Jetzt für das Wintersemester bewerben: 30.04. bis 15.07.2019

Pressemitteilungen der FH Westküste

Im Folgenden finden Sie unsere Pressemitteilungen. sollten Sie den gewünschten Beitrag nicht finden, so nutzen Sie bitte unser Archiv.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unseren Referenten für Presse- und Marketingmanagement Carsten Friede.

FH Westküste wählt Präsidentin und Kanzlerin

11. Juli 2019


Prof. Dr. Katja Kuhn
Dr. Anne Faber

Frau Professor Dr. phil. Katja Kuhn wird neue Präsidentin der Fachhochschule Westküste.
Als neue Kanzlerin wurde Frau Dr. Anne Faber gewählt.

Beide Kandidatinnen konnten sich im Senat der Heider Hochschule jeweils im ersten Wahlgang durchsetzen. Der Amtsantritt erfolgt voraussichtlich am 1. November 2019.

Professor Dr. phil. Katja Kuhn ist derzeit Prorektorin und Dekanin Fakultät Technik an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Stuttgart.
Dr. Anne Faber verantwortet aktuell das Qualitätsmanagement der Fachhochschule Westküste.


Doch nicht so wie Einstein – Schüler des GHO auf Entdeckungstour an der FH Westküste

10. Juli 2019

Prof. Dr. Oliver Opel mit seinen Gästen

Was ist ein Wissenschaftler? Wie sieht er aus? Welche Eigenschaften muss er haben? Diese Fragen beschäftigten 18 Schülerinnen und Schüler der 5. bis 9. Klasse des Gymnasiums Heide-Ost (GHO). Gemeinsam mit ihren Lehrern Dr. Nina Bergmann und Stefan Höhn haben sie die Fachhochschule Westküste in ihrer Projektwoche besucht.
In Vorbereitung auf den Tag an der Heider Hochschule hatten die Schülerinnen und Schüler bereits zeichnerisch ihre Vorstellungen über Wissenschaftler zu Papier gebracht - Wuschelhaare, Brille, Kittel, dazu schlau, verrückt, neugierig und natürlich ein Abi mit 1,0 – Albert Einstein lässt grüßen.

In Interviews mit Professorinnen und Professoren konnten die Kinder ihre Vorstellungen dann überprüfen. Aus dem Fachbereich Technik stellten sich Frau Hermersdorf, Frau Schädler, Herr Ebberg, Herr Opel und Herr Wiemers den zahlreichen Fragen. Abgerundet wurde der Tag an der Hochschule durch eine Führung durch die Labore. Die Crazy Cars oder auch der unkrautvernichtende Bonirob waren besonders spannend. Zudem erfuhren die Schülerinnen und Schüler, dass die Hochschule auch einen Präsidenten und einen Kanzler hat, was zu großem Erstaunen führte.

Blieb noch zu klären, ob die gezeichneten Bilder und die echten Wissenschaftler zusammenpassen. Hier waren sich die Kinder schnell einig: Wissenschaftler sind ganz normal und jeder kann ein Wissenschaftler werden! Dass dabei die Schulnoten nicht das Maß aller Dinge sind, beruhigte dann zusätzlich ungemein. 

Das Projekt des GHO und der FH Westküste war im Rahmen einer Lehrerweiterbildung der Fachhochschule im Frühjahr entstanden und ist der Auftakt zu weiteren gemeinsamen Aktivitäten. Die FH Westküste steht für die Schulen der Region, insbesondere im Bereich der MINT-Fächer, gerne unterstützend zur Verfügung. Kontakt über Franziska Schneidewind (schneidewind(at)fh-westkueste.de).


Chancen einer Wasserstoffwirtschaft für die Westküste

02. Juli 2019

Über 100 Teilnehmer haben beim 9. Green Energy Workshop der Fachhochschule Westküste über die Potenziale einer Wasserstoffwirtschaft an der Westküste diskutiert. Zunächst stellte Joachim Jungsbluth vom Zentrum für BrennstoffzellenTechnik aus Duisburg dar, wie aus grünem Strom grüner Wasserstoff erzeugt wird, der dann für den Antrieb von Fahrzeugen, Schiffen und Flugzeugen oder als Grundstoff in der Industrie eingesetzt werden kann. Der Geschäftsführer des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (Landesgruppe Nord), Torsten Birkholz, beleuchtete im Anschluss, welche politischen Richtungsentscheidungen und Änderungen des Rechtsrahmens in den nächsten Jahren erforderlich sind, damit die Chancen von grünem Wasserstoff für die Energiewende genutzt werden.

An sehr konkreten Projekten arbeitet bereits die Raffinerie Heide: Geschäftsführer Jürgen Wollschläger stellte das Projekt „Westküste100“ vor. Die Raffinerie plant, gemeinsam mit sieben weiteren Industriepartnern und der Fachhochschule Westküste grünen Wasserstoff zu erzeugen und zu speichern, um ihn dann unter anderem zur Gas- und Wärmeerzeugung und zur Erzeugung grüner Kraftstoffe zu nutzen.

Die Organisatoren der Veranstaltung, die FHW-Professoren Christian Buchmüller und Reiner Schütt, zeigten sich im Anschluss zufrieden: „An der Westküste Schleswig-Holsteins bieten sich erhebliche Potenziale für neue Wege, um grünen Strom auch für den Verkehr und die Industrie nutzbar zu machen. Mit den Forschungsaktivitäten im Institut für die Transformation des Energiesystems, dem Masterstudiengang Green Energy und Transferaktivitäten wie den Green Energy Workshops leistet die Fachhochschule Westküste einen aktiven und stetig zunehmenden Beitrag, um die aktuellen Fragestellungen der Energiewende in Lehre, Forschung und Transfer zu begleiten.“


Fachhochschule Westküste auf Kongress in Italien

28. Juni 2019


Professor Dr. Tim Warszta und Marie Lange

Professor Dr. Tim Warszta war auf der diesjährigen Tagung der European Association of Work and Organizational Psychology, der Vereinigung der europäischen Arbeits- und Organisationspsychologen, mit drei Vorträge ein gefragter Mann. Warszta, der an der Fachhochschule Westküste Wirtschaftspsychologie lehrt, sprach in Turin vor einem internationalen Fachpublikum über die Erfolgsfaktoren für die Personalgewinnung mittels Sozialer Medien sowie über Kompetenzen, die es in der modernen Personalgewinnung bedarf.

Begleitet wurde Professor Warszta von Marie Lange, die an der Heider Hochschule als Referentin für den Forschungs-Lehr-Transfer tätig ist. Lange stellte Ergebnisse ihrer Bachelorarbeit vor, in welcher sie den Einfluss von Arbeitgeberbewertungsportalen auf die Arbeitsgeberattraktivität untersuchte.
An dem viertägigen Kongress nahmen in diesem Jahr knapp 2.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler teil. Neben einem umfangreichen Vortragsprogramm gab es eine Vielzahl verschiedenster Workshops. Für die Fachhochschule Westküste stand neben der Präsentation der eigenen Forschungsarbeit vor allem auch der Austausch und die Vernetzung mit Wissenschaftlern aus dem Bereich der web-basierten Personalauswahl im Fokus. Die Anregungen fließen unmittelbar in die Lehre des Bachelor- und des Masterstudiengangs „Wirtschaftspsychologie“ zurück.

Seit letztem Jahr können nun auch Berufstätige per Online-Studium einen Master in „Wirtschaft, Medien & Psychologie“ an der Fachhochschule absolvieren und ihre Praxiserfahrung durch neues Wissen und Methoden aus wirtschaftspsychologischen Anwendungsfeldern ergänzen. Die Bewerbungsfrist für das kommende Wintersemester endet am 15. September. Weitere Informationen finden Sie unter www.fh-westkueste.de/wmp/.


Studierende beraten AWO

27. Juni 2019


Studentische Projektgruppe mit Prof. Jendrosch (hinten, links) sowie Vertretern der AWO und der hoelp bei der Übergabe des Konzepts

Studierende der Fachhochschule Westküste aus dem Studiengang Wirtschaftspsychologie haben ein umfassendes Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit der hoelp in Dithmarschen und der AWO Bildung und Arbeit (AWO BA) in weiteren Kreisen Schleswig-Holsteins erstellt. Das Papier wurde in dieser Woche im Rahmen einer Abschlusspräsentation übergeben.

