • Angela Ewers, Referentin für Ev. Frauenarbeit, Kirchenkreis Dithmarschen
  • Anja Dithmer-Hesse, Perspektive Wiedereinstieg, Berufliche Bildung im DHB
  • Gertrud Fiebig, SoVD Dithmarschen
  • Tanja Thießen, leichter leben Coaching + Studentin FH Westküste
  • Siegrid Jungkuhn, Kreislandfrauenverband Dithmarschen

Die ökonomische Bedeutung des Tourismus in Schleswig-Holstein – Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs und IMT der Fachhochschule Westküste stellen Ergebnisse vor

10. Mai 2019

Gemeinsam mit dem Institut für Management und Tourismus (IMT) der Fachhochschule Westküste in Heide hat Schleswig-Holsteins Wirtschafts- und Tourismusstaatssekretär Dr. Thilo Rohlfs heute die Ergebnisse einer umfangreichen wissenschaftlichen Studie vorgestellt. Darin wird erstmalig die ökonomische Bedeutung des Tourismus vergleichbar zur Gesamtwirtschaft und zu anderen Branchen für das Land erfasst.

Im Kern zeigt sich: Im Jahr 2017 ließen die Gäste für Gaststätten- und Beherbergungsleistungen sowie sonstige Konsumgüter wie Kleidung, Souvenirs oder Bücher u.a. insgesamt 11,7 Milliarden Euro (sog. touristischer Gesamtkonsum) im Land. Entsprechend wertschöpfungsstark und beschäftigungsintensiv präsentiert sich der Tourismus in Schleswig-Holstein. Die Branche liegt im Vergleich dabei klar über dem Bundesdurchschnitt. Der Anteil der direkten touristischen Bruttowertschöpfungsleistung ist sogar größer als der der Energieversorgung oder der Landwirtschaft und trägt mit knapp 6% zur gesamten schleswig-holsteinischen Bruttowertschöpfung im Jahr 2017 bei. Beinahe 150.000 Menschen sind im Land direkt im Tourismus beschäftigt; weit mehr als die Hälfte dabei in den Bereichen Beherbergung und Gastronomie. Dies entspricht einem Anteil von 10,6% an allen Erwerbstätigen in Schleswig-Holstein. Darüber hinaus verzeichnet die Branche mehr als 31.000 indirekte Erwerbstätige.

Staatssekretär Rohlfs sagte zu den Ergebnissen der Studie: „Die Forschungsarbeit des Instituts für Management und Tourismus der Fachhochschule Westküste untermauert eindrucksvoll die große wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus für unser Land.  Durch diese Boombranche werden viele Arbeitsplätze vor Ort geschaffen und Wertschöpfung generiert. Von der Infrastruktur, die die Kommunen durch die Einnahmen aus dem Tourismus finanzieren können, profitieren aber bei Weitem nicht nur die Gäste, sondern auch alle Einheimischen: Steht der Tourismus günstig im Wind, segelt die regionale Entwicklung kräftig mit.“

Mit der Durchführung einer Studie dieser Art hat Schleswig-Holstein Neuland betreten. Aussagekräftige Informationen über die ökonomische Bedeutung des Tourismus lassen sich nicht unmittelbar aus der amtlichen Wirtschaftsstatistik ableiten. Für die Erfassung der Tourismuswirtschaft in ihrer Gesamtheit bedarf es daher einer Erweiterung der allgemeinen Systematik der Wirtschaftsstatistik. Eine solche Erweiterung bietet das Tourismus-Satellitenkonto (engl. tourism satellite account, TSA), ein international etabliertes Berichtssystem zur umfassenden Ermittlung der ökonomischen Bedeutung des Tourismus.

Im Rahmen eines Forschungsprojektes hat die DIW Econ GmbH (Berlin) in Zusammenarbeit mit dem IMT der FH Westküste in Heide, dem dwif e.V. (München) und der dwif Consulting GmbH (Berlin) diese international anerkannte Methode zur Berechnung des Wirtschaftsfaktors erstmals für Schleswig-Holstein angewandt.

Professor Dr. Bernd Eisenstein, Direktor des IMT der Fachhochschule Westküste, erläutert: „Der Tourismus ist eine Querschnittsbranche. Die Ausgaben der touristischen Nachfrage können in unterschiedlichen Wirtschaftszweigen wirksam werden und die wirtschaftlichen Effekte sind demnach auf Basis der amtlichen Statistik nicht eindeutig quantifizierbar. Die Wirtschaftsleistung der Tourismusbranche in Schleswig-Holstein konnte nun im Rahmen des Projektes erstmalig auf eine Art ermittelt werden, die einen Vergleich zur Gesamtwirtschaft und zu anderen Branchen und damit erstmalig eine Einbettung in den gesamtwirtschaftlichen Kontext von Schleswig-Holstein zulässt.“

Peter Douven, stellv. Vorsitzender des Tourismusverbandes Schleswig-Holstein stellt ergänzend fest, dass „nun statt „gefühlter Temperaturen“ harte Fakten zum wirtschaftlichen Wert des Tourismus im Land vorliegen. Besonders interessant wird die ermittelte Bruttowertschöpfung des Tourismus im Land i.H.v. knapp 6%, wenn sie den insgesamt 4,5% der Automobilindustrie für Deutschland gegenübergestellt wird.“

Mietrechtsänderung 2019 – Viel Lärm um nichts?

10. Mai 2019

Am 21. Mai 2019 lädt die Fachhochschule Westküste zu einem offenen Symposium. Das „Immobilienforum Westküste“ befasst sich dann mit der Frage, welche Auswirkungen die zum 1. Januar in Kraft getretenen Mietrechtsänderungen mit sich gebracht haben. Insbesondere die neue Rechtslage zu den Modernisierungs-Mieterhöhungen sowie zur sog. Mietpreisbremse wird im Fokus des Symposiums stehen.

