Auslandssemester
BWL (Bachelor)

Auslandserfahrung erweitert den Horizont, fördert die interkulturelle Kompetenz und die Sprachkenntnisse – und wird von immer mehr Arbeitgebern gefordert. Daher ermuntern wir unsere Studierenden dazu, ein Auslandssemester zu absolvieren und unterstützen sie bei der Organisation. Zu keinem Zeitpunkt ist es leichter eine längere Zeit im Ausland zu verbringen, als während des Studiums. Im Rahmen des Studiengangs Betriebswirtschaft sind ein Praktikum im Ausland (während des Praxissemesters) sowie ein Semester an einer ausländischen Hochschule möglich. Die Anerkennung der im Auslandsemester erbrachten Leistungen ist dabei unproblematisch, da im Vorhinein ein Learning Agreement mithilfe der Studiengangskoordinatorin erstellt wird. Für Studierende, die ihr Studium im WS 2017/18 oder danach begonnen haben, ist eine vereinfachte pauschale Anerkennung von im Ausland erbrachten betriebswirtschaftlichen Prüfungsleistungen im Rahmen des Schwerpunktes International Business möglich.
Bei der Bewerbung und Fragen zur Finanzierung hilft das Akademische Auslandsamt auf unserem Campus. Pro Semester findet zudem eine Infoveranstaltung zum Auslandsaufenthalt statt.

[+] Praxissemester auf der anderen Seite des Globusses, Sommersemester 2016

Erfahrungsbericht Praxissemester Neuseeland, Sommersemester 2016

Im zweiten Semester stellte sich bei mir langsam die Frage, wo ich denn mein Praktikum absolvieren werde. Für mich war es von Anfang an klar, dass ich auf die andere Seite des Globusses nach Neuseeland gehen möchte. Also nahm ich Kontakt zu mehreren Organisationen auf, um mir die verschiedenen Möglichkeiten erklären zu lassen. Am Ende entschied ich mich für „Study Nelson“. Dort war man wirklich sehr daran interessiert, mir meinen Traum, für eine Weile im Ausland zu leben, zu erfüllen. Nachdem ich meine Bewerbungsunterlagen nach Neuseeland geschickt hatte und der Vertrag für die Organisation unterschrieben war, nahm die Planung ihren Lauf: Die Organisation vermittelte mir verschiedene Kontaktdaten für Gastfamilien und Praktika im ganzen Land. Im Endeffekt entschied ich mich für Auckland, Neuseelands größte Stadt mit ca. 3 Mio. Einwohnern.

Nachdem ich nun auch Kontakt zu meinem künftigen Arbeitgeber aufgenommen hatte, buchte ich meine Flüge mit Hilfe der Organisation, um den bestmöglichsten Preis zu erhalten. Bis zwei Wochen vor meinem Abflug nach Neuseeland hatte ich jedoch noch keinen unterschriebenen Vertrag vorliegen. Das ist in Neuseeland aber generell normal, wie ich gelernt habe - die Kiwis sehen alles etwas entspannter als die Deutschen.

So begann ich also meine Reise an das andere Ende der Welt Ende Februar: Nach circa 29 Stunden landete ich mit 12 Stunden Zeitunterschied in Auckland. Man sollte also definitiv darauf achten, dass man nicht direkt am nächsten Tag anfängt zu arbeiten, sondern sich erstmal ein wenig Eingewöhnungszeit gönnt.

Bereits am Anfang fiel mir auf, wie entspannt und freundlich die Menschen „down under“ sind. Alle sind zudem super hilfsbereit. Auch meine Arbeitskollegen waren toll. Alle versuchten, mich zu unterstützen und mir zu helfen. So konnte ich mir auch bereits zwei bis drei Jobangebote für meine Zeit nach meinem Studium sichern, mit dem Angebot, mir das notwendige Visum zu bezahlen.

Es gibt allerdings auch Dinge, die man bedenken sollte: In Neuseeland werden nur wenige Praktikumsstellen angeboten, die bezahlt werden. Der Lifestyle ist dort zudem insgesamt ziemlich teuer und man muss sich vorher im Klaren sein, ob man die Zeit finanzieren kann. Jedoch ist alles möglich, wenn man es nur wirklich möchte. Deshalb fing ich bereits mehr als ein Jahr im Voraus an, für diese Reise zu sparen.

Und definitiv – ich würde es genauso wieder machen! Meine Zeit in Neuseeland ist eindeutig zu schnell umgegangen und die Mentalität der Menschen dort fehlt mir jetzt schon - sie ist einfach großartig!