Im Rahmen eines Fallstudienseminars unter der Leitung von Professor Dr. Thomas Jendrosch haben die zehn Studierenden sich mit der Öffentlichkeitsarbeit der AWO BA und ihrer Tochtergesellschaft auseinandergesetzt. Dabei wurden in einem ersten Schritt zunächst die bestehenden Instrumente wie die Websites unter die Lupe genommen. Neben viel Lob hatten die Studierenden zahlreiche Handlungsempfehlungen bspw. zur Verbesserung der Übersichtlichkeit, der Anwendung auf mobilen Geräten oder zur Barrierefreiheit parat.

Parallel regten die Studierenden in ihrem Konzept neue Wege für die Öffentlichkeitarbeit an. Sie plädierten für den Aufbau eigener Accounts bei Facebook und Instagram, stellten Überlegungen für Online-Werbekampagnen oder die Nutzung von Email-Newslettern an und brachten Veranstaltungen wie einen Mädchen-Flohmarkt oder Do it yourself – Tage zur Gestaltung von Möbeln zur Sprache.
Martin Meers, Geschäftsführer der AWO Bildung und Arbeit gGmbH und der hoelp gGmbH, der mit einem großen Team vor Ort an der Präsentation teilnahm, zeigte sich begeistert:

„Wir sind überrascht und beeindruckt, wie viele Ideen die Studierenden in doch recht kurzer Zeit für uns entwickelt haben. Ich kann mir vorstellen, dass einiges davon sehr rasch bei uns umgesetzt wird. Vielen herzlichen Dank für die tolle Arbeit.“

Professor Dr. Thomas Jendrosch, der die Studierenden in dem Projekt fachlich betreute ergänzt:
„Wenn theoretisches Wissen direkt auch in der Praxis angewendet werden kann, fällt nicht nur das Lernen leichter, sondern die angehenden Wirtschaftspsychologinnen und -psychologen arbeiten so, wie sie es später im Beruf auch tun werden. Deshalb sind uns als Fachhochschule derartige Projekte wie aktuell mit der AWO und der hoelp so wichtig.“


Freiwillige Zusatzqualifikation – Studierende erwerben Projektmanagement-Zertifikat

26. Juni 2019


Studierende mit Professor Dr. Ingmar Georg Stauff (l.) und Leonie Rössler (r.)

Der Fragenkatalog hatte es in sich: Projektarten und deren Organisationsformen, Gesamt- und Phasenplanung, Risiko- und Qualitätsmanagement, Projektsteuerung und Controlling, dazu noch Themen wie Teamarbeit, Problemlösung und Kommunikation – die Prüfung zum „Basiszertifikat Projektmanagement“ der Deutschen Gesellschaft für Projektmanagement (GPM) wurde den Studierenden der FH Westküste nicht leichtgemacht. Umso schöner, dass am Ende 37 der angetretenen 38 Studierenden aus den Studiengängen „Management und Technik“, „Betriebswirtschaft“ sowie „Wirtschaftspsychologie“ die Prüfung bestanden und sich nun über ein zusätzliches Zertifikat für ihre Bewerbungsmappen freuen können.

Vorausgegangen war u.a. ein zweitägiger Kurs zur Prüfungsvorbereitung. Dort frischten Professor Dr. Ingmar Georg Stauff, der an der Fachhochschule Westküste die Professur für Technisches Projektmanagement verantwortet und den Studiengang „Management und Technik leitet“ und Leonie Rössler, wissenschaftliche Mitarbeiterin für technisches Projektmanagement, die Kenntnisse der Studierenden auf und trainierten mit ihnen gezielt für die anstehende Prüfung. Dank der großen Nachfrage haben beide darüber hinaus beschlossen, die Zertifizierung zukünftig regelmäßig an der FH Westküste für die Studierenden anzubieten.

Da heute in nahezu allen Bereichen der Industrie Projekte eine zunehmende Bedeutung haben hat das „Projektmanagement“ auch während des Studiums einen hohen Stellenwert. Neben klassischen Vorgehensweisen lernen die Studierenden im Studiengang „Management und Technik“ auch die neuen, agilen Methoden kennen. Zudem spielt die Anwendung in der Praxis eine entscheidende Rolle: Aktuell betreuen Professor Dr. Stauff, Prof. Dr. Wiemers, Studiengangsleiter Wirtschaftsingenieurwesen - Digitale Wirtschaft, und Leonie Rössler 65 Studierende in elf Praxisprojekten. Viele davon finden in Kooperation mit Unternehmen der Region statt, sodass die Studierenden nicht nur an „echten Fällen“ lernen, sondern die Arbeitsergebnisse direkt wieder vor Ort Nutzen bringen.


FH Westküste beglückwünscht Trialer zur erfolgreichen Berufsausbildung

25. Juni 2019


Die erfolgreichen Trialer mit Klassenlehrer Axel Schneider (2.v.r.) und Kristin Oldenburg (r.)

Die Berufsausbildung in der Tasche - nun wartet das Studium an der Fachhochschule Westküste in Heide: Sechs zukünftige Studierende beenden erfolgreich ihre Berufsausbildung.

Teil eins ist geschafft – Kira Michelle Bahr (Dithmarscher Privatbrauerei), Ann-Kathrin Erich (H. Wilhelm Schaumann GmbH), Jennifer Haack (Sokuflex Behälter GmbH), Ruben Petersen (Peter Kölln GmbH & Co. KGaA), Momme Sönnichsen (iTerra GmbH) sowie Mika Veers (Friedrich Köster GmbH & Co KG) haben ihre Ausbildung zur Industriekauffrau bzw. zum Industriekaufmann mit Erfolg absolviert. Die Entlassungsfeier fand in der vergangenen Woche bei dem Unternehmen Peter Kölln GmbH & Co KGaA in Elmshorn statt.

Ab September setzen die sechs jungen Frauen und Männer den Studiengang Triales Modell Betriebswirtschaft an der FH Westküste fort. Hinter dem Trialen Modell verbirgt sich eine Kooperation zwischen Ausbildungsbetrieben, FH Westküste und Berufsschule. Es kombiniert eine zweijährige Berufsausbildung mit einem Fachhochschulstudium. Da Teile der Berufsausbildung angerechnet werden, kann in verkürzter Dauer ein vollwertiges Studium absolviert werden. Es ermöglicht so besonders engagierten und qualifizierten Abiturientinnen und Abiturienten, einen Berufsabschluss und den Bachelor in Betriebswirtschaft in nur vier Jahren zu erwerben.

Die Fachhochschule Westküste gratuliert den Sechs sehr herzlich und freut sich nun darauf, die Studierenden auf dem Campus in Heide begrüßen zu dürfen. Studiengangskoordinatorin Kristin Oldenburg war bereits in Elmshorn dabei, um die Glückwünsche der Hochschule zu überbringen und die zukünftigen Studierenden willkommen zu heißen.


Die Bewerbungsfrist läuft – Studienplatz an der FH Westküste sichern!

21. Juni 2019

Noch bis zum 15. Juli sind Bewerbungen für einen Studienplatz an der Fachhochschule Westküste in Heide möglich. Interessierte können sich unter https://www.fh-westkueste.de über die Möglichkeiten, die Zulassungsvoraussetzungen und das Bewerbungsverfahren informieren.

Insgesamt neun Bachelor- und sieben Masterstudiengänge hat die Hochschule an Schleswig-Holsteins Westküste aktuell im Angebot. Das Spektrum ist vielfältig und zukunftsorientiert. Es reicht von Studiengängen wie „Wirtschaftsrecht“ und „Immobilienwirtschaft“ über „Management und Technik“ bis zu „Umweltgerechte Gebäudesystemtechnik“ oder Klassikern wie „Elektrotechnik/Informationstechnik“. Praxisnähe und eine Ausrichtung auf die Qualifikationen, die es im Berufsleben braucht, stehen dabei immer im Mittelpunkt. Das stellen die Dozentinnen und Dozenten, die alle über praktische Berufserfahrung verfügen, sicher. Auch das Praxissemester, welches zu allen Bachelorstudiengängen gehört, und viele Kooperationen und Projekte mit Unternehmen aus der freien Wirtschaft tragen dazu bei.