Zu Gast sind ausgewiesene Experten aus der immobilienrechtlichen Praxis.  Diese geben nicht nur eine allgemeine Einführung in die Problematik mit Blick auf den Wohnungsmarkt, sondern beleuchten insbesondere die aktuelle Entwicklung und deren Auswirkung für Mieter und Vermieter gleichermaßen.
Programm:

18:30 Uhr                                          
Begrüßung
Prof. Dr. jur. Wolfgang Stegmaier, Fachhochschule Westküste, Studiengang Immobilienwirtschaft, Professur für Immobilienrecht

18:40 – 19:15 Uhr                           
Die „Mietrechtsanpassung 2019“: Möglichkeiten und Grenzen für Modernisierungsmieterhöhungen
Rechtsanwalt David Hein, Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht sowie für Bau- und Architektenrecht

19:15 – 19:45 Uhr                           
Dauerbrenner Mietpreisbremse: Erwartungen und Resultate vor und seit dem 1. Januar 2019
Ann Sophie Mainitz, Geschäftsführerin des Deutschen Mieterbundes, Landesverband Schleswig-Holstein, und des Kieler Mietervereins

19:45 – ca. 20:00 Uhr                    
Fragerunde und Abschlussdiskussion
Anschließend Gemeinsamer Austausch und Imbiss

Interessierte Gäste sind herzlich eingeladen, an dem Symposium teilzunehmen. Die Veranstaltung findet an der FH Westküste, Fritz-Thiedemann-Ring 20, 25746 Heide im Auditorium 2 statt. Die Teilnahme ist kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten: gluesing(at)fh-westkuste.de oder vormittags telefonisch unter 0481-372 202 420.

Neuer Masterstudiengang „Wirtschaftsingenieurwesen – Digitale Wirtschaft“ an der FH Westküste

09. Mai 2019

Die Fachhochschule Westküste hat ab dem Wintersemester 2019/20 einen neuen Masterstudiengang im Angebot: „Wirtschaftsingenieurwesen – Digitale Wirtschaft“. Das dreisemestrige Studium kann in Voll- oder Teilzeit an der Heider Hochschule absolviert werden und endet mit dem Abschluss als Master of Science (M.Sc.).

Wir haben den Studiengangsleiter des neuen Masters, Professor Dr. Thomas Wiemers, zum Interview gebeten.


Prof. Dr. Thomas Wiemers

Fachhochschule Westküste:   
Alle Welt spricht von „Digitalisierung“ – doch was genau ist damit eigentlich gemeint?

Professor Dr. Thomas Wiemers:
Ursprünglich bedeutete „Digitalisierung“ die Umwandlung von analogen Informationen in eine digitale Repräsentanz: So wurde beispielsweise die Musik noch in analoger Form auf die Vinyl-Schallplatte gepresst und durch ein mechanisches Tonabnehmersystem wieder hörbar gemacht. Durch die Einführung digitaler Kompressionsmethoden wie MP3 wurde Musik „digital“: Wir hören heute Musik in digitaler Form auf CD, DVD oder in den verschiedenen Streaming-Kanälen „aus der Cloud“.
Heute fassen wir „Digitalisierung“ weiter – und zwar nicht nur in einem ingenieurwissenschaftlichen Sinn: „Digitalisierung“ steht für ganzheitliche Veränderung von Technik und Wirtschaft, aber auch von Kultur, Bildung und Politik durch digitale Technologien, Verwendung von großen Datenmengen in der Unternehmenslenkung und den „Digital Mastermind“. 

Fachhochschule Westküste:
Welche Bedeutung hat die Digitalisierung für Wirtschaft und Gesellschaft?

Professor Dr. Thomas Wiemers:
Bleiben wir bei dem Beispiel der Musikindustrie: Erwirtschaftete die deutsche Musikindustrie im Jahr 1997 noch einen Umsatz von mehr als 2,6 Mrd. €, betrug dieser im Jahr 2018 nur noch knapp 1,6 Mrd. €. Davon entfielen jedoch bereits 56,7 % auf digitale Formate wie Streaming oder Downloads. Der Song „Shape of you“ von Ed Sheeran wurde allein bei Spotify mehr als 1,8 Mrd. mal gestreamt – Zahlen, die deutlich machen, wie groß der Markt geworden ist. Unberücksichtigt bleiben die vielen Downloads über Tauschbörsen wie Napster, die in den 1990er Jahren gegründet wurden. Digitalisierung bedeutet hier eine völlige Verwerfung einer ganzen Industrie, das „Auftauchen“ neuer Mitspieler im Markt und von neuen Geschäftsmodellen aber auch Vernichtung ehemals profitabler Geschäftsmöglichkeiten – was man nur noch als totale Disruption bezeichnen kann.
Es geht also um Technologien, die als „Enabler“ notwendig sind wie Kompressionsverfahren, „sichere“ digitale Bezahlprozesse und „sichere“ Identitäten im Netz und innovative Speicher- und Distributionsverfahren, aber auch um Wertschöpfungsketten und letztendlich auch um Aspekte der Wirtschaftsethik: Ist es legal, legitim oder ethisch vertretbar, Musik im Netz zu tauschen?
Doch nicht nur in der Musikindustrie verändert die Digitalisierung nahezu alles: In der Automatisierungstechnik der Fertigungsindustrie erleben wir eine nahtlose „digitale“ Verzahnung von Auftraggeber und Auftragnehmer, „Losgröße 1“ in der Industrie4.0 ist nicht nur ein Schlagwort, sondern gelebte Realität im deutschen Mittelstand: klassische „Hardware“- Hersteller von Produkten oder Maschinen müssen sich neu erfinden und werden zu einem Software-House mit angeschlossener Fertigung. Neue Verfahren wie 3D-Druck revolutionieren die Fertigungslandschaft und verändern zum Beispiel logistische Abläufe in der Ersatzteilversorgung.
Früher wurden Banken repräsentiert durch Filialen und die Menschen, die in diesen Filialen arbeiteten, heute sind wettbewerbsfähige Banken IT-getrieben, man könnte auch überspitzt sagen IT-Firmen mit angeschlossenen Geldautomaten.
Neben diesen Veränderungen von Geschäftsmodellen und Wertschöpfungsketten spüren wir alle, wie wichtig Daten werden in Wirtschaft und Gesellschaft. Neue Daten-getriebene Industrien sind im Entstehen und andere existierende Industrien müssen sich weiterentwickeln. 

Fachhochschule Westküste:
Warum bietet der Fachbereich Technik unserer Hochschule nun einen Masterstudiengang zu diesem Themenfeld an?