 

 

[+] Praxissemester in Schweden, Sommersemester 2016

Erfahrungsbericht Auslandssemester Schweden SS 2016

Für mich stand schon früh fest, dass ich mein Praxissemester in Nordeuropa verbringen wollte. Ich kannte Schweden durch vorherige Reisen und konnte auch schon etwas schwedisch sprechen, sodass ich mich entschieden habe, mein Praktikum in Schweden zu absolvieren.

Den Praktikumsplatz an einer schwedischen Schule habe ich über persönliche Kontakte erhalten. Meine Bewerbung dort verlief recht formlos. Ich brauchte keine Bewerbungsunterlagen, sondern habe mich per E-Mail direkt bei der Schulleiterin gemeldet, ein Führungszeugnis nach Schweden geschickt und schon war alles organisiert.

Um mich auf mein Auslandssemester vorzubereiten und die Sprache noch besser zu lernen, habe ich zusätzlich zum Sprachunterricht an der FHW einen Schwedischkurs in der Volkshochschule besucht und z.B. Filme in schwedischer Sprache geschaut.

Am 28. März ging es für mich mit der Fähre in die Kleinstadt Ekshärad in Värmland. Ekshärad hat knapp 2000 Einwohner, für schwedische Verhältnisse ist das gar nicht so klein. Man spricht dort einen schwedischen Dialekt, ähnlich wie das Plattdeutsch in Norddeutschland. Diesen zu lernen war aber zum Glück gar nicht so schwer wie gedacht. In Schweden spricht außerdem fast jeder Englisch. Probleme mit der Verständigung gab es daher sowieso nicht.

Am 30. März hatte ich mein erstes Gespräch mit der Schulleiterin und vier Tage später begann schon mein Praktikum. In der Schule habe ich meine Sprachkenntnisse noch verbessert und konnte außerdem viel über die schwedische Kultur lernen. Hier ist vieles anders als in Deutschland, zum Beispiel habe ich meine Chefin von Anfang an geduzt. Eine Höflichkeitsform gibt es auf Schwedisch nämlich nicht. Insgesamt sind die Mitarbeiter hier sehr aufgeschlossen. Langweilig wird es nie und darüber hinaus bekommt man viel zu sehen. 

Für mich selbst war das Praktikum eine außergewöhnliche Erfahrung und unvergesslich. Weil es mir in Schweden so gut gefallen hat, habe ich meine Zeit kurzerhand um weitere 4 Wochen verlängert.

Aber nicht nur man selbst erlebt etwas Neues, auch für die ausländischen Unternehmen ist es eine Bereicherung. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass sich die Unternehmen genauso freuen, wie man selbst, denn auch sie lernen eine „neue Welt“ kennen.

[+] Studieren im Land des Weihnachtsmannes, Wintersemester 2015/16

Erfahrungsbericht Auslandssemester Finnland WS15/16

Organisation

Der Wunsch eines Auslandssemesters stand für mich bereits sehr früh fest.  Zu Beginn des 3. Semesters habe ich dann angefangen mich zu informieren und zu planen. Da ich den BWL Schwerpunkt Nordic Management belegt habe, wollte ich gerne nach Nordeuropa. Aufgrund des Kursangebotes an den Partnerhochschulen habe ich mich letztendlich für Finnland entschieden. Mit unserer Studiengangskoordinatorin habe ich daraufhin das Learning Agreement ausgefüllt, damit später keine Probleme bei der Anerkennung von Kursen entstehen. Parallel dazu habe ich mich beim Auslandsamt für einen Platz in Finnland beworben. Nach der Zusage der finnischen Partneruni stand dem Auslandssemester nichts mehr im Wege.

Seinäjoki

Am 1. September 2015 ging für mich der Flieger in Richtung Finnland. Seinäjoki liegt im Westen Finnlands ca. 300 km nördlich von Helsinki.  Für finnische Verhältnisse ist Seinäjoki eine relativ große Stadt. Für uns lässt es sich recht gut mit Heide vergleichen. Für Studenten am wichtigsten: es gibt 2 größere Clubs, wo zumindest der Eintritt erschwinglich ist.

Unterkunft

An sich ist in Seinäjoki wenig los, daher hat sich unser Leben meist im Studentenwohnheim abgespielt.  Alle Austauschstudenten haben zusammen im Wohnheim gewohnt, sehr zentral und nah an der Uni. Die meisten Zimmer kosten um die 300€ und haben ein eigenes kleines Bad. Typisch finnisch darf natürlich die Sauna nicht fehlen, die jeder Zeit benutzt werden konnten. 