In diesem Jahr ist mit dem Masterstudiengang „Wirtschaftsingenieurwesen – Digitale Wirtschaft“ ein neues Angebot hinzugekommen. Neben der digitalen Wirtschaft, die im Titel verankert ist, bildet das Innovations- und Technologiemanagement die zweite inhaltliche Säule. Dabei geht es um Fragen, wie beispielsweise digitale Technologien erfolgreich in einem Unternehmen eingeführt werden oder wie riesige Datenmengen strukturiert und nutzbar gemacht werden können. Infos zum neuen Masterstudiengang der FH Westküste unter https://www.fh-westkueste.de/wdw/

All jenen, die neugierig, aber noch unsicher sind oder noch Fragen haben, steht die Studienberatung der FH Westküste gern mit Rat und Tat zur Seite. Per Mail an Beratung(at)fh-westkueste.de oder telefonisch unter 0481-8555 -133/-141.


Fit für die Energiewende – FH Westküste baut um

20. Juni 2019

Die Fachhochschule Westküste rüstet ihr neues Lehr- und Ausstellungsgebäude im Energiepark der Hochschule weiter auf. Neben einer Wetterstation, zahlreichen Exponaten sowie Komponenten zur automatischen Steuerung von Licht und Gebäudetemperatur erhält der Bau auch ein reversibles Wärmepumpensystem. Mit diesem kann gezeigt werden, wie sich die Energieverbräuche und CO2-Werte durch die eingesetzten Komponenten in Gebäuden oder ganzen Quartieren verringern lassen. In Planung ist darüber hinaus die Installation einer Brennstoffzelle mit Elektrolyseur, welche komplett CO2-emissionsfrei und mit über 90% Energienutzungsgrad hoch effektiv arbeitet.

Das Lehr- und Ausstellungsgebäude gliedert sich in den Energiepark der Heider Hochschule ein. Zusätzlich zu einer Windkraft- und einer Photovoltaikanlage, welche das Gebäude mit Strom versorgen, verfügt dieser beispielsweise auch über zwei Ladesäulen zur Betankung von Elektrofahrzeugen.

Die gesamte Anlage dient dabei der Lehre, Forschung und Demonstration. In mehreren Studiengängen profitieren Studierende in Projekten, praktischen Unterrichten oder bei ihren Abschlussarbeiten von den Möglichkeiten des hauseigenen Energieparks. Sie lernen unter Realbedingungen und werden so optimal auf ihre beruflichen Tätigkeiten vorbereitet. Im Bereich der Forschung stehen insbesondere Fragen des Energiemanagements und der Energiespeicherung im Fokus. Nicht zuletzt dient der Energiepark aber auch dazu, interessierte Bürgerinnen und Bürger über die Möglichkeiten regenerativer Energien zu informieren und diese zu veranschaulichen. Besuche des Gebäudes sind nach Anmeldung bei der Hochschule möglich. Zudem ist nach Abschluss der Baumaßnahmen ein Tag der offenen Tür geplant.


Azubis kochen in der Mensa Heide um die Welt

18. Juni 2019

Vom 1. bis zum 5. Juli 2019 übernehmen zwölf Auszubildende des Studentenwerks Schleswig-Holstein den Betrieb der Mensa auf dem Campus der FH Westküste.

Unter dem Motto „Cooking around the World“ schwingen in der ersten Juliwoche ausschließlich die Nachwuchskräfte den Kochlöffel in der Mensaküche. Doch nicht nur die Zubereitung der Speisen liegt in ihrer Verantwortung. Sämtliche Abläufe und Aufgaben werden von den jungen Leuten selbst organisiert und durchgeführt – sei es die Warenbestellung, die Essensausgabe, das Kassieren oder der Spüldienst.

„Die anderen Beschäftigten schicken wir in den Urlaub“, erklärt der 22-jährige Serif Uca, Auszubildender zur Fachkraft für Systemgastronomie in der Mensa Heide, mit einem Augenzwinkern. Er hatte die Idee zu dem Projekt. „Bei der Sparkasse oder bei Aldi übernehmen Azubis regelmäßig die Filialen. Da dachte ich mir: Das können wir auch!“ Sein Anspruch: „Unsere Gäste sollen gar nicht merken, dass wir Azubis sind.“

Der Mensaleiter Heiko Kolbe steht während des Zeitraums lediglich im Hintergrund als Ansprechpartner zur Verfügung. „Durch die Aktion möchten wir unserem Nachwuchs die Möglichkeit geben, Verantwortung unter echten Bedingungen zu übernehmen“, so Kolbe. „Wir sind sehr stolz darauf, dass sich die Azubis mit so viel Engagement dieser Herausforderung stellen.“

Im Vorfeld hat das Azubi-Team gemeinsam das Wochenmotto und den Speiseplan entwickelt. Wechselnde Länderschwerpunkte sorgen täglich für neue Geschmackserlebnisse, sowohl mit als auch ohne Fleisch. Der Montag lockt zum Beispiel mit einer Hähnchenpfanne mit spanischen Küstenkartoffeln. Am Mittwoch werden typisch amerikanische Burger mit Süßkartoffelpommes und Pancakes mit Blaubeersoße kredenzt.

Die zwölf Auszubildenden stammen nicht nur aus allen Standorten des Studentenwerks in Schleswig-Holstein, sondern auch aus unterschiedlichen Fachbereichen und Ausbildungsjahren, darunter angehende Köche/Köchinnen, Fachkräfte im Gastgewerbe, Fachkräfte für Systemgastronomie, Kaufleute für Büromanagement sowie duale Studierende der Betriebswirtschaftslehre.

Auf ihrem Instagram-Kanal „azubis.studentenwerksh“ geben die Auszubildenden täglich spannende Einblicke hinter die Kulissen der Azubi-Woche. Eine Betriebsübernahme der Mensa durch die Nachwuchskräfte soll zukünftig auch an anderen Standorten des Studentenwerks realisiert werden.

Speiseplan Azubi-Woche (1. bis 5. Juli 2019):

Montag: Spanien
Hähnchenpfanne mit spanischen Küstenkartoffeln
Paella mit Joghurt-Minz-Dip

Dienstag: Griechenland
Griechisches Gyros mit Djuvecreis und Tsatsiki dazu Krautsalat
Gefüllte Zucchini auf Griechische Art mit Bauernsalat

Mittwoch: USA
Amerikanische Burger mit Süßkartoffelpommes
Pancakes mit Blaubeersoße

Donnerstag: Italien
Hausgemachte Pizza
Spaghetti mit veganer Bolognese

Freitag: Deutschland
Holsteiner vegane Kartoffelsuppe
Seelachs in Dill-Eihülle mit Salzkartoffeln und Remouladensoße

Downloads:
https://www.studentenwerk.sh/presse/pressemitteilungen/2019/nr.-17-2019.html

Crazy Car Race 2019 an der Fachhochschule Westküste

11. Juni 2019

Am Donnerstag, den 6. Juni, ging es an der Fachhochschule Westküste wieder rund – zumindest für die Teams, die bei der Programmierung ihrer Crazy Cars alles richtig gemacht hatten. Insgesamt 18 Mannschaften der beiden Heider Gymnasien, des rbz Steinburg sowie der FH Westküste waren in diesem Jahr angetreten. Und auch, wenn die eine oder andere Bande geküsst oder gegnerische Wagen gestreift wurden, stand der Spaß für alle Teams im Vordergrund.

Vorausgegangen war eine monatelange Vorbereitung, in der die autonom fahrenden Fahrzeuge, die sich mittels Lasersensoren, Infrarotsystemen oder Kameras orientieren, aufgebaut, programmiert und getestet wurden. Nun brannten die Teams darauf, dass es endlich auf die etwa 60m lange, anspruchsvolle Strecke im Foyer der Heider Hochschule ging. Nach dem Qualifying und den folgenden Ausscheidungsrennen stand das Ergebnis fest: Nachdem der Siegerpokal im letzten Jahr an das Gymnasium Heide Ost ging, holte die FH Westküste den Titel 2019 zurück „nach Hause“. Das Team „Catch us if you can“ stand am Ende ganz oben auf dem Siegertreppchen. Sieger des Style-Contests für das schönste Fahrzeug wurde in diesem Jahr das Team „CARsten“ vom Werner-Heisenberg-Gymnasium.
Die nächste Ausgabe des Rennens ist für das kommende Jahr bereits wieder fest eingeplant.