Professor Dr. Thomas Wiemers:
Victor Hugo hat einmal gesagt: „Die Zukunft hat viele Namen: Für Schwache ist sie das Unerreichbare, für die Furchtsamen das Unbekannte, für die Mutigen die Chance.“
Seit der Gründung der Fachhochschule Westküste war es unser Ziel und unsere Verpflichtung, „Mutige“ auszubilden für eine erfolgreiche Tätigkeit im Beruf, für Menschen, die Chancen ergreifen und sich einbringen wollen.
Die Digitalisierung schafft eine „neue Zukunft“: Wissen und Bewusstsein um Veränderungen, Bedeutung aber auch Sicherheit von Daten, neue Wertschöpfungsmodelle, die Fähigkeit Chancen zu erkennen und Risiken managen zu können, aber auch Softskills wie „Unternehmertum“ oder eine StartUp-Mentalität bilden den „Digital Mastermind“. Es ist jetzt die richtige Zeit, für die Mutigen diese Chance zu eröffnen - durch den neuen Masterstudiengang „Wirtschaftsingenieurwesen – Digitale Wirtschaft“ an der FH Westküste.

Fachhochschule Westküste:
Was sind die wesentlichen Inhalte des Studiengangs - worum geht’s?

Professor Dr. Thomas Wiemers:
Der Masterstudiengang orientiert sich an aktuellen Gegebenheiten und Wünschen der Wirtschaft und an den notwendigen Veränderungen der digitalen Transformation, die die Wirtschaft gerade erfährt.
Mit zwei Kernstudienbereichen „Technologie- und Innovationsmanagement“ und „Digitale Wirtschaft“ legt der Studienaufbau mit hohem Praxisbezug einerseits den Schwerpunkt auf die Vermittlung technischer Kompetenzen bei der Modellierung, Innovation und Umsetzung von Digitalisierungsprozessen in Unternehmen und im Bereich Data Science, also bei der Nutzung von großen Datenmengen, in den unternehmerischen Kernprozessen und bei digitalen Fertigungsverfahren wie 3D-Druck. Andererseits vertiefen wir die vorhandenen Kenntnisse um wirtschaftswissenschaftliches Wissen im Bereich der Unternehmensführung im digitalen Zeitalter. Abgerundet wird unser Studienkonzept durch die Vermittlung von notwendigen Softskills wie Personalführung in digitalen Unternehmen oder Entrepreneurship also die Förderung von Unternehmertum und Gründergeist.
Für uns sind „Data Science“ und „Digitale Transformation“ primär keine Technologiethemen, sondern ein interdisziplinärer Ansatz, digitale Technologien und Wirtschaft leistungsstark miteinander zur digitalen Wirtschaft zu verbinden.

Fachhochschule Westküste:
Und danach? Welche beruflichen Perspektiven haben die Absolventinnen und Absolventen?

Professor Dr. Thomas Wiemers:
Es gibt nicht das EINE Berufsbild für den Wirtschaftsingenieur, der bei uns den Masterstudiengang erfolgreich abgeschlossen hat. Wir bilden Wirtschaftsingenieure mit „Digital Mastermind“ aus, die sowohl in den technischen als auch in den betriebswirtschaftlichen Abteilungen von Unternehmen oder im öffentlichen Dienst arbeiten können – von Industrie4.0 bis zu Data Analytics an der Schnittstelle zum Kunden: unsere Absolventinnen und Absolventen sind hervorragend qualifiziert für die Mitarbeit bei der Digitalen Transformation von Unternehmen, im technischen Projektmanagement, der Neu-Ausrichtung und Neu-Definition der wertschöpfenden Prozesse in den Unternehmen. Sie können im Business Development oder also Innovations-Manager arbeiten oder erste Linienverantwortung in der Unternehmensführung und -organisation übernehmen.
Es ist sicherlich nicht übertrieben zu sagen, dass unsere Absolventen hervorragende Berufsaussichten haben.

Fachhochschule Westküste:
Was macht den Studiengang besonders und warum sollte man – aus ihrer persönlichen Sicht - gerade an der FH Westküste studieren?

Professor Dr. Thomas Wiemers:
Die FH Westküste ist eine junge Hochschule in Schleswig-Holstein mit nur knapp 2.000 Studierenden. Dies führt zu kurzen Wegen und einem persönlichen Miteinander zwischen den Lehrenden und den Studierenden. Auch wenn wir uns im Studium sehr professionell mit großen Zahlen beschäftigen, ist der Studierende keine Zahl an unserer Hochschule, sondern wertgeschätzter Teil der Campus-Familie. 
Das Curriculum, also der Lehrplan des Master-Studiengangs ist entstanden in enger Zusammenarbeit mit der Industrie und dem öffentlichen Dienst. Er ist „leading edge“, top aktuell und beinhaltet beinahe schon einzigartig in Deutschland einen fächerübergreifenden Ansatz von technischen und betriebswirtschaftlichen Lerninhalten, angereichert mit der Vermittlung von Softskills für den „Digital Mastermind“. Auch kann der Master-Studiengang berufsbegleitend in Teilzeit absolviert werden. Das Präsenzstudium verlängert sich dann auf drei Jahre.
Unsere Hochschule ist an der Westküste Schleswig-Holsteins beheimatet – jedoch vernetzt mit der ganzen Welt. Die Studierenden partizipieren an diesem Netzwerk durch die enge Zusammenarbeit mit den Industrieunternehmen in praxisorientierter Forschung und in gemeinsamen Projekten.

Alle Informationen zum neuen Masterstudiengang „Wirtschaftsingenieurwesen – Digitale Wirtschaft“ an der Fachhochschule Westküste gibt es auf der Website https://www.fh-westkuste.de/wdw
Die Bewerbungsphase für alle Studiengänge läuft aktuell und noch bis zum 15. Juli. Informationen zur Bewerbung und Zulassung: https://www.fh-westkueste.de/studieninteressierte/bewerbung/


Studiengruppe aus Wien besucht die Fachhochschule Westküste

03. Mai 2019


Energiestandort Heide (Quelle: nordzuwort)

Welche Entwicklungen im Bereich der Erneuerbaren Energien nehmen am Standort Heide Gestalt an und welchen praktischen Herausforderungen stellt sich die Region Westküste dabei aktuell?

Mit diesen Fragen war eine Delegation internationaler Studierender auf Vermittlung der Entwicklungsagentur Region Heide an die Fachhochschule Westküste gekommen. Im Gespräch mit Dipl.-Ing. Volker Köhne, Geschäftsführer des Instituts für die Transformation des Energiesystems (ITE) der FH  Westküste, informierten sich die Besucherinnen und Besucher dann über die Entwicklungen im Bereich Wasserstofftechnologie, die Bestrebungen zur Umrüstung der Energieversorgung des Rüsdorfer Kamps durch das Projekt QUARREE 100 sowie das Projekt KEROSyN 100, in dem grünes Kerosin für den Hamburg Airport aus EE-Strom erzeugt werden soll. Auf besonderes Interesse stieß zudem die Einbindung des Energiestandorts Heide in einen größeren Kontext und die Diskussion von Fragen europäischer Energiemärkte etwa anhand des Nordlinks nach Norwegen oder des Stromaustausches mit Österreich.

