microtec nord

10 Jahre microtec nord

Zum zehnten Mal trafen sich etwa 100 Experten der norddeutschen Mikroelektronik Szene, um über ein aktuelles Thema aus dem Bereich der Mikroelektronik zu diskutieren. Gastgeber war in diesem Jahr das Fraunhofer Institut für Siliziumtechnologie ISIT in Itzehoe. Das Thema der Tagung lautete: Intelligente Sensorik - drahtlos, autark, vernetzt.


Teilnehmer der microtec nord 2019

Sensoren haben als Schlüsseltechnologie in nahezu allen Bereichen der modernen Gesellschaft eine hohe Bedeutung erlangt. Insbesondere im Kontext von Industrie 4.0, IOT, Smart Home etc. wird erwartet, dass Sensoren physikalische Größen nicht nur erfassen, sondern in hohem Maße auch aufbereiten, weiterverarbeiten und selbständig über-tragen können. Die Übertragung der verarbeiteten Daten erfolgt dabei über digitale Schnittstellen, zunehmend drahtlos.

Die Sensoren arbeiten dabei vorzugsweise autark. Somit ist ggf. auch eine Energieversorgung mit Hilfe von Energy Harvesting erforderlich. Darüber hinaus sind sie mit weiteren Sensoren vernetzt und besitzen somit die Möglichkeit, die Daten der anderen Sensoren mit den eigenen zu fusionieren, um damit aufgewertete Daten zur Verfügung zu stellen.

Der zehnte norddeutsche Mikroelektronik Tag widmete sich der intelligenten Sensorik in praxisbezogenen Vorträgen, die von Referenten namhafter Firmen und Institutionen gehalten wurden.

Nach der Begrüßung der Teilnehmer durch den Leiter des ISIT, Herrn Dr. Axel Müller-Groeling, wurde das Thema in acht interessanten Vorträgen ausführlich behandelt. Energy Harvesting mit neuartigen magnetisch getriebenen MEMS Bauelementen, wie sie beim ISIT untersucht werden, wurden ebenso vorgestellt, wie intelligente Wundpflaster, die mit Hilfe eingebauter Sensoren den Heilungsprozess erkennen können. Ein weiteres Thema waren Radar- und Lidarsysteme sowie magnetische Sensoren für Automobilanwendungen. Die Vernetzung industrieller Systeme erfordert ebenfalls intelligente Sensorik; ein Thema, welches an der Technischen Hochschule Lübeck bearbeitet wird. Eine Übersicht über Innovationen MEMS-basierter Sensoren bei der Firma Bosch in Reutlingen rundete die Veranstaltung ab.

Der elfte norddeutsche Mikroelektronik Tag wird voraussichtlich im September 2020 an der HAW Hamburg stattfinden.

Die folgenden Vorträge wurden auf der Tagung gehalten:

Magnetisch getriebene MEMS
Energy Harvester
Fabian Lofink, Fraunhofer ISIT, Itzehoe

Innovationen MEMS-basierter Sensoren bei Bosch
Johannes Möck, Robert Bosch GmbH, Reutlingen

Intelligente Wundpflaster
Thomas Suwald, NXP Semiconductors Germany GmbH, Hamburg

Vernetzte industrielle Systeme in der Produktion –eine Herausforderung für Ortungssysteme
Swen Leugner, Technische Hochschule Lübeck, Lübeck

Automotive Solid State Lidar
Wolfgang Birnbacher, IBEO Automotive Systems GmbH, Hamburg

Entwicklung und Test von Radarsystemen für IoT und Automobilanwendungen
Christian Tschoban, Fraunhofer IZM, Berlin

Zweidimensionale Charakterisierung Tunnel-Magnetoresistiver Winkelsensoren
Thorben Schüthe, Karl-Ragmar Riemschneider, HAW, Hamburg

Magnetic Sensors for Autonomous Cars – Outstanding Performance and Safety for Autonomous Driving
Jörg Kock, NXP Semiconductors Germany GmbH, Hamburg

Rückblick

Mikrotechnologien für die Digitalisierung

70 Jahre Digitalisierung

Mikrotechnologien für die Digitalisierung war das Thema der neunten microtec nord, die am Donnerstag, den 13. September 2018 an der Fachhochschule Westküste in Heide abgehalten wurde. Über 80 Teilnehmer diskutierten über Möglichkeiten, die die Digitalisierung bietet, sowie über die Voraussetzungen für die Digitalisierung aus mikrotechnologischer Sicht.