Eine Zukunft ohne Banken?
6. Banken- und Unternehmertag an der Fachhochschule Westküste

07. Juni 2019


Professor Dr. Dirk Braunhart (5.v.l.) mit seinen Studierenden

Durch die Digitalisierung ist die Finanzwelt im Umbruch. Neue Instrumente wie Fintechs, Bitcoin oder Robo-Advisor lassen die Erwartungshaltung der Kunden wie auch den Wettbewerbsdruck stetig wachsen. Banken stehen vor der Herausforderung, ihre klassischen Geschäftsmodelle zu optimieren und so nicht nur ihre Dienstleistungen, sondern auch sich selbst zukunfts- und überlebensfähig zu machen.

Der 6. Banken- und Unternehmertag Schleswig-Holstein findet am Mittwoch, den 19. Juni 2019 an der Fachhochschule Westküste in Heide statt. Das Vortragsprogramm beleuchtet die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen in der Finanzdienstleistungsbranche aus ganz verschiedenen Blickwinkeln.

Als Referenten begrüßen wir:

  • Dr. Jochen Heimann, Leiter Produkt- und Digitalisierungsmanagement Investitionsbank Schleswig-Holstein
    „Förderbanken und Digitalisierung - ein Konzept für die Zukunft?“
  • Professor Dr. Stefan Mittnik, Professor an der Ludwig-Maximilans-Universität München und Gründer von Scalable Capital
    „Fintech, quo vadis?“
  • Henryk Mioskowski, Autor, Coach und Experte für Innovationen
    „Blockchain - Innovationsturbo oder Ressourcenverschwendung?“
  • Chris Scheuermann, Head of Partnerships der figo GmbH
    „Banken, Fintechs und die Regulation - Verhältnisse im Umbruch“
  • Bernd Wittkamp, Vorsitzender der Geschäftsführung Star Finanz GmbH
    „Nutzer einbeziehen und gemeinsam innovative Lösungen entwickeln“

Alle Informationen sowie die Anmeldung unter: www.finanztag-fhw.de

Der Banken- und Unternehmertag ist ein Projekt von Studierenden der Betriebswirtschaft der Fachhochschule Westküste aus dem Schwerpunkt „Entrepreneurship and Finance“ unter Anleitung von Professor Dr. Dirk Braunhart.


Verbraucherzentrale zu Gast an der Fachhochschule Westküste

05. Juni 2019


Michael Herte, Referent bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein (VZSH) vor Studierenden der FH Westküste

In einem Vortrag vor Studierenden der Wirtschaftspsychologie berichtete Michael Herte, Referent der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein, über aktuelle Entwicklungen des Verbraucherschutzes. Für die angehenden Wirtschaftspsychologen ist das Thema spannend, da es im Marketing heute nicht mehr nur darum geht, Produkte zu verkaufen, sondern stets auch die Belange der Kunden und der Gesellschaft sowie verbraucherrechtliche Rahmenbedingungen im Blick zu behalten sind. Dabei sei es positiv, so Jurist Herte, dass die rechtlichen Einflussmöglichkeiten der Verbraucherzentrale zuletzt deutlich erweitert wurden: Durch die vom Bundestag geschaffene Möglichkeit zur sogenannten Musterfeststellungsklage können die Interessen von geschädigten Verbrauchern – wie jüngst im Fall des Dieselabgas-Betrugs -  nunmehr wirksam vor Gericht vertreten werden.

Für die Studierenden war die Erkenntnis überraschend, dass es im Verbraucheralltag weit mehr Situationen gibt als gedacht, bei denen rechtliche Aspekte zum Tragen kommen. So werden bereits beim Tanken, beim Einkauf oder der Nutzung eines Parkplatzes Verträge abgeschlossen, derer man sich als Kunde oft nur bedingt bewusst ist. Mithin ergeben sich hieraus auch Unsicherheiten, die zu wiederkehrendem Beratungsbedarf führen. Typische Verbraucherfragen kreisen daher um nachteilige Regelungen in Verträgen oder auch um Werbeversprechungen, die nicht eingehalten werden.

Entsprechend machen Menschen im Konsumalltag auch heute noch negative und fragwürdige Erfahrungen. Daher versteht sich die Verbraucherzentrale, so Michael Herte, als Sprachrohr jener Konsumenten, die sich beispielsweise von falschen Werbeversprechungen oder psychologischen Tricks und Täuschungen  - Stichwort Mogelpackung - betroffen sehen.

Auch Professor Thomas Jendrosch, der den fachlichen Kontakt zur Verbrauchzentrale seit Jahren pflegt, betonte den Stellenwert eines neutralen "Marktwächters" und dankte Herrn Herte zum Abschluss  seines Vortrags für die interessanten und aktuellen Einblicke in die Praxis des Verbraucherschutzes.


Sektorenkopplung komplett: Grüner Wasserstoff und Dekarbonisierung im industriellen Maßstab
Neun starke Partner setzen sich ein

27. Mai 2019

Künftig nachhaltiger fliegen, bauen und heizen, das ist das Ziel des “Reallabors Westküste 100”. Dabei soll eine regionale Wasserstoffwirtschaft im industriellen Maßstab abgebildet und skaliert werden. Die Voraussetzungen dafür sind gerade an der Westküste Schleswig-Holsteins einzigartig: Hier treffen eine starke Windenergie-Region sowie ausgezeichnete geologische Speicherbedingungen auf innovative Unternehmen, die die Zukunft aktiv gestalten und einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele liefern wollen.

In Schleswig-Holstein hat sich die branchenübergreifende Partnerschaft “Westküste 100” aus EDF Deutschland, Holcim Deutschland, Open Grid Europe, Ørsted, Raffinerie Heide, Stadtwerke Heide und thyssenkrupp Industrial Solutions - gemeinsam mit der Entwicklungsagentur Region Heide und der Fachhochschule Westküste gebildet. Diese will aus Offshore-Windenergie grünen Wasserstoff produzieren und die dabei entstehende Abwärme nutzen. Im Anschluss soll der Wasserstoff sowohl für die Produktion klimafreundlicher Treibstoffe für Flugzeuge genutzt als auch in Gasnetze eingespeist werden. Bei der Treibstoffherstellung ohne fossile Brennstoffe wird unvermeidbares CO2 aus der regionalen Zementproduktion für den Herstellungsprozess eingesetzt. Das Besondere und Innovative an diesem Reallabor-Projekt ist diese Verzahnung unterschiedlicher Stoffkreisläufe innerhalb einer bereits bestehenden regionalen Infrastruktur.

Dieser Forschungs- und Entwicklungsansatz wurde als Projektskizze “Reallabor Westküste 100” im Rahmen des Ideenwettbewerbes „Reallabore der Energiewende“ des Bundeswirtschaftsministeriums Anfang April 2019 eingereicht. Reallabore bieten die Möglichkeit, den Technologie- und Innovationstransfer von der Forschung in die Praxis zu beschleunigen. So können technische und nicht-technische Ideen und Innovationen unter realen Bedingungen und im industriellen Maßstab entwickelt und erprobt werden.

Jürgen Wollschläger, Geschäftsführer der Raffinerie Heide und Projektkoordinator: “Wir haben im Projektteam Reallabor Westküste 100 eine klare Vision: Die Partner setzen auf langfristige Kooperationen, die von der Erzeugung von grünem Strom bis zur Produktion von synthetischen Kohlenwasserstoffen reichen und somit den Nukleus für nachhaltige Geschäftsmodelle im Bereich der Energiewende und Dekarbonisierung bilden”. 

Details zur Projektskizze

Innerhalb des fünfjährigen Projektzeitraums soll zunächst eine Elektrolyseanlage mit einer Leistung von 30 Megawatt installiert werden. Sie liefert Erkenntnisse zu Betrieb, Wartung, Steuerung und Netzdienlichkeit der Anlagen, um diese in einen nächsten Skalierungs-Schritt zu überführen. Das könnte beispielsweise eine Elektrolyse-Anlage in der Größenordnung von 700 MW sein, für die der Strom durch einen Offshore-Windpark erzeugt wird.