Im Abschluss das Gespräch nahmen die Gäste noch die Gelegenheit wahr, sich im Lehr- und Ausstellungsgebäude der FH Westküste  Innovationen im Bereich der Gebäudetechnik anzuschauen, bevor sie zur nächsten Station ihrer Studienreise aufbrachen.

Die Besucherinnen und Besucher studieren im internationalen Master-Studienprogramm „Renewable Energy Systems“, das von der TU Wien in Kooperation mit dem Energiepark Bruck/Leitha durchgeführt wird. Für das Programm qualifizierten sich die Studierenden durch einen akademischen Abschluss und eine mindestens zweijährige Berufserfahrung.


Dreifacher Rückenwind - Triales Modell Betriebswirtschaft an der FH Westküste

24. April 2019


Vivian Lohse

Als Vivian Lohse nach Ende ihrer Berufsausbildung ihr Studium an der Fachhochschule Westküste begann, stieg sie direkt ins dritte Semester ein. Dass dies so funktioniert, verdankt die 22jährige einem einzigartigen Ausbildungsweg – dem Trialen Modell Betriebswirtschaft.

Mehr als 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in mehr als zwei Jahrzehnten sprechen dabei eine eindeutige Sprache: Der Bildungsweg, der auf einer Kooperation der Heider Hochschule mit den örtlichen Berufsschulen und Ausbildungsbetrieben in Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen basiert, hat sich bewährt. In den Ausbildungsrichtungen Bank, Steuern und Industrie kombiniert das Triale Modell eine zweijährige Berufsausbildung in einem Kreditinstitut, einem Steuerberatungsunternehmen oder einem Industriebetrieb mit einem anschließenden Studium an der FH Westküste. Nach bestandener Ausbildungsprüfung starten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im dritten Semester des Studiengangs Betriebswirtschaft. Aufgrund des abgestimmten Berufsschullehrplans werden Teile der theoretischen Ausbildung für das Studium anerkannt, sodass in verkürzter Dauer ein vollwertiges Studium absolviert wird. Es ermöglicht so besonders engagierten und qualifizierten Abiturientinnen und Abiturienten, einen Berufsabschluss und den Bachelor in Betriebswirtschaft in nur vier Jahren zu erwerben. Der Kontakt zum Unternehmen geht dabei nicht verloren, denn es ist möglich, beispielweise das Praxissemester dort zu verbringen oder seine Abschlussarbeit im Unternehmen zu schreiben.

Für Vivian Lohse, die ihre Ausbildung bei der Salvana Tiernahrung GmbH in Klein Offenseth-Sparrieshoop absolviert hat, ist der Weg so attraktiv wie anspruchsvoll:

„Ohne viel Fleiß geht natürlich nichts. Aber gerade durch die enge Verbindung zwischen Unternehmen, Schule und Hochschule laufen Theorie und Praxis eng zusammen. Und das hilft beim Lernen enorm.“

Die Bewerbungsfrist für das Triale Modell Betriebswirtschaft startet wieder am 30. April und geht bis zum 15. Juli. Alle Informationen zum Ausbildungsweg und eine Übersicht der bislang teilnehmenden Ausbildungsbetriebe unter: www.fh-westkueste.de/tm. Für ein persönliches Beratungsgespräch stehen Kerstin Tetens und Kristin Oldenburg von der FH Westküste unter 0481 8555 560 oder per Mail: tm(at)fh-westkueste.de gern zur Verfügung.


MINT:PINK an der FH Westküste

29. März 2019

Wie wird aus Mathe Musik? Wie ist eine Batterie aufgebaut und wie fahren Autos mit Wasserstoff? Und ist Billard nicht einfach auch nur Berechnung? Diese und viele weitere Fragen standen in den Laboren der Veranstaltungsreihe „mint:pink“ an der Fachhochschule Westküste im Fokus. 58 Schülerinnen Norderstedter Gymnasien waren hierfür nach Heide an die Hochschule gekommen und erlebten einen Tag mit spannenden Workshops voller lebendiger Experimente.

Mint:pink ist ein Mutmachprogramm an dem jährlich bis zu 250 Mädchen aus der Mittelstufe aus 18 Schulen aus Hamburg, Norderstedt und Bremerhaven teilnehmen. Nach einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung besuchen sie an insgesamt fünf Labor- und Exkursionstagen Unternehmen und Forschungseinrichtungen, probieren aus und befragen Mitarbeiter vor Ort. Ziel ist es, das Interesse für MINT-Fächer zu wecken, weiter zu fördern und die teilnehmenden Mädchen zu ermutigen, sich mit Blick auf Studium oder Beruf an diese Bereiche zu wagen. Die FH Westküste beteiligt sich bislang als einzige Hochschule in Schleswig-Holstein an diesem Programm.

Franziska Schneidewind aus dem Fachbereich Technik der FH Westküste hat den Labortag vor Ort organisiert. Sie zieht eine überaus positive Bilanz:

„Die Veranstaltung hat uns enorm Freude bereitet. Wir sind beeindruckt, mit welcher Ernsthaftigkeit die Mädchen an technischen Themen interessiert sind und was sie sich selbst zutrauen. Natürlich würden wir uns freuen, wenn sich die Schülerinnen diese Neugier bewahren und später auch beruflich in eine technische Richtung gehen. Wir werden das Programm auch im kommenden Jahr gern wieder unterstützen.“


6c entdeckt die FH Westküste

28. März 2019

25 Schülerinnen und Schüler aus der Klasse 6c des Heider Werner-Heisenberg-Gymnasiums haben gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Antonia Meyer die Fachhochschule Westküste besucht, um die Hochschule kennenzulernen und Einblicke zu bekommen, wie Technik nicht nur unser Leben beeinflusst, sondern gleichzeitig jede Menge Spaß bringen kann.