Teilnehmer der microtec nord 2018

Der Begriff der Digitalisierung, über den derzeit alle Welt spricht, ist keine Erfindung des 21. Jahrhunderts sondern eigentlich ein alter Hut. Im ursprünglichen technischen Sinne bedeutet Digitalisierung die Umsetzung analoger Signale in zeit- und wertdiskrete Signale, sowie deren Verarbeitung. Einen bedeutenden Beitrag lieferte bereits Claude Shannon im Jahre 1948, also vor genau 70 Jahren, durch die Formulierung des nach ihm mitbenannten Abtasttheorems. Heute wird die Digitalisierung vielfach mit Begriffen in Verbindung gebracht, die vor 70 Jahren noch undenkbar waren, wie Industrie 4.0, Smart Home, intelligente Energienetze oder autonomes Fahren. Einen nicht unerheblichen Anteil daran hat der massive Einsatz der Mikroelektronik und der Mikrosystemtechnik, ohne die die Digitalisierung, wie sie heute verstanden wird, nicht möglich gewesen wäre.

Der neunte norddeutsche Mikroelektronik Tag widmete sich diesem Thema mit praxisbezogenen Vorträgen, gehalten von Referenten namhafter Firmen und Institutionen, in denen über Neuigkeiten und Entwicklungen auf dem Gebiet berichtet wurde.

Nach der Begrüßung der Teilnehmenden durch den Vizepräsidenten der Fachhochschule Westküste Herrn Prof. Dr. Schütt, wurden verschiedene Themen aus dem Bereich der Digitalisierung von den sieben Referenten in ihren Vorträgen ausführlich behandelt. Die resiliente vernetzte Automobilelektronik war ebenso Thema, wie der Signalschutz bei der digitalen Datenübertragung. Die Firma NXP stellte Sicherheitsaspekte für die biometrische Bankkarte und den 3-D Druck vor. Datensicherheit bei der Digitalisierung war ebenfalls ein Thema von Frau Prof. Dr. Neumann von der HAW. Zwei Vorträge, in denen die Anwendungen der Digitalisierung im Vordergrund standen, rundeten die Veranstaltung ab. Das waren zum einen der Vortrag aus dem Fraunhofer IPMS zum Thema Lebensmittelanalyse mit dem Mobiltelefon, zum anderen der Vortrag der Technischen Hochschule Lübeck zur gerätefreien Ortung mit Funkschnittstellen.

Der zehnte norddeutsche Mikroelektronik Tag wird voraussichtlich im September 2019 am Fraunhofer Institut für Siliziumtechnologie in Itzehoe stattfinden.

Die folgenden Vorträge wurden auf der Tagung gehalten:

Resiliente Elektroniksysteme und intelligente Transferkonzepte in der vernetzten Welt der Automobilelektronik
Sönke Habenicht, Nexperia GmbH

Aktuelle Trends in Signalschutz und -filterung digitaler Datenübertragung
Burkhard Laue, Nexperia GmbH

Biometrische Bankkarte – Verfahren, Anwendungs- und Sicherheitsaspekte
Thomas Suwald, NXP GmbH

Lizenzmanagement im 3D-Druck basierend auf Blockchain Technologie
Christopher Nigischer, NXP

Sicherheitsaspekte der Digitalisierung: Was Controller alles preisgeben…
Heike Neumann, HAW Hamburg

Vor-Ort Lebensmittelanalyse mit dem Mobiltelefon
Heinrich Grüger, Fraunhofer IPMS

Gerätefreie Ortung mit Funkschnittstellen
Marco Cimdins, Fachhochschule Lübeck

Mensch – Elektronik – Maschine

Mensch – Elektronik – Maschine, war das Thema der achten microtec nord, die am Donnerstag, den 07.September 2017 an der Hochschule für angewandte Wissenschaften HAW in Hamburg abgehalten wurde. Über 90 Teilnehmer diskutierten über die Möglichkeiten intuitiver Schnittstellen für die Interaktion zwischen Mensch und Maschine unter Zuhilfenahme der Mikroelektronik.


Frau Prof. Dr. Neumann begrüßt die Teilnehmer der
achten microtec nord

Umfang und Komplexität der Informationstechnik im Arbeitsalltag, aber auch im privaten Umfeld, erfordern die Verfügbarkeit von Schnittstellen, die einfach und insbesondere auch intuitiv zu bedienen sind. Touch Displays erlauben schon seit langer Zeit eine zuverlässige und komfortable Interaktion, auch in rauer Industrieumgebung; Systeme zur Gestenerkennung und -steuerung werden aktuell entwickelt. Darüber hinaus sind Fahrerassistenzsysteme, Sprachsteuerung, Bedienergonomie weitere Schlagworte, die in diesem Zusammenhang fallen.