Der Ansatz des Reallabors Westküste 100 ist ganzheitlich: Die mit Hilfe von Windkraft erzeugte, regenerative Energie wird genutzt, um an der Raffinerie Heide durch Elektrolyse grünen Wasserstoff zu erzeugen. Perspektivisch wird parallel zum Elektrolysebetrieb ein verzweigtes Wasserstoffnetz zwischen der Raffinerie, den Stadtwerken, einem Kavernensystem und dem bestehenden Erdgasnetz auf Basis einer erstmalig eingesetzten Pipelinetechnologie aufgebaut. Es ist angedacht, dass ein Kavernenspeichersystem für die Wasserstoffeinlagerung die zur Verfügung stehende Windenergie in einen kontinuierlichen Stoffstrom zur industriellen Nutzung überführt.

Des Weiteren wird geprüft, ob der bei der Elektrolyse ebenfalls produzierte Sauerstoff mit Hilfe eines sogenannten „Oxyfuel-Verfahrens“ in den Verbrennungsprozess eines lokalen Zementwerkes eingespeist werden kann, womit gleichzeitig die Stickoxid-Emissionen (NOx) des Werkes deutlich reduziert werden könnten. Das im Zementwerk entstandene Kohlendioxid (CO2) soll im Gegenzug als Rohstoff zusammen mit dem grünen Wasserstoff in der Raffinerie zur Herstellung von synthetischen Kohlenwasserstoffen (z.B. als Flugkraftstoff oder chemischer Grundstoff wie Methanol) eingesetzt werden. Dies wäre ein wichtiger Beitrag zur Dekarbonisierung der Zementindustrie. Im Flugsektor - dem am stärksten wachsende Verkehrssparte in Deutschland und der EU - würde ein synthetischer grüner Kraftstoff einen weiteren Durchbruch bei der Dekarbonisierung bedeuten. Ein zusätzlicher Pluspunkt: Die entstehende Prozesswärme wird in einem bestehenden und weiter ausgebauten Wärmenetz ausgekoppelt und z.B. in einem Gewerbepark genutzt.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter www.westkueste100.de.

Grüner Wasserstoff – das fehlende Puzzlestück für die Energiewende?

24. Mai 2019

9. Green Energy Workshop an der FH Westküste

Grüner Wasserstoff ist in aller Munde. Er kann die Stromerzeugung aus Windkraft- und Solaranlagen speicherbar machen und zudem insbesondere im Verkehr und der Industrie einen erheblichen Beitrag zur Senkung des Ausstoßes von Kohlenstoffdioxid leisten. Ziel des 9. Green Energy Workshops, der am Mittwoch, den 26. Juni, an der Fachhochschule Westküste in Heide stattfindet, ist es, einen Überblick über den aktuellen Diskussionsstand zu „grünem Wasserstoff“ zu geben:
Wann ist Wasserstoff eigentlich grün? Welche Verwertungspfade sind im Rahmen der Transformation des Energiesystems technisch, ökonomisch und ökologisch sinnvoll? Welche Bedeutung misst die Politik dem grünen Wasserstoff in den nächsten Jahren bei? Welche Potenziale bietet die Erzeugung und Vermarktung von grünem Wasserstoff ganz konkret für Norddeutschland?
Experten und Praktiker beleuchten die aktuellen Entwicklungen und ihre Bedeutung für Schleswig-Holstein und die Metropolregion Hamburg aus technischer, wirtschaftlicher und rechtlicher und Sicht.
Die Teilnahme am Green Energy Workshop ist kostenfrei, eine Anmeldung jedoch bis zum 20. Juni 2019 erforderlich. Aufgrund der begrenzten Plätze wird eine frühzeitige Anmeldung empfohlen. Alle Informationen und das Anmeldeformular unter: http://bit.ly/ge-workshop

Programm:

17:00 Uhr    
Begrüßung
Prof. Dr. Christian Buchmüller/ Prof. Dr.-Ing. Reiner Schütt, Fachhochschule Westküste

17:10 – 17:50 Uhr    
Grüner Wasserstoff – Technische Grundlagen & Verwertungspfade
Joachim Jungsbluth, Abteilungsleiter Zentrum für BrennstoffzellenTechnik ZBT GmbH, Duisburg

17:50 - 18:30 Uhr    
Grüner Wasserstoff – Welche Weichen stellt die Politik?
Dr. Torsten Birkholz, Geschäftsführer, Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. – Landesgruppe Nord, Hamburg

18:30 - 19:00 Uhr   
Die Potenziale einer „Wasserstoffwirtschaft“ für die Westküste
Jürgen Wollschläger, Geschäftsführer, Raffinerie Heide GmbH

19:00 – 19:30 Uhr    
Abschlussdiskussion

19:30 Uhr    
Get together

Equal Pay Day für zukünftige Führungskräfte an der FH Westküste

23. Mai 2019


Organisatorinnen des EPD 2019

In Dithmarschen fand der Equal Pay Day 2019 später als bundesweit üblich statt. Nicht, weil die Dithmarscherinnen noch weniger verdienen als andere Frauen, sondern aufgrund des Veranstaltungsformats, welches die Organisatorinnen aus verschiedenen Einrichtungen und Institutionen des Kreises in diesem Jahr gewählt hatten. Mit einem Seminartag an der FH Westküste, der unter dem Motto „Equal Pay“ stand, war es das erklärte Ziel, insbesondere Studierende als zukünftige Führungskräfte für das Thema zu sensibilisieren und ihrer Verantwortung bewusst zu machen.

Der Tag startete mit einer Vorlesung von Professorin Dr. Daniela Aidley, welche die bekannten 21% Lohnungleichheit näher unter die Lupe nahm. Bereinigt man diese Zahl um Aspekte wie Beruf oder Position im Unternehmen, bleiben noch immer 6% weniger Lohn, welche am Ende des Monats auf dem Konto landen – „ungleiches Geld für gleiche Leistung“, so Aidley. Doch woran liegt es, dass Frauen trotz guter Bildung und Ehrgeiz immer noch finanziell benachteiligt werden? Aidley nennt hierfür eine Reihe von Ursachen, u.a. die genderstereotype Sozialisation von Jungen und Mädchen und die bestehende Furcht einer Gruppe, Privilegien zu verlieren denn, „wenn sie an Privilegien gewöhnt sind, fühlt sich Gleichheit wie Unterdrückung an“.

Nach einer Mittagspause ging es in verschiedene Workshops. Dabei standen beispielsweise Modelle zur Diskussion, die eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf möglich machen und dabei beide Elternteile einbeziehen. Ein zweites Thema war „Gerechtigkeit und Entlohnung aus psychologischer Sicht“ und die Erkenntnis, dass Arbeitgeber Chancengleichheit in ihre Unternehmenskultur einbeziehen sollten. Dies dient nicht nur der langfristigen Bindung von  Mitarbeitenden, sondern hilft auch wirksam, krankheitsbedingte Ausfälle zu vermeiden. In einem weiteren Workshop konnten die Studierenden von Karriereexpertin Ellen Johannsen lernen, sich ihrer Stärken bewusst werden, um selbstbewusst in Gehaltsverhandlungen zu gehen. Interessant war, dass diesen Workshop fast ausschließlich Frauen besuchten, obwohl das Publikum zuvor gut gemischt war. Scheinbar haben sich die männlichen Teilnehmer von dem neutral gehaltenen Titel „Gehaltsverhandlung: Was bin ich wert und wie bekomme ich das?“ nicht angesprochen gefühlt. Ein Indiz, dass Frauen bewusst oder auch unbewusst vom Thema Lohnungleichheit viel stärker betroffen sind als Männer. Hier schließt sich der Kreis und es wird deutlich, weshalb Equal Pay Day-Veranstaltungen unverzichtbar bleiben.

Aus Sicht der Organisatorinnen war der Tag ein voller Erfolg. Es besteht Einvernehmen, bei diesem Thema auch zukünftig gemeinsam aktiv zu bleiben.