Nach der Begrüßung durch den Roboter „Lee“ begab sich die Klasse auf eine bunte Entdeckungstour durch verschiedene Bereiche der Hochschule. Den Anfang machte das Thema 3D-Drucktechnik, wobei insbesondere Comicfiguren bei den Schülerinnen und Schülern der Renner waren. Nachfolgend ging es in die Bibliothek, in welcher für die Kinder eine kleine Rallye vorbereitet war, die sie durch alle drei Etagen der Einrichtung führte. Allein die Menge der vorhandenen Bücher führt dabei zu vielen staunenden Augen. Den krönenden Abschluss bildete eine Station, bei welcher die Kinder erfuhren, wie es die Playstation 4 in Kombination mit entsprechenden Brillen möglich macht, Virtual Reality zu erleben. Die Begeisterung, dies dann auch noch selbst ausprobieren zu können, war entsprechend groß. Gegen Mittag endete für die 6c ein erlebnisreicher Tag an der Fachhochschule Westküste.


Studieren probieren – Schnupperstudium an der FH Westküste

14. März 2019


Mittendrin - Schnupperstudium an der FH Westküste

Auch in diesem Jahr öffnet die Fachhochschule Westküste wieder ihre Vorlesungen für alle Studieninteressierten. Schüler und Schülerinnen der allgemeinen und beruflichen gymnasialen Oberstufe sowie der Fach- und Berufsoberschulen haben in den Osterferien die Möglichkeit auszuprobieren, wie es sich anfühlt, Studierender zu sein. Beim Schnupperstudium lernen sie den Campus in Heide kennen und können gleichzeitig den richtigen Studiengang für sich finden.

In den vergangenen sechs Jahren erfreute sich das Schnupperstudium über die Landesgrenzen Schleswig-Holsteins hinaus großer Beliebtheit. Mit über 200 Teilnehmenden  in Vorlesungen, Übungen und Laboren wurden die Raumkapazitäten der Heider Hochschule ausgelastet. Die „Schnuppis“ gaben der Fachhochschule Westküste dabei stets gute Noten und waren insbesondere davon begeistert, dass sie „live“ im Studienalltag dabei sein konnten.

Aufgrund der wachsenden Nachfrage wird das Schnupperstudium in diesem Jahr in beiden Wochen der Osterferien angeboten. Studieninteressierte können vom 9. - 11. April und vom 15. - 17. April erste Eindrücke eines Studienalltags gewinnen. Das Angebot der FH Westküste ist dabei umfangreich:

Im Fachbereich Wirtschaft bieten die Studiengänge Betriebswirtschaft, Immobilienwirtschaft, International Tourism Management, Wirtschaftsrecht und Wirtschaftspsychologie einen breiten Überblick über die Studienmöglichkeiten in den Wirtschaftswissenschaften. Im Fachbereich Technik öffnen neben dem „Klassiker“ Elektrotechnik und Informationstechnik auch der fächerübergreifende Studiengang Management und Technik sowie der Studiengang Umweltgerechte Gebäudesystemtechnik die Pforten.
Zusätzlich erfahren die Studieninteressierten in Informationsveranstaltungen alles Wichtige zu den Themen Bewerbung und Zulassung, Finanzierung oder Studieren im Ausland. Jetzige Studierende berichten über ihre Erfahrungen, das Studentenleben in Heide, über ihr persönliches Studium oder über ihr Praxis– und Auslandssemester. Natürlich stehen Professoren, Studierende und Mitarbeiter jederzeit für Fragen zur Verfügung.

Sie wollen am Schnupperstudium teilnehmen? Alle Informationen zur Anmeldung und den Veranstaltungsplan erhalten sie unter www.fh-westkueste.de/schnupperstudium.
Für Rückfragen stehen Ihnen Sandra Klatte oder Janin Damms aus der Studienberatung/Zulassung zur Verfügung. Tel.: 0481/8555-141 oder -133. E-Mail: beratung(at)fh-westkueste.de


Für MINT-Fächer begeistern – Schulen und FH Westküste im Austausch

08. März 2019


Lehrkräfte zu Besuch an der FH Westküste

Junge Menschen für technische Themen und Berufe zu begeistern ist eine große Herausforderung. Trotz herausragender Karriereaussichten in attraktiven Arbeitsgebieten rund um Digitalisierung und die All Electric Society sind ausgebildete Ingenieurinnen und Ingenieure Mangelware. Vertreter von Fachhochschule Westküste und Schulen der Region haben sich nun getroffen, um den Zuspruch der Schülerinnen und Schüler für MINT-Fächer gemeinsam noch verstärkter zu fördern.

Der Einladung von Dominik Johänntgen, Kreisberufskoordinator für Berufsorientierung in Dithmarschen und Nordfriesland, und Professor Dr.-Ing. Alfred Ebberg von der FH Westküste, sich über aktuelle Projekte und Wünsche der Schulen für Kooperationen auszutauschen, folgten Lehrkräfte  vom Gymnasium Heide-Ost, der Meldorfer Gelehrtenschule, der Gemeinschaftsschulen in Heide und Meldorf, der Klaus-Groth-Schule sowie des BBZ Dithmarschen.

Im Rahmen des Besuchs der Heider Hochschule wurde nicht nur eine Studie zur Arbeitsmarktsituation von Ingenieuren besprochen, sondern vor allem bestehende und neue Projekte der FH Westküste für Schulen vorgestellt. So ist in den Herbstferien ein „Tag der Technik“ geplant, der sich an Schülerinnen und Schüler ab der 10. Klasse richtet. Ein gemeinsamer Rundgang durch verschiedene Labore brachte neue Ideen, wie die FH Westküste im Schulalltag unterstützen kann. In der anschließenden Diskussion hatten die Lehrkräfte sehr konkrete Vorschläge für weitere Kooperationen: technische Wettbewerbe – auch für die Mittelstufe – sowie eine intensivere Nutzung der Hochschullabore im Rahmen von Projekttagen waren einige der geäußerten Anregungen. Aber auch die Einbindung von Lehrenden und Absolventen in den Unterricht war ein wichtiges Anliegen, denn es  bestand Einigkeit darüber, dass „echte“ Menschen mit ihren persönlichen Geschichten am besten geeignet sind, Jugendliche für das Thema Technik zu begeistern.

Die Fachhochschule Westküste beabsichtigt, den Austausch mit den Lehrkräften von Schulen der Region zur Förderung der MINT-Fächer fortzusetzen bzw. regelmäßig anzubieten und lädt interessierte Schulen hierzu ein, sich an die Hochschule zu wenden. Als Ansprechpartnerin steht Franziska Schneidewind unter E-Mail: schneidewind(at)fh-westkueste.de gern zur Verfügung.