Nach der Begrüßung der Teilnehmer durch die Leiterin des Departments Informations- und Elektrotechnik der HAW Hamburg, Frau Prof. Dr. Neumann, wurden diese und weitere Themenbereiche von den acht Referenten in ihren Vorträgen ausführlich behandelt. Die MEMS basierte Gesten- und Objekterkennung war ebenso Thema, wie die Steuerung von Prothesen oder Unterstützungsrobotern für Menschen mit Behinderungen. Die Firma NXP stellte ihr Konzept für die Authentisierung per Fingerabdruck vor, die Realisierung einer virtuellen Realität auf akustischer Ebene war Thema eines Vortrags der Firma USound GmbH. Moderne Bedienkonzepte für die Mensch – Maschine – Interaktion, sowie ein Vortrag über die Möglichkeiten künstlicher neuronaler Netze rundeten die Veranstaltung ab. Besonders erfreulich war, dass in diesem Jahr drei Vorträge von ehemaligen Studierenden des Masterstudiengangs Mikroelektronische Systeme, den FHW und HAW gemeinsam anbieten, bestritten wurden.


Teilnehmer der microtec nord

Die folgenden Vorträge wurden auf der Tagung gehalten:

MEMS basiertes LIDAR System für die Gesten und Objekterkennung
Thorsten Giese, Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie, Itzehoe

Authentisierung per Fingerabdruck – Bequeme Sicherheit erschwinglich gemacht
Thomas Suwald, NXP Semiconductors Germany GmbH, Hamburg

Interaktionsstrategien für Tetraplegiker bei der Steuerung von Unterstützungsrobotern
Nina Rudigkeit, Shiva Alsharif, Björn Mindermann, Axel Gräser, Universität Bremen

Herausforderungen bei der Erfassung von Biosignalen zur Steuerung von Prothesen
Roman Kusche, Fachhochschule Lübeck

Bewegungs- und Positionssensierung in Roboter-Applikationen
Arnd Geißler, EBV Elektronik GmbH & Co KG, Burgwedel

Piezo actuation for next generation miniature loudspeakers. The case of 3D audio for AR and VR
Andrea Rusconi Clerici, USound GmbH, Graz

HMI 4.0 – hochmoderne und individuelle Bedienkonzepte
Robert Hahn, CRE Rösler Electronic GmbH, Hohenlockstedt

Künstliche neuronale Netze als intelligente Schnittstelle für die Mensch-Maschine-Interaktion
Florian Knoll, Fachhochschule Westküste, Heide


Mikroelektronik für das Internet der Dinge

Unter diesem Thema fand am 22.9.2016 der siebte nordddeutsche Mikroelektroniktag an der Fachhochschule Westküste in Heide statt.  Etwa 100 Experten der norddeutschen Mikroelektronik Szene diskutierten aktuelle Anwendungen und Trends aus den Bereichen Internet der Dinge und Industrie 4.0.


Fabian Mackenthun von der Firma NXP referiert über sichere
Kommunikation im Internet der Dinge

Als die nächste Generation des Internets, nach Dateitransfer, E-Commerce und Social Media wird derzeit die Vernetzung von Geräten diskutiert. Die Palette der möglichen Geräte reicht dabei von einfachen Sensoren bis hin zu kompletten Fertigungsmaschinen. Es wird erwartet, dass bis zum Jahr 2022 14 Milliarden Geräte mit dem Internet verbunden sein werden. Die Geräte nehmen Daten auf, steuern und optimieren, vielfach ohne menschliches Zutun. Damit diese Vision Realität wird, ist der massive Einsatz von Mikroelektronik notwendig. Auch kleine und mittelständische Unternehmen werden von diesem Internet der Dinge profitieren.

Referenten namhafter Firmen und Institutionen wie z.B. NXP, oder das Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik berichteten in praxisbezogenen Vorträgen über Neuigkeiten und Entwicklungen auf diesem Gebiet. Das Internet der Dinge ist aber auch für mittelständische Firmen aus Schleswig Holstein wie z.B. Kristronics aus Harrislee und Logopak Systeme aus Hartenholm ein Thema. Beide Unternehmen haben mit Ihren Beiträgen zum Gelingen der Tagung beigetragen. Darüber hinaus waren auch die Fachhochschule Lübeck, sowie die Firmen Avnet, und Hilscher mit je einem Vortrag vertreten.


Teilnehmer der Tagung informieren sich im
NXP Showtruck über das Internet der Dinge.

Ein besonderes Highlight war in diesem Jahr der Showtruck der Firma NXP, der am Veranstaltungstag für die Besucher der Tagung auf dem Gelände der FHW zur Verfügung stand. In diesem Truck zeigt die Firma NXP den aktuellen Stand ihres Portfolios zu den Themen sichere Vernetzung, intelligente Städte und Energie, sowie sichere mobile und medizinische Anwendungen.