Organisatorinnen des Equal Pay Day 2019:

  • Prof. Dr. Kristina Schädler, FH Westküste/ Soroptimist International Club Dithmarschen
  • Gabriela Petersen, Gleichstellungsbeauftragte Stadt Heide
  • Dr. Natalie Nobitz, Gleichstellungsbeauftragte Kreis Dithmarschen
  • Katja Hose, Referentin für Ev. Frauenarbeit, Kirchenkreis Dithmarschen
  • Angela Ewers, Referentin für Ev. Frauenarbeit, Kirchenkreis Dithmarschen
  • Anja Dithmer-Hesse, Perspektive Wiedereinstieg, Berufliche Bildung im DHB
  • Gertrud Fiebig, SoVD Dithmarschen
  • Tanja Thießen, leichter leben Coaching + Studentin FH Westküste
  • Siegrid Jungkuhn, Kreislandfrauenverband Dithmarschen

Die ökonomische Bedeutung des Tourismus in Schleswig-Holstein – Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs und IMT der Fachhochschule Westküste stellen Ergebnisse vor

10. Mai 2019

Gemeinsam mit dem Institut für Management und Tourismus (IMT) der Fachhochschule Westküste in Heide hat Schleswig-Holsteins Wirtschafts- und Tourismusstaatssekretär Dr. Thilo Rohlfs heute die Ergebnisse einer umfangreichen wissenschaftlichen Studie vorgestellt. Darin wird erstmalig die ökonomische Bedeutung des Tourismus vergleichbar zur Gesamtwirtschaft und zu anderen Branchen für das Land erfasst.

Im Kern zeigt sich: Im Jahr 2017 ließen die Gäste für Gaststätten- und Beherbergungsleistungen sowie sonstige Konsumgüter wie Kleidung, Souvenirs oder Bücher u.a. insgesamt 11,7 Milliarden Euro (sog. touristischer Gesamtkonsum) im Land. Entsprechend wertschöpfungsstark und beschäftigungsintensiv präsentiert sich der Tourismus in Schleswig-Holstein. Die Branche liegt im Vergleich dabei klar über dem Bundesdurchschnitt. Der Anteil der direkten touristischen Bruttowertschöpfungsleistung ist sogar größer als der der Energieversorgung oder der Landwirtschaft und trägt mit knapp 6% zur gesamten schleswig-holsteinischen Bruttowertschöpfung im Jahr 2017 bei. Beinahe 150.000 Menschen sind im Land direkt im Tourismus beschäftigt; weit mehr als die Hälfte dabei in den Bereichen Beherbergung und Gastronomie. Dies entspricht einem Anteil von 10,6% an allen Erwerbstätigen in Schleswig-Holstein. Darüber hinaus verzeichnet die Branche mehr als 31.000 indirekte Erwerbstätige.

Staatssekretär Rohlfs sagte zu den Ergebnissen der Studie: „Die Forschungsarbeit des Instituts für Management und Tourismus der Fachhochschule Westküste untermauert eindrucksvoll die große wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus für unser Land.  Durch diese Boombranche werden viele Arbeitsplätze vor Ort geschaffen und Wertschöpfung generiert. Von der Infrastruktur, die die Kommunen durch die Einnahmen aus dem Tourismus finanzieren können, profitieren aber bei Weitem nicht nur die Gäste, sondern auch alle Einheimischen: Steht der Tourismus günstig im Wind, segelt die regionale Entwicklung kräftig mit.“

Mit der Durchführung einer Studie dieser Art hat Schleswig-Holstein Neuland betreten. Aussagekräftige Informationen über die ökonomische Bedeutung des Tourismus lassen sich nicht unmittelbar aus der amtlichen Wirtschaftsstatistik ableiten. Für die Erfassung der Tourismuswirtschaft in ihrer Gesamtheit bedarf es daher einer Erweiterung der allgemeinen Systematik der Wirtschaftsstatistik. Eine solche Erweiterung bietet das Tourismus-Satellitenkonto (engl. tourism satellite account, TSA), ein international etabliertes Berichtssystem zur umfassenden Ermittlung der ökonomischen Bedeutung des Tourismus.

Im Rahmen eines Forschungsprojektes hat die DIW Econ GmbH (Berlin) in Zusammenarbeit mit dem IMT der FH Westküste in Heide, dem dwif e.V. (München) und der dwif Consulting GmbH (Berlin) diese international anerkannte Methode zur Berechnung des Wirtschaftsfaktors erstmals für Schleswig-Holstein angewandt.

Professor Dr. Bernd Eisenstein, Direktor des IMT der Fachhochschule Westküste, erläutert: „Der Tourismus ist eine Querschnittsbranche. Die Ausgaben der touristischen Nachfrage können in unterschiedlichen Wirtschaftszweigen wirksam werden und die wirtschaftlichen Effekte sind demnach auf Basis der amtlichen Statistik nicht eindeutig quantifizierbar. Die Wirtschaftsleistung der Tourismusbranche in Schleswig-Holstein konnte nun im Rahmen des Projektes erstmalig auf eine Art ermittelt werden, die einen Vergleich zur Gesamtwirtschaft und zu anderen Branchen und damit erstmalig eine Einbettung in den gesamtwirtschaftlichen Kontext von Schleswig-Holstein zulässt.“

Peter Douven, stellv. Vorsitzender des Tourismusverbandes Schleswig-Holstein stellt ergänzend fest, dass „nun statt „gefühlter Temperaturen“ harte Fakten zum wirtschaftlichen Wert des Tourismus im Land vorliegen. Besonders interessant wird die ermittelte Bruttowertschöpfung des Tourismus im Land i.H.v. knapp 6%, wenn sie den insgesamt 4,5% der Automobilindustrie für Deutschland gegenübergestellt wird.“

Mietrechtsänderung 2019 – Viel Lärm um nichts?

10. Mai 2019

Am 21. Mai 2019 lädt die Fachhochschule Westküste zu einem offenen Symposium. Das „Immobilienforum Westküste“ befasst sich dann mit der Frage, welche Auswirkungen die zum 1. Januar in Kraft getretenen Mietrechtsänderungen mit sich gebracht haben. Insbesondere die neue Rechtslage zu den Modernisierungs-Mieterhöhungen sowie zur sog. Mietpreisbremse wird im Fokus des Symposiums stehen.

Zu Gast sind ausgewiesene Experten aus der immobilienrechtlichen Praxis.  Diese geben nicht nur eine allgemeine Einführung in die Problematik mit Blick auf den Wohnungsmarkt, sondern beleuchten insbesondere die aktuelle Entwicklung und deren Auswirkung für Mieter und Vermieter gleichermaßen.
Programm:

18:30 Uhr                                          
Begrüßung
Prof. Dr. jur. Wolfgang Stegmaier, Fachhochschule Westküste, Studiengang Immobilienwirtschaft, Professur für Immobilienrecht

18:40 – 19:15 Uhr                           
Die „Mietrechtsanpassung 2019“: Möglichkeiten und Grenzen für Modernisierungsmieterhöhungen
Rechtsanwalt David Hein, Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht sowie für Bau- und Architektenrecht

19:15 – 19:45 Uhr                           
Dauerbrenner Mietpreisbremse: Erwartungen und Resultate vor und seit dem 1. Januar 2019
Ann Sophie Mainitz, Geschäftsführerin des Deutschen Mieterbundes, Landesverband Schleswig-Holstein, und des Kieler Mietervereins

19:45 – ca. 20:00 Uhr                    
Fragerunde und Abschlussdiskussion
Anschließend Gemeinsamer Austausch und Imbiss

Interessierte Gäste sind herzlich eingeladen, an dem Symposium teilzunehmen. Die Veranstaltung findet an der FH Westküste, Fritz-Thiedemann-Ring 20, 25746 Heide im Auditorium 2 statt. Die Teilnahme ist kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten: gluesing(at)fh-westkuste.de oder vormittags telefonisch unter 0481-372 202 420.

Neuer Masterstudiengang „Wirtschaftsingenieurwesen – Digitale Wirtschaft“ an der FH Westküste

09. Mai 2019

Die Fachhochschule Westküste hat ab dem Wintersemester 2019/20 einen neuen Masterstudiengang im Angebot: „Wirtschaftsingenieurwesen – Digitale Wirtschaft“. Das dreisemestrige Studium kann in Voll- oder Teilzeit an der Heider Hochschule absolviert werden und endet mit dem Abschluss als Master of Science (M.Sc.).

Wir haben den Studiengangsleiter des neuen Masters, Professor Dr. Thomas Wiemers, zum Interview gebeten.


Prof. Dr. Thomas Wiemers

Fachhochschule Westküste:   
Alle Welt spricht von „Digitalisierung“ – doch was genau ist damit eigentlich gemeint?