Gesund durchs Studium – Studierende der FH Westküste entwickeln Projektideen

01. März 2019

Masterstudierende mit Tark Oussayfi (l.) und
Björn Sörensen (3.v.l.) von der Techniker Krankenkasse

Vorlesungen, Bibliothek, viel Zeit am Schreibtisch – ein Studium ist häufig mit mangelnder Bewegung verbunden. Wenn dann noch schlechte Ernährung oder fehlende Erholungs- und Entspannungsphasen dazu kommen, sind gesundheitliche Probleme vorprogrammiert.

Studierende des Masterstudiengangs Wirtschaftspsychologie an der Fachhochschule Westküste haben gemeinsam mit ihrer Dozentin, Professorin Dr. Susanne Liebermann, ihre Kommilitonen zu deren Gesundheitsverhalten befragt. Dabei wurde deutlich, dass auch im Studium gilt: gesundes Verhalten zahlt sich aus. So fühlen sich Studierende nicht nur dann gesünder, wenn sie sich viel bewegen, auch ein bewusster, selbstbestimmter Umgang mit Medien und gutes Zeitmanagement sind mit geringerem Stressempfinden und besserer Gesundheit verbunden. Auf Grundlage der Befragungsergebnisse leiteten die Studierenden Ziele für ein Programm ab, mit dem sich das Gesundheitsbewusstsein und -verhalten der Studierenden verbessern lässt. Dabei stehen konkrete Maßnahmen im Fokus. Die Ideen reichen von Plakataktionen und Workshops zur Mediennutzung bis hin zu Bewegungsangeboten auf dem Campus der Heider Hochschule.

Die Konzepte und Ergebnisse ihrer Arbeit haben die Studierenden nun mit Experten der Techniker Krankenkasse diskutiert. Tark Oussayfi und Björn Sörensen waren beeindruckt von den fundierten und kreativen Ideen der Studierenden. Viele der Maßnahmen waren ihrer Meinung nach so gut ausgearbeitet, dass sie erfolgversprechend umsetzbar wären.


Prof. Dr. Susanne Liebermann

Professorin Dr. Susanne Liebermann zeigt sich stolz auf die Arbeit ihrer Studierenden. Sie macht deutlich, warum das Thema für angehende Wirtschaftspsychologen so bedeutend ist: „Gesundheitsmanagement gewinnt nicht zuletzt im betrieblichen Kontext stark an Bedeutung. Unter anderem durch den demographischen Wandel setzen Arbeitgeber auf Maßnahmen, die es ihren Arbeitnehmern ermöglichen, langfristig in der Arbeitswelt 4.0. gesund und arbeitsfähig zu bleiben und Herausforderungen mit gestärktem Gesundheitsbewusstsein zu begegnen. Unsere Studierenden lernen, wie die Motivation, auf die eigene Gesundheit zu achten, gesteigert werden kann und wie Rahmenbedingungen so gestaltet werden, dass der Einzelne aktiv seine Gesundheit stärken kann. Diese Kompetenzen sind für Führungskräfte der Zukunft unabdingbar.“

Welche Ideen der Studierenden an der FH Westküste umgesetzt werden, soll nun gemeinsam mit hochschulinternen Vertretern entschieden werden.


Deutschkurs für Flüchtlinge mit Studieneignung

28. Februar 2019

Zielgerichtetes Vorbereitungsangebot in der Westküstenregion


Propädeutikumskurs mit Dozentin Elisabeth Petersen (1.Reihe, 2.v.l.)

Ab dem Wintersemester 2019 bietet die Fachhochschule Westküste erneut ein Propädeutikum für 25 studiengeeignete Flüchtlinge an.

Den Schwerpunkt bildet ein intensiver Deutschkurs, der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über zwei Semester in Vollzeit sprachlich auf die Aufnahme eines Studiums vorbereitet. Hierzu werden die Niveaustufen B2 und C1 nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen durchlaufen. Darüber hinaus bekommen die Teilnehmenden in der Schlussphase des Kurses die Möglichkeit, die für Hochschulzulassungen breit anerkannte Sprachprüfung „telc C1 Hochschule“ abzulegen.
Ergänzend finden Orientierungs- und Trainingsveranstaltungen statt, um die spätere Studien- und Berufswahl zu unterstützen. Von Seiten der Fachhochschule Westküste werden zusätzliche Informationen zum Studium und Vorbereitungskurse für ein späteres Fachstudium angeboten.

„Das besondere an unserer Herangehensweise ist, dass wir den Teilnehmenden Entscheidungshilfen mit auf den Weg geben und ihnen Möglichkeiten bieten, eine reflektierte Auswahl zu treffen“ berichtet Antje Korthals, Leiterin des Akademischen Auslandsamtes an der FH Westküste.

Weitere Informationen zum Propädeutikum und zu den Bewerbungsformalitäten sind im Refugee-Bereich der Website der FH Westküste unter https://www.fh-westkueste.de/international/refugees/   sowie auf Englisch unter https://en.fh-westkueste.de/international/refugees/ zu finden. Bewerbungen für das Propädeutikum werden vom 01.03. bis 15.07.2019 (Posteingang) entgegengenommen.

Für Rückfragen steht Anne-Katrin Beck vom Akademischen Auslandsamt der Fachhochschule Westküste gerne zur Verfügung (Tel. 0481-8 555-173, E-Mail: aaa(at)fh-westkueste.de).


Student Christoph Vogt mit Industriepreis ausgezeichnet

15. Februar 2019


Prof. Dr.-Ing. Klaas Völtzer (FH Westküste), Wolfgang Gerlach (Siemens AG), Preisträger Christoph Vogt, Prof. Dr.-Ing. Reiner Schütt (Vizepräsident FH Westküste) v.l.n.r.

Den Industriepreis für die herausragende Abschlussarbeit des Jahres 2018 im Fachbereich Technik der Fachhochschule Westküste erhält Christoph Vogt für seine Bachelorarbeit „Erstellung eines Energiekonzepts für das Berufsbildungszentrum in Heide“. Der Preis ist mit 1.500,- Euro dotiert.