Seinäjoki University of Applied Sciences

Die Ausstattung der Uni hat mir sehr gut gefallen: sehr modern, günstige Mensa, Fitnessstudio und vieles mehr. Alle Studenten haben einen Chip, mit dem man jeden Tag, auch am Wochenende, bis 22.00 Uhr in die Uni kann.
Meine Kurse haben mir grundsätzlich gut gefallen. Das Semester und die Kurse sind ganz anders aufgebaut als bei uns. So hatten wir keinen festen Stundenplan, sondern jede Woche andere Kurse. Manche gingen über mehrere Wochen, andere Kurse nur eine Woche. Das war manchmal etwas ungünstig um längerfristig zu planen, aber es war immer abwechslungsreich. Das Englisch Niveau war sehr gut machbar. Ich kenne keinen, der Probleme hatte in den Kursen mitzukommen. Unsere Klausuren bestanden meist aus Multiple choice-Tests, die man von zu Hause machen konnte und seine Unterlagen mitbenutzen durfte. In den Gruppenarbeiten wurden meist Aufsätze geschrieben und Präsentationen gehalten. Hier wurde aber auch nur der Inhalt bewertet und weniger das benutzte Englisch. In Finnland gibt es keine Klausurenphase wie bei uns. Das macht das Lernen viel entspannter. In den meisten Kursen setzt sich die Endnote aus mehreren Aufgaben zusammen. In allen meinen Kursen wurde sehr viel Gruppenarbeit gemacht.  Je nach Gruppe war das dann mehr oder weniger angenehm. Aber wann hat man schon die Möglichkeit an einem Projekt mit 5 verschiedenen Nationen zu arbeiten?

Kosten

Für ein Auslandssemester in Europa erhält man Erasmus Gelder. Bei mir hat dies etwas mehr als meine monatlichen Mietkosten im Wohnheim decken können. Die einzigen größeren Kosten, die auf mich zukamen, waren eigentlich nur noch die Reisen.  

Reisen

Der wahrscheinlich beste und aufregendste Part am Auslandssemester war das Reisen. Von der Hochschule wurde ein Ausflug nach Lappland angeboten. Mit 100 Austauschstudenten ging es über ein langes Wochenende nach Rovaniemi. Unter anderem standen Hunde- und Rentierschlittenfahrten und der obligatorische Besuch beim echten Weihnachtsmann auf dem Plan.   
Außer dem Ausflug nach Lappland war ich mit Freunden noch in Helsinki, Tallinn, St. Petersburg und Stockholm.

Kann ich ein Auslandssemester empfehlen?

Ich würde mein Semester in Finnland sofort noch einmal machen. So einfach, wie mit einem Erasmusjahr kommt man selten für eine längere Zeit ins Ausland. Der Bewerbungsprozess ist sehr einfach. Bei Fragen könnt ihr euch jederzeit an das Auslandsamt und an unsere Studiengangskoordinatorin wenden. Ich habe von beiden Seiten große Unterstützung erhalten. Auch meine Kurse wurden mir problemlos von der FHW anerkannt und auch mit dem Erasmusgeld hat alles gut geklappt.
Ich habe meine Zeit in Finnland sehr genossen und war traurig, als es im Dezember für mich wieder zurück nach Deutschland ging. Ich habe dort viele tolle Personen getroffen und Freunde gefunden, mit denen ich viel unternommen habe und gereist bin. Ich konnte viele neue Eindrücke gewinnen und ein ganz anderes Studiensystem kennenlernen.  Nicht zuletzt hat es mich in Englisch weiter gebracht. Es war eine einzigartige Erfahrung und hat unglaublichen Spaß gemacht!

fremdsprachiges Modulangebot

Die Module Business English I und II sind Pflichtmodule des 2. und 3. Semesters. Mithilfe eines Einstufungstests werden mehrere Gruppen mit unterschiedlichen Sprachniveaus gebildet, sodass eine optimale Erweiterung der Sprachkenntnisse ermöglicht wird.
Zudem werden folgende Sprachmodule zur Wahl angeboten: Schwedisch I + II, Spanisch I + II, Advanced Business English I + II.

Seit dem Wintersemester 2016/17 können die Studierenden darüber hinaus „Chinesisch I + II“ als Zusatzfach außerhalb des Curriculums belegen.

Der Großteil aller Module im Studiengang Betriebswirtschaft ist deutschsprachig. Folgende Wahlmodule finden jedoch in englischer Sprache statt: Internationale Rechnungslegung, International Marketing Management, Intercultural Management.

Alle Beschreibungen der hier aufgeführten Module finden Sie in der Modulübersicht.