Professor Dr. Thomas Wiemers:
Ursprünglich bedeutete „Digitalisierung“ die Umwandlung von analogen Informationen in eine digitale Repräsentanz: So wurde beispielsweise die Musik noch in analoger Form auf die Vinyl-Schallplatte gepresst und durch ein mechanisches Tonabnehmersystem wieder hörbar gemacht. Durch die Einführung digitaler Kompressionsmethoden wie MP3 wurde Musik „digital“: Wir hören heute Musik in digitaler Form auf CD, DVD oder in den verschiedenen Streaming-Kanälen „aus der Cloud“.
Heute fassen wir „Digitalisierung“ weiter – und zwar nicht nur in einem ingenieurwissenschaftlichen Sinn: „Digitalisierung“ steht für ganzheitliche Veränderung von Technik und Wirtschaft, aber auch von Kultur, Bildung und Politik durch digitale Technologien, Verwendung von großen Datenmengen in der Unternehmenslenkung und den „Digital Mastermind“. 

Fachhochschule Westküste:
Welche Bedeutung hat die Digitalisierung für Wirtschaft und Gesellschaft?

Professor Dr. Thomas Wiemers:
Bleiben wir bei dem Beispiel der Musikindustrie: Erwirtschaftete die deutsche Musikindustrie im Jahr 1997 noch einen Umsatz von mehr als 2,6 Mrd. €, betrug dieser im Jahr 2018 nur noch knapp 1,6 Mrd. €. Davon entfielen jedoch bereits 56,7 % auf digitale Formate wie Streaming oder Downloads. Der Song „Shape of you“ von Ed Sheeran wurde allein bei Spotify mehr als 1,8 Mrd. mal gestreamt – Zahlen, die deutlich machen, wie groß der Markt geworden ist. Unberücksichtigt bleiben die vielen Downloads über Tauschbörsen wie Napster, die in den 1990er Jahren gegründet wurden. Digitalisierung bedeutet hier eine völlige Verwerfung einer ganzen Industrie, das „Auftauchen“ neuer Mitspieler im Markt und von neuen Geschäftsmodellen aber auch Vernichtung ehemals profitabler Geschäftsmöglichkeiten – was man nur noch als totale Disruption bezeichnen kann.
Es geht also um Technologien, die als „Enabler“ notwendig sind wie Kompressionsverfahren, „sichere“ digitale Bezahlprozesse und „sichere“ Identitäten im Netz und innovative Speicher- und Distributionsverfahren, aber auch um Wertschöpfungsketten und letztendlich auch um Aspekte der Wirtschaftsethik: Ist es legal, legitim oder ethisch vertretbar, Musik im Netz zu tauschen?
Doch nicht nur in der Musikindustrie verändert die Digitalisierung nahezu alles: In der Automatisierungstechnik der Fertigungsindustrie erleben wir eine nahtlose „digitale“ Verzahnung von Auftraggeber und Auftragnehmer, „Losgröße 1“ in der Industrie4.0 ist nicht nur ein Schlagwort, sondern gelebte Realität im deutschen Mittelstand: klassische „Hardware“- Hersteller von Produkten oder Maschinen müssen sich neu erfinden und werden zu einem Software-House mit angeschlossener Fertigung. Neue Verfahren wie 3D-Druck revolutionieren die Fertigungslandschaft und verändern zum Beispiel logistische Abläufe in der Ersatzteilversorgung.
Früher wurden Banken repräsentiert durch Filialen und die Menschen, die in diesen Filialen arbeiteten, heute sind wettbewerbsfähige Banken IT-getrieben, man könnte auch überspitzt sagen IT-Firmen mit angeschlossenen Geldautomaten.
Neben diesen Veränderungen von Geschäftsmodellen und Wertschöpfungsketten spüren wir alle, wie wichtig Daten werden in Wirtschaft und Gesellschaft. Neue Daten-getriebene Industrien sind im Entstehen und andere existierende Industrien müssen sich weiterentwickeln. 

Fachhochschule Westküste:
Warum bietet der Fachbereich Technik unserer Hochschule nun einen Masterstudiengang zu diesem Themenfeld an?

Professor Dr. Thomas Wiemers:
Victor Hugo hat einmal gesagt: „Die Zukunft hat viele Namen: Für Schwache ist sie das Unerreichbare, für die Furchtsamen das Unbekannte, für die Mutigen die Chance.“
Seit der Gründung der Fachhochschule Westküste war es unser Ziel und unsere Verpflichtung, „Mutige“ auszubilden für eine erfolgreiche Tätigkeit im Beruf, für Menschen, die Chancen ergreifen und sich einbringen wollen.
Die Digitalisierung schafft eine „neue Zukunft“: Wissen und Bewusstsein um Veränderungen, Bedeutung aber auch Sicherheit von Daten, neue Wertschöpfungsmodelle, die Fähigkeit Chancen zu erkennen und Risiken managen zu können, aber auch Softskills wie „Unternehmertum“ oder eine StartUp-Mentalität bilden den „Digital Mastermind“. Es ist jetzt die richtige Zeit, für die Mutigen diese Chance zu eröffnen - durch den neuen Masterstudiengang „Wirtschaftsingenieurwesen – Digitale Wirtschaft“ an der FH Westküste.

Fachhochschule Westküste:
Was sind die wesentlichen Inhalte des Studiengangs - worum geht’s?

Professor Dr. Thomas Wiemers:
Der Masterstudiengang orientiert sich an aktuellen Gegebenheiten und Wünschen der Wirtschaft und an den notwendigen Veränderungen der digitalen Transformation, die die Wirtschaft gerade erfährt.
Mit zwei Kernstudienbereichen „Technologie- und Innovationsmanagement“ und „Digitale Wirtschaft“ legt der Studienaufbau mit hohem Praxisbezug einerseits den Schwerpunkt auf die Vermittlung technischer Kompetenzen bei der Modellierung, Innovation und Umsetzung von Digitalisierungsprozessen in Unternehmen und im Bereich Data Science, also bei der Nutzung von großen Datenmengen, in den unternehmerischen Kernprozessen und bei digitalen Fertigungsverfahren wie 3D-Druck. Andererseits vertiefen wir die vorhandenen Kenntnisse um wirtschaftswissenschaftliches Wissen im Bereich der Unternehmensführung im digitalen Zeitalter. Abgerundet wird unser Studienkonzept durch die Vermittlung von notwendigen Softskills wie Personalführung in digitalen Unternehmen oder Entrepreneurship also die Förderung von Unternehmertum und Gründergeist.
Für uns sind „Data Science“ und „Digitale Transformation“ primär keine Technologiethemen, sondern ein interdisziplinärer Ansatz, digitale Technologien und Wirtschaft leistungsstark miteinander zur digitalen Wirtschaft zu verbinden.

Fachhochschule Westküste:
Und danach? Welche beruflichen Perspektiven haben die Absolventinnen und Absolventen?

Professor Dr. Thomas Wiemers:
Es gibt nicht das EINE Berufsbild für den Wirtschaftsingenieur, der bei uns den Masterstudiengang erfolgreich abgeschlossen hat. Wir bilden Wirtschaftsingenieure mit „Digital Mastermind“ aus, die sowohl in den technischen als auch in den betriebswirtschaftlichen Abteilungen von Unternehmen oder im öffentlichen Dienst arbeiten können – von Industrie4.0 bis zu Data Analytics an der Schnittstelle zum Kunden: unsere Absolventinnen und Absolventen sind hervorragend qualifiziert für die Mitarbeit bei der Digitalen Transformation von Unternehmen, im technischen Projektmanagement, der Neu-Ausrichtung und Neu-Definition der wertschöpfenden Prozesse in den Unternehmen. Sie können im Business Development oder also Innovations-Manager arbeiten oder erste Linienverantwortung in der Unternehmensführung und -organisation übernehmen.
Es ist sicherlich nicht übertrieben zu sagen, dass unsere Absolventen hervorragende Berufsaussichten haben.

Fachhochschule Westküste:
Was macht den Studiengang besonders und warum sollte man – aus ihrer persönlichen Sicht - gerade an der FH Westküste studieren?