Die Jury, bestehend aus Vertretern von Industrie und Hochschule, würdigte die Arbeit, welche anhand des komplexen Neubauvorhabens des Berufsbildungszentrums Heide (BBZ) die integrale Entwicklung nachhaltiger Konzepte zur Wärme- und Kälteversorgung zeigt. Die Arbeit vergleicht dazu zwei Konzepte des bautechnisch und von den Nutzeranforderungen her äußerst aufwändigen Gebäudes mit Atrium/Aula, großen Fensterflächen, Einzel- und Gruppenbüros sowie Räumen mit Sondernutzung für Seminare, EDV, Videokonferenzen und einen Raum der Stille. Auf der Basis berechneter Heiz- und Kühllasten für die Auslegung der Anlagentechnik sowie einer dynamischen Gebäudesimulation werden die beiden Konzepte - reversible Wärmepumpe und Blockheizkraftwerk  in Kombination mit einer Absorptionskälteanlage - hinsichtlich ihrer energetischen Qualität, Gesamtwirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit in Bezug auf erzeugte CO2-Emissionen untersucht. Neben der gebäudetechnischen Betrachtung werden dabei auch rechtliche Aspekte (Gebäudeenergiegesetz und Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz) mit untersucht und berücksichtigt.

Die Arbeit zeigt nach Auffassung der Jury damit vorbildhaft und preiswürdig die Erstellung nachhaltiger Energiekonzepte für zukunftsfähige und nutzerfreundliche Gebäude. Überzeugt hat besonders, wie Christoph Vogt die außerordentlich umfangreiche und integrale Bewertung der untersuchten Varianten entwickelt und als angehender Ingenieur darstellt. Die Arbeit hebt sich insbesondere deshalb  ab, weil sie neben den technischen Aspekten sowohl die betriebswirtschaftlichen als auch rechtlichen Fragen zur Behandlung der gebäudetechnischen Aufgabe umfasst.

Professor Dr. Reiner Schütt, Vizepräsident der FH Westküste und Mitglied der Jury, fasst zusammen:

„Die Arbeit von Christoph Vogt ist ein tolles Beispiel dafür, wie praxisnah das Studium an unserer Fachhochschule ist. Das Projekt ist dabei typisch für die Arbeiten eines Ingenieures in einem mittelständischen Unternehmen der Region, in diesem Fall für die Pahl und Jacobsen GmbH in Heide. Wirtschaft und Wissenschaft gehen hier Hand in Hand.“

Die Auszeichnung wurde in dieser Woche im Rahmen des jährlichen Automatisierungsforums an der Heider Hochschule durch Wolfgang Gerlach von der Siemens AG, Hamburg, an Christoph Vogt übergeben. Christoph Vogt hat sein Studium der Umweltgerechten Gebäudesystemtechnik an der FH Westküste inzwischen erfolgreich beendet und nun ein Masterstudium angeschlossen.


Die Zukunft im Blick – volles Haus bei den 10. Berufsorientierungstagen

12. Februar 2019


Volles Haus bei den Berufsorientierungstagen

Fast 700 Schülerinnen und Schüler aus allgemeinbildenden Gymnasien und Gemeinschaftsschulen mit gymnasialer Oberstufe aus Dithmarschen, Steinburg und Eiderstedt waren in der vergangenen Woche in der Heider Fachhochschule zu den Berufsorientierungstagen zu Gast.
Die Veranstaltung, welche die Fachhochschule Westküste gemeinsam mit der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Heide organisiert, feierte dabei ihr zehnjähriges Jubiläum.

Die Schülerinnen und Schüler, die ihr Abitur im Jahr 2021 anstreben, wurden im ersten Teil der Veranstaltung zunächst durch Vorträge der Hochschule sowie den Berufsberatern der Agentur für Arbeit grundlegend an die Themen „Wege nach dem Abitur – Schwerpunkt Ausbildung“ und „Studieren – was heißt das?!“ herangeführt. Dabei galt es, einen Überblick über die bestehenden Möglichkeiten zu geben und beispielsweise Fragen nach der Wahl des richtigen Studiums oder Ausbildungsplatzes zu beantworten sowie Tipps zur Entscheidungsfindung mitzugeben. Gleichzeitig wollten Hochschule und Agentur für Arbeit aufzeigen, warum es wichtig ist, sich bereits frühzeitig Gedanken über die eigenen Vorstellungen und Ziele zu machen, auch wenn das Abitur für die meisten Jugendlichen noch „weit weg“ erscheint.

Nachfolgend ging es für die Schülerinnen und Schüler im zweiten Teil dann in die Praxis. Vertreter zahlreicher Unternehmen und Institutionen der Region waren mit Personalverantwortlichen oder Ausbildern sowie eigenen Auszubildenden vor Ort. Sie berichteten den Jugendlichen, welche Erwartungen ihre Firmen heutzutage an Bewerberinnen und Bewerber haben und welche Anforderungen sie stellen. Neben allgemeinen Punkten des Auftretens oder des Erscheinungsbildes gaben die Unternehmen auch Einblicke, wie Auswahlverfahren ablaufen und die ersten Schritte im Leben eines Auszubildenden aussehen.

Mit dabei waren in diesem Jahr Covestro, die Dithmarscher Volks- und Raiffeisenbank, die Göpfert AG, die Handwerkskammer Flensburg, die Itzehoer Versicherungen, der Kreis Dithmarschen, die Steuerberatung Kittendorf sowie das Westküstenklinikum Heide.

Für die Schülerinnen und Schüler bot der Tag ein buntes Informationsprogramm, das die Jugendlichen sehr interessiert aufnahmen und viele eigene Fragen einbrachten.

„Die Berufsorientierungstage an der Fachhochschule Westküste sind ein Forum, um Schülern einen Überblick über ihre Entwicklungsmöglichkeiten zu geben und sich über die Anforderungen der Wirtschaft klarer zu werden. Gleichzeitig können die Unternehmen in Zeiten des Fachkräftemangels die Schüler dafür begeistern, sich mit ihren Stärken, den Ansprüchen, aber auch den Chancen des Ausbildungs- und Arbeitsmarktes auseinanderzusetzen.“ meint Alexa Urban, Beraterin für Abiturienten bei der Agentur für Arbeit.

Carsten Friede, Sprecher der FH Westküste, ergänzt: „Der Zuspruch, den unsere Berufsorientierungstage  seitens der Schulen und der Arbeitgeber erfahren, freut uns ganz besonders. Gemeinsam mit der Berufsberatung der Agentur für Arbeit können wir als Hochschule den Schülerinnen und Schülern in diesem Rahmen nicht nur viele grundsätzliche Informationen für ihre Zukunftsplanung geben, sondern ihnen insbesondere auch aufzeigen, welche attraktiven Möglichkeiten unsere Region für sie bereithält.“

Im September erwarten die Hochschule und die Agentur für Arbeit die Jugendlichen erneut an der FH Westküste. Im Rahmen der Veranstaltung „Studieren lohnt sich“ werden dann die Möglichkeiten, ein Studium aufzunehmen vertieft und mit vielen praktischen Eindrücken unterfüttert.