Nach der Begrüßung der Teilnehmer durch den Präsidenten der Fachhochschule Westküste Prof. Dr. Kirsch wurden die folgenden Vorträge auf der Tagung gehalten:

„Losgröße „1“ in der Serienproduktion“   
Lars Thuring, Logopak Systeme GmbH & Co. KG

„Visible Things –Edge-to-Enterprise Reference Platform”
Robert Meiners, Avnet TS GmbH

„netIOT… vom Multi-Protokoll-Chip zur   Multi-Cloud-Anbindung”
Ralf Schoßland, Hilscher Gesellschaft für Systemautomation mbH

„Sichere Kommunikation im Internet of Things”
Fabian Mackenthun, NXP

„Entwicklung eines Sub GHz Transceiver Moduls mit Software Stack für das Internet der Dinge”
Dennis Sebastian Müller, NXP Hamburg

„Drahtloser biometrischer Vitalsensor zur integrierten COPD Versorgung”
 Lutz Arneth, Bruno Scholz, Kristronics GmbH

„Lokalisation für das Internet der Dinge-Herausforderungen und Lösungen”
Mathias Pelka, Fachhochschule Lübeck

„Smart Devices als Mensch-Maschine Interface in der Industrie 4.0”
Arndt Ciprina, Fraunhofer IML


Energieeffiziente Elektronik

Der sechste norddeutsche Mikroelektroniktag microtec nord 2015 fand am 21.9.2015 in Itzehoe statt. Etwa 50 Experten der norddeutschen Mikroelektronikszene trafen sich im Fraunhofer Institut für Siliziumtechnologie ISIT, um über aktuelle Anwendungen und Trends im Bereich energieeffizienter Elektronik zu diskutieren.


Die Tagungsteilnehmer am Fraunhofer ISIT
Peter Steffan von der Firma Texas Instruments aus Freising referiert über batterielose Sensorsysteme

Elektronische Komponenten und Systeme werden schon seit langer Zeit eingesetzt, um Energie effizient zu nutzen; immer mehr tritt dabei aber auch die Energieeffizienz der Elektronik selbst in den Vordergrund. Das Einsparpotential ist dabei erheblich, wie man z.B. an den drastisch gesunkenen Leistungsaufnahmen von Geräten der IT- und Unterhaltungselektronik im Standby-Betrieb erkennen kann. Getrieben wird diese Entwicklung unter anderem durch gesetzliche Vorgaben, wie z.B. die Ökodesign Richtlinie des europäischen Parlaments und des Rates.

Referenten von namhaften Firmen wie z.B. Texas Instruments, Infineon Technologies oder NXP referierten in Itzehoe über den aktuellen Stand von elektronischen Komponenten und intelligenten elektronischen Systemen mit geringem Energieverbrauch. Darüber hinaus waren das Fraunhofer ISIT und die HAW Hamburg ebenso mit Vorträgen vertreten, wie auch die mittelständischen Firmen CRE Rösler Electronic GmbH und Reese + Thies Industrieelektronik GmbH aus der Region. Die Tagung wird organisiert und veranstaltet von der Fachhochschule Westküste in Heide, der HAW Hamburg, dem Fraunhofer Institut für Siliziumforschung ISIT, dem Innovationszentrum Itzehoe IZET, und der Geschäftsstelle der Metropolregion Hamburg. Unterstützung kommt weiterhin von der Firma NXP Semiconductors Germany GmbH aus Hamburg.

Die folgenden Vorträge wurden auf der Tagung gehalten:

"Der energieautarke digitale Schreibstift - Visionen und Ausblicke auf den Schulunterricht im Jahr 2020,"
Norman Marenco, Fraunhofer ISIT, Itzehoe

"Wearables - niederenergetische Sensorsysteme am menschlichen Körper,"
Thomas Knieling, Fraunhofer ISIT, Itzehoe

"Batterieloser RFID (NFC) Sensor Tag mit programmierbarer "On-Tag" Daten Vorverarbeitung,"
Peter Steffan, Texas Instruments Deutschland GmbH, Freising

"Das En-Light Projekt - Möglichkeiten der Energieeinsparung durch intelligente Beleuchtung,"
Tim Böttcher, NXP Semiconductors Germany GmbH, Hamburg

"Hocheffiziente Leistungselektronik im Energieversorgungsnetz der Zukunft,"
Martin Schulz, Infineon Technologies AG, Warstein

"Energieeffiziente AC/DC Wandler für Netzteile und Ladegeräte,"
Hans-Kristian Helbig, Reese + Thies Industrieelektronik GmbH, Itzehoe

"Impedanzspektroskopie mit Batterie-Zellensensoren,"
Karl Ragmar Riemschneider, HAW Hamburg

"Industrie Panel-PC - Die energieeffiziente High-End-Klasse mit besonderen Möglichkeiten,"
Robert Hahn, CRE Rösler Electronic GmbH, Hohenlockstedt

Die siebte microtec nord wird im Jahr 2016 an der Fachhochschule Westküste in Heide stattfinden.