Professor Dr. Thomas Wiemers:
Die FH Westküste ist eine junge Hochschule in Schleswig-Holstein mit nur knapp 2.000 Studierenden. Dies führt zu kurzen Wegen und einem persönlichen Miteinander zwischen den Lehrenden und den Studierenden. Auch wenn wir uns im Studium sehr professionell mit großen Zahlen beschäftigen, ist der Studierende keine Zahl an unserer Hochschule, sondern wertgeschätzter Teil der Campus-Familie. 
Das Curriculum, also der Lehrplan des Master-Studiengangs ist entstanden in enger Zusammenarbeit mit der Industrie und dem öffentlichen Dienst. Er ist „leading edge“, top aktuell und beinhaltet beinahe schon einzigartig in Deutschland einen fächerübergreifenden Ansatz von technischen und betriebswirtschaftlichen Lerninhalten, angereichert mit der Vermittlung von Softskills für den „Digital Mastermind“. Auch kann der Master-Studiengang berufsbegleitend in Teilzeit absolviert werden. Das Präsenzstudium verlängert sich dann auf drei Jahre.
Unsere Hochschule ist an der Westküste Schleswig-Holsteins beheimatet – jedoch vernetzt mit der ganzen Welt. Die Studierenden partizipieren an diesem Netzwerk durch die enge Zusammenarbeit mit den Industrieunternehmen in praxisorientierter Forschung und in gemeinsamen Projekten.

Alle Informationen zum neuen Masterstudiengang „Wirtschaftsingenieurwesen – Digitale Wirtschaft“ an der Fachhochschule Westküste gibt es auf der Website https://www.fh-westkuste.de/wdw
Die Bewerbungsphase für alle Studiengänge läuft aktuell und noch bis zum 15. Juli. Informationen zur Bewerbung und Zulassung: https://www.fh-westkueste.de/studieninteressierte/bewerbung/


Studiengruppe aus Wien besucht die Fachhochschule Westküste

03. Mai 2019


Energiestandort Heide (Quelle: nordzuwort)

Welche Entwicklungen im Bereich der Erneuerbaren Energien nehmen am Standort Heide Gestalt an und welchen praktischen Herausforderungen stellt sich die Region Westküste dabei aktuell?

Mit diesen Fragen war eine Delegation internationaler Studierender auf Vermittlung der Entwicklungsagentur Region Heide an die Fachhochschule Westküste gekommen. Im Gespräch mit Dipl.-Ing. Volker Köhne, Geschäftsführer des Instituts für die Transformation des Energiesystems (ITE) der FH  Westküste, informierten sich die Besucherinnen und Besucher dann über die Entwicklungen im Bereich Wasserstofftechnologie, die Bestrebungen zur Umrüstung der Energieversorgung des Rüsdorfer Kamps durch das Projekt QUARREE 100 sowie das Projekt KEROSyN 100, in dem grünes Kerosin für den Hamburg Airport aus EE-Strom erzeugt werden soll. Auf besonderes Interesse stieß zudem die Einbindung des Energiestandorts Heide in einen größeren Kontext und die Diskussion von Fragen europäischer Energiemärkte etwa anhand des Nordlinks nach Norwegen oder des Stromaustausches mit Österreich.

Im Abschluss das Gespräch nahmen die Gäste noch die Gelegenheit wahr, sich im Lehr- und Ausstellungsgebäude der FH Westküste  Innovationen im Bereich der Gebäudetechnik anzuschauen, bevor sie zur nächsten Station ihrer Studienreise aufbrachen.

Die Besucherinnen und Besucher studieren im internationalen Master-Studienprogramm „Renewable Energy Systems“, das von der TU Wien in Kooperation mit dem Energiepark Bruck/Leitha durchgeführt wird. Für das Programm qualifizierten sich die Studierenden durch einen akademischen Abschluss und eine mindestens zweijährige Berufserfahrung.


Dreifacher Rückenwind - Triales Modell Betriebswirtschaft an der FH Westküste

24. April 2019


Vivian Lohse

Als Vivian Lohse nach Ende ihrer Berufsausbildung ihr Studium an der Fachhochschule Westküste begann, stieg sie direkt ins dritte Semester ein. Dass dies so funktioniert, verdankt die 22jährige einem einzigartigen Ausbildungsweg – dem Trialen Modell Betriebswirtschaft.

Mehr als 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in mehr als zwei Jahrzehnten sprechen dabei eine eindeutige Sprache: Der Bildungsweg, der auf einer Kooperation der Heider Hochschule mit den örtlichen Berufsschulen und Ausbildungsbetrieben in Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen basiert, hat sich bewährt. In den Ausbildungsrichtungen Bank, Steuern und Industrie kombiniert das Triale Modell eine zweijährige Berufsausbildung in einem Kreditinstitut, einem Steuerberatungsunternehmen oder einem Industriebetrieb mit einem anschließenden Studium an der FH Westküste. Nach bestandener Ausbildungsprüfung starten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im dritten Semester des Studiengangs Betriebswirtschaft. Aufgrund des abgestimmten Berufsschullehrplans werden Teile der theoretischen Ausbildung für das Studium anerkannt, sodass in verkürzter Dauer ein vollwertiges Studium absolviert wird. Es ermöglicht so besonders engagierten und qualifizierten Abiturientinnen und Abiturienten, einen Berufsabschluss und den Bachelor in Betriebswirtschaft in nur vier Jahren zu erwerben. Der Kontakt zum Unternehmen geht dabei nicht verloren, denn es ist möglich, beispielweise das Praxissemester dort zu verbringen oder seine Abschlussarbeit im Unternehmen zu schreiben.

Für Vivian Lohse, die ihre Ausbildung bei der Salvana Tiernahrung GmbH in Klein Offenseth-Sparrieshoop absolviert hat, ist der Weg so attraktiv wie anspruchsvoll:

„Ohne viel Fleiß geht natürlich nichts. Aber gerade durch die enge Verbindung zwischen Unternehmen, Schule und Hochschule laufen Theorie und Praxis eng zusammen. Und das hilft beim Lernen enorm.“

Die Bewerbungsfrist für das Triale Modell Betriebswirtschaft startet wieder am 30. April und geht bis zum 15. Juli. Alle Informationen zum Ausbildungsweg und eine Übersicht der bislang teilnehmenden Ausbildungsbetriebe unter: www.fh-westkueste.de/tm. Für ein persönliches Beratungsgespräch stehen Kerstin Tetens und Kristin Oldenburg von der FH Westküste unter 0481 8555 560 oder per Mail: tm(at)fh-westkueste.de gern zur Verfügung.


MINT:PINK an der FH Westküste

29. März 2019

Wie wird aus Mathe Musik? Wie ist eine Batterie aufgebaut und wie fahren Autos mit Wasserstoff? Und ist Billard nicht einfach auch nur Berechnung? Diese und viele weitere Fragen standen in den Laboren der Veranstaltungsreihe „mint:pink“ an der Fachhochschule Westküste im Fokus. 58 Schülerinnen Norderstedter Gymnasien waren hierfür nach Heide an die Hochschule gekommen und erlebten einen Tag mit spannenden Workshops voller lebendiger Experimente.

Mint:pink ist ein Mutmachprogramm an dem jährlich bis zu 250 Mädchen aus der Mittelstufe aus 18 Schulen aus Hamburg, Norderstedt und Bremerhaven teilnehmen. Nach einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung besuchen sie an insgesamt fünf Labor- und Exkursionstagen Unternehmen und Forschungseinrichtungen, probieren aus und befragen Mitarbeiter vor Ort. Ziel ist es, das Interesse für MINT-Fächer zu wecken, weiter zu fördern und die teilnehmenden Mädchen zu ermutigen, sich mit Blick auf Studium oder Beruf an diese Bereiche zu wagen. Die FH Westküste beteiligt sich bislang als einzige Hochschule in Schleswig-Holstein an diesem Programm.

Franziska Schneidewind aus dem Fachbereich Technik der FH Westküste hat den Labortag vor Ort organisiert. Sie zieht eine überaus positive Bilanz:

„Die Veranstaltung hat uns enorm Freude bereitet. Wir sind beeindruckt, mit welcher Ernsthaftigkeit die Mädchen an technischen Themen interessiert sind und was sie sich selbst zutrauen. Natürlich würden wir uns freuen, wenn sich die Schülerinnen diese Neugier bewahren und später auch beruflich in eine technische Richtung gehen. Wir werden das Programm auch im kommenden Jahr gern wieder unterstützen.“


Ihr Ansprechpartner

Carsten Friede
Referent für Presse-
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Telefax
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