Studierende der FH-Westküste testen Heider Gastronomie auf Barrierefreiheit

24. Januar 2019

Dr. Carsten Dethlefs (Reihe hinten, 2.v.l.) mit seinen Studierenden

Im Rahmen der Vorlesung "Menschen mit Behinderung als Zielgruppe - Barrierefreiheit als Wettbewerbsvorteil" hat eine Gruppe Studierender des 5. Semesters Betriebswirtschaft der Fachhochschule Westküste mehrere Restaurants in Heide auf deren Barrierefreiheit untersucht. Auch die Mensa auf dem Campus der Hochschule wurde so unter die Lupe genommen.

Unter der Leitung von Dr. Carsten Dethlefs erarbeiteten die Studierenden zunächst einen Kriterienkatalog, anhand dessen die Überprüfung von sechs Lokalen vorgenommen werden sollte. Auffindbarkeit, Nutzbarkeit, Zugänglichkeit sowie die Serviceleistung des Personals standen dabei im Fokus. Anschließend testeten die Studierenden in Zweiergruppen die einzelnen Restaurants, wobei sie beispielsweise die Tischhöhen mit Blick auf das Heranfahren mit einem Rollstuhl prüften oder mit Hilfe von Augenbinden eine Blindheit simulierten.

Die Ergebnisse des Tests waren durchaus positiv. Besonders der „Marktpirat“ konnte durch stufenlosen Zugang und sehr hilfsbereites Personal umfassend überzeugen. Bei keinem der geprüften Restaurants wurden erhebliche Mängel in Bezug auf die Barrierefreiheit festgestellt. Verbesserungsbedarf fiel bei den Speisekarten auf, die online meist nicht optimal auffindbar sind. Die entsprechenden Hinweise gaben die Tester unmittelbar nach ihrem Versuch an die Restaurants weiter.

Dr. Carsten Dethlefs verdeutlichte: „Barrierefreiheit sollte nicht als politischer Zwang verstanden werden. Sie ist vielmehr ein wichtiger Aspekt, im Wettbewerb erfolgreich zu bestehen. Es hat uns gefreut, dass diese Überzeugung in allen getesteten Restaurants spürbar war.“


Deutschlandstipendien übergeben

21. Januar 2019


Stipendiaten, Förderer und Vertreter der FH Westküste

Dreizehn Studierende der Fachhochschule Westküste in Heide freuen sich über eine Förderung durch ein Deutschlandstipendium. Diese Zahl ist ein neuer Rekordwert für die Hochschule. Die Stipendien wurden nun im Beisein der Förderer feierlich übergeben.

Für das Deutschlandstipendium erklären sich Firmen, Institutionen oder Privatpersonen bereit, besonders leistungsstarke und engagierte Studierende mit monatlich 150 Euro zu fördern. Diese Summe wird dann durch den Bund verdoppelt. Das Geld hilft den jungen Frauen und Männern beispielsweise dabei, die Miete für das Wohnheim zu zahlen oder Fachliteratur anzuschaffen und erlaubt es so, sich weiter voll und ganz auf das Studium zu konzentrieren.

Im Rahmen der Übergabezeremonie machte Professor Dr. Reiner Schütt, Vizepräsident der Fachhochschule Westküste, deutlich, dass die Stipendien nicht zuletzt Ausdruck der engen Verbundenheit zwischen der Hochschule und den regionalen Unternehmen sowie engagierten Stiftungen seien. Die Stipendien wurden dabei erstmals auf einer Abendveranstaltung außerhalb der Hochschule übergeben, um die Bedeutung der Förderung noch mehr zu unterstreichen. Stipendiaten, Vertreter der Hochschule und Förderer nutzten die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und erste Ideen auszutauschen, um regelmäßig weiter in Verbindung zu bleiben.

Die Fachhochschule Westküste bedankt sich, auch im Namen der geförderten Studierenden, für die Übernahme von fünf Stipendien bei der Prof. Dr. Werner Petersen-Stiftung sowie für zwei Stipendien bei der Alfaref GmbH. Jeweils ein Stipendium übernahmen die Werkleiterrunde des ChemCoast Park Brunsbüttel/ Brunsbüttel Ports GmbH, Vishay BCComponents Beyschlag GmbH, der Verband der Schleswig- Holsteinischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. – VSHEW sowie die Fiehn-Stiftung der Stadt Rendsburg. Das Förderforum der Fachhochschule Westküste übernahm zwei Stipendien*.

*in einer früheren Version dieser Medieninformation haben wir geschrieben, das Förderforum habe nur ein Stipendium übernommen. Wir haben dies korrigiert.


Abitur und dann…? Wie kann ich mein Kind bei der Entscheidung unterstützen?

17. Januar 2019

Eltern sind bei Entscheidungen für die berufliche Zukunft häufig die wichtigsten Ratgeber. Angesichts von etwa 330 anerkannten Ausbildungsberufen und knapp 10.000 Studienangeboten ist es jedoch leicht, die Übersicht zu verlieren und nahezu unmöglich, selbst Antworten auf alle Fragen zu haben.

Am Dienstag, den 29. Januar, findet um 19 Uhr im Werner-Heisenberg-Gymnasium (WHG) ein Informationsabend für Eltern statt. Ausrichter sind die Fachhochschule Westküste und die Berufsberatung der Heider Agentur für Arbeit.

Die Veranstaltung richtet sich an dithmarscher Eltern, deren Kinder die gymnasiale Oberstufe besuchen und 2020 ihr Abitur oder ihre Fachhochschulreife erlangen. Sandra Klatte (Leiterin der Studienberatung der FH Westküste), Claudia Schlüter und Alexa Urban (Beraterinnen für akademische Berufe bei der Agentur für Arbeit) sowie Fabian Bagutzki (WHG) informieren über Wege nach dem Abitur sowie die beruflichen Möglichkeiten durch Ausbildung und Studium. Darüber hinaus zeigen die Referenten auf, welche zeitlichen Abläufe zu beachten sind und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um den richtigen Studiengang oder die richtige Ausbildung zu finden.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die mittelständische Logistik fit für die digitale Zukunft machen – Kooperationsveranstaltung an der FH Westküste

06. Dezember 2018

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