Auftrag
und Ziel

Am 28. Februar hat die damalige schleswig-holsteinische Ministerpräsidentin Heide Simonis bei der Grundsteinlegung der FH Westküste unter anderem eine Urkunde in den Grundstein eingelassen. In dieser Urkunde ist der regionalpolitische Auftrag der Neugründung programmatisch formuliert:

"Regionalpolitisch erhält die Westküste einen neuen technologischen Kristallisationspunkt zur Förderung des Technologie-Transfers und zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in der Region."

Im Jahre 2012 hat die FHW diesen Auftrag bekräftigt und unter der Schirmherrschaft des Unternehmensverbandes Unterelbe-Westküste mit den vier Westküsten-Landkreisen Pinneberg, Steinburg, Dithmarschen und Nordfriesland einen Kooperationsvertrag abgeschlossen. In diesem Vertrag ist detailliert dargestellt, wie die FHW ihrem Auftrag nachkommt und was die Landkreise dazu beitragen können, "ihre" öffentliche Hochschule zu fördern.

Die Angehörigen der FHW haben in einem Strategieprozess 2014/2015 ihr Leitbild aus dem Jahre 2001 fortgeschrieben und mit Unterzeichnung der Zielvereinbarung mit dem Land Anfang 2016 verbindlich die strategische Ausrichtung der Fachhochschule Westküste 2016 – 2025 verabschiedet. Dabei wurde auch der regionalpolitische Auftrag aktualisiert:

„Regionalpolitisch bildet die FHW einen wirtschaftlich-technischen Kristallisationspunkt zur Förderung des akademischen Wissenstransfers und gleichermaßen der Hochschulbildung mit dem Ziel der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, Institutionen und weiteren Wirtschaftseinheiten im westlichen Teil Schleswig-Holsteins.“

Die Entwicklung der FHW

Die Weiterentwicklung der Hochschulen in Schleswig-Holstein erfolgt durch Zielvereinbarungen zwischen Hochschulen und dem Land. Für konkrete mit Kennzahlen belegten Zielen erhalten die Hochschulen so zeitlich befristete zusätzliche Finanzmittel vom Land, deren dauerhafte Gewährung bei Zielerreichung in Aussicht gestellt wird. Für den Zeitraum 2014 - 2018 wurden Ziele aus den Bereichen Studiendauer, Drittmittelförderung, Wissens- und Technologietransfer, Gleichstellung und Internationalisierung mit dem Land festgelegt.

Unter anderem heißt es in der derzeitig gültigen Zielvereinbarung der FH Westküste:

Die Fachhochschule Westküste ist in besonderer Weise den wechselseitigen Austauschprozessen mit der Wirtschaft verpflichtet, vor allem mit der Region Unterelbe-Westküste. Für diese Region nimmt die Fachhochschule Westküste eine wichtige infrastrukturelle Funktion ein. Aus diesem Grunde will die Fachhochschule Westküste ihre bisherigen gesetzten Akzente in den Fachbereichen Wirtschaft und Technik erhalten und sichern. Hierzu zählen insbesondere die Bachelor-Studiengänge Wirtschaftspsychologie und Umweltgerechte Gebäudesystemtechnik.

Im Bereich der Master-Studiengänge strebt die Hochschule an […] den interdisziplinären Masterstudiengang „Green Energy“ anzubieten; dieses Studienangebot soll insbesondere Bachelor-Absolventen/innen der Studiengänge Wirtschaft und Recht, Betriebswirtschaft und Management und Technik offen stehen.

Darüber hinaus strebt die Hochschule an, federführend den […] Masterstudiengang im Bereich „Automatisierungstechnik“ nunmehr in Kooperation mit der Fachhochschule Flensburg anzubieten. […]

Die Fachhochschule Westküste weist aufgrund der erwähnten regen Austauschprozesse mit der Wirtschaft ein weit überdurchschnittlich hohes relatives Drittmittelaufkommen auf, welches durch eine dahinter stehende Forschungs- und Entwicklungstätigkeit (Tourismus- und Marktforschung, Regionalentwicklung, Personalentwicklung und Sozialforschung, Industrielle Bildverarbeitung, Simulation und Modellbildung, Elektronische Systeme, Verfahrensautomation, Smart Grids) und einen erfolgreichen Wissenstransfer untermauert ist.

Darüber hinaus beteiligt sich die Hochschule bereits seit mehreren Jahren erfolgreich an der Durchführung kooperativer Promotionen. Um diese Aktivitäten auch über die Region hinaus noch besser sichtbar zu machen, strebt die Hochschule an, zwei Forschungsschwerpunkte zu entwickeln, welche die Kriterien für die Aufnahme in die hochschulartenübergreifende deutsche Forschungslandkarte erfüllen.

Der geplante Forschungsschwerpunkt „Empirische Wirtschafts- und Sozialforschung“ (Arbeitstitel) soll die vorhandenen Forschungs-, Entwicklungs- und Transferaktivitäten in den Bereichen Tourismus (Institut IMT), Marketing (Institut: regioMAR) sowie weiteren Feldern (z.B. Wirtschaftspsychologie) bündeln. […]

Der geplante Forschungsschwerpunkt „Intelligente eingebettete Systeme“ soll die vorhandenen Forschungs-, Entwicklungs- und Transferaktivitäten in den Bereichen Industrielle Bildverarbeitung, Energiesysteme/Netzintegration (Mitglied im Cluster Erneuerbare Energien Metropolregion Hamburg), Elektronische Systeme (Konsortiumsmitglied Kompetenzzentrum Leistungselektronik für SH, Partner Fraunhofer-Arbeitsgruppe Mikrosysteme für neuen Mensch-Maschine-Schnittstellen), Automatisierungstechnik sowie weiteren Feldern bündeln